Skiunfall Teil 1, wenn eine Sekunde deine Träume zerstört

21. März 2019 at 11:08

Es ist wohl auch mal an der Zeit ganz ausführlich von unserem diesjährigen Skiurlaub zu erzählen. Ich war die Woche davor schon mit einem Männerschnupfen gesegnet und auf der Hinfahrt mussten wir wegen einer Straßensperrung einen 2 Stunden Umweg in Kauf nehmen. Man könnte ja fast meinen, dass der ganze Urlaub eh schon unter einem schlechten Stern gestanden hat. Unsere Unterkunft war aber sehr nett und wir hatten jeden Abend ein 5-Gänge-Menü gebucht. Normalerweise wäre ich davon nicht mal satt gewesen, aber wegen der Erkältung habe ich kaum was runter bekommen. Der erste Skitag war leider auch dann nicht ganz so schön, weil es nur geschneit hat und man den Weg auf der Piste nur erraten konnte. Aber ein Blick auf der Wetterbericht kündigte Besserung an: Ab Montag die ganze Woche nur Sonnenschein!

Als wir morgens aufgestanden sind war tatsächlich traumhaftes Wetter und wir sind gut gelaunt auf den Berg gegondelt. Tja und dann kam es mal wieder anders als geplant. Keine 50 Meter auf der Piste habe ich mir dann beim Versuch auszuweichen das Knie verdreht.

Ich habe während des Fallens schon gewusst, dass es definitiv richtig doof gelaufen ist. Es hat ein richtig ekliges Geräusch gemacht und ich lag im Schnee. Mein Knie tat weh und ich habe erstmal geweint. Mir war sofort klar, dass das Reiten mit Amy auf der Equitana in Gefahr ist. Irgendwie wiß ich auch gar nicht genau, warum ich geweint habe. Zum einen weil mein Knie weh tat und zum anderen weil ich wusste, dass der Urlaub gelaufen war und auch meine Pläne für dieses Jahr in Gefahr waren.

Einige nette Leute haben mir sofort ihre Hilfe angeboten und eine Frau hat mir erstmal den 2. Ski abgemacht, dass ich mich so hinrollen konnte, dass die Schmerzen besser auszuhalten waren. Dann saß ich da, umringt von ein paar Leuten mitten auf der Piste. Es war so schrecklich für mich, weil ich gerne der harte Kerl bin. Wir haben die Leute dann weg geschickt, schließlich wollte ich ja tapfer sein. Leider stellte ich schnell fest, dass irgendwas anders ist und mein Knie wohl keine Lust hatte, noch bis ins Tal zu fahren.

Die 2 Jungs von der Pistenrettung haben mich dann auf einer Liege ins Tal gezogen. Mir war das so unglaublich unangenehm. Vielleicht wäre die ganze Situation ohne pinke Hasenohren auf meinem Helm ein wenig angenehmer gewesen. Im Tal angekommen haben mich natürlich alle Menschen angestarrt und ich wollte einfach nur von der Trage hüpfen und weglaufen. Ich wollte auch nicht, dass sie einen Krankenwagen rufen und bin schnell auf eine Bank gehumpelt und habe auf Basti gewartet.

Wir sind dann zunächst zur Dorfärztin gefahren, aber ihr Blick auf mein Knie sah weniger positiv aus und sie schickte uns ins Krankenhaus.

Dort mussten wir sehr lange warten und mir tat es leid, dass ich unseren Urlaub ruiniert hatte. Auf dem Röntgen hat man natürlich nichts gesehen und ich bekam eine Schiene und Krücken und sollte das Bein schonen und zu Hause einen MRT Termin machen. Eigentlich wollte ich ja auch gar nicht früher abreisen, aber mein Bein tat weh und ich hatte schlechte Laune und so sind wir dann früher abgereist.

Zu dem Zeitpunkt kannte ich die Diagnose nicht und hatte dementsprechend noch Hoffnung, dass alles halb so wild ist….

Das Ponyshowteam

20. März 2019 at 13:53

Ja zu diesem Thema habe ich ja noch gar nicht viel erzählt und ich muss sagen, dass es mir grade auch etwas schwer fällt. Aber beginnen wir von vorne: Ich fand die Idee mit der Springquadrille von Anfang an ziemlich cool, leider habe ich bei der Gründung damals keine Chance gesehen, ein Teil des Teams werden zu können. Ich hatte weder Auto, noch Hänger, noch Führerschein und so war es nahezu aussichtlos den Hof mit Pony verlassen zu können. Nachdem ich dann nun endlich meinen Hängerschein hatte, sah die Welt schon besser aus. Als dann auch noch mein eigener Hänger eingezogen ist, stand uns die Welt ja fast schon ganz offen. Mein Papa ist meistens so lieb und leiht mir sein Auto, da mein Traum von eigenen Zugfahrzeug ja noch nicht in Erfüllung gegangen ist. Letzten Sommer habe ich dann die Ausschreibung für ein Casting gesehen und wollte sehr gerne hin, leider hat der Tag zeitlich so gar nicht gepasst und so geriet die Idee dem Ponyshowteam beizutreten erstmal in den Hintergrund, bis Dezember…

Im Dezember gab es dann wieder eine Ausschreibung zum Casting und diesmal haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Ich war wirklich ganz schrecklich nervös, zum einen wollte ich mich nicht blamieren und zu anderen hieß zum Casting fahren ja auch, dass das Pony in den Hänger muss. Im Endeffekt wären ein paar weniger Nervenzusammenbrüche auch okay gewesen, denn das Probetraining lief super. Amy hat das ganz fein gemacht und wir hatten beide Spaß!

Und als dann später die Nachricht kam, dass wir Teil des Team sein dürfen, war ich wirklich happy. So begann dann unsere Zeit im Ponyshowteam. Es ging mindestens einmal die Woche zum Training und mein Paps war so lieb mir sein Auto ganz zur Verfügung zu stellen. Wir hatten abgemacht die Autos bis zur Equitana im März zu tauschen, denn das war das große Auftrittsziel mit dem Ponyshowteam.

Mit jedem Training war ich weniger aufgeregt und auch das Verladen wurde für uns mehr zur Routine. Das Training selbst hat uns beiden auch immer Spaß gemacht. Amy findet hüpfen ja eh ganz nett und ich mochte die anderen Teammitglieder auch sehr gerne.

Es hat viel Zeit in Anspruch genommen: Training, Kostüme planen etc. aber es hat mir sehr gefallen. Ich habe mich so sehr auf die gemeinsame Zeit auf der Equitana gefreut. Es ist mein Kindheitstraum einmal mit meinem Pferd auf der Equitana reiten zu dürfen.

Und dann kam es natürlich mal wieder ganz anders als geplant!

„Life is what happen, while you´re making plans.“

Ich habe mich im Skiurlaub verletzt und damit meinen Traum vom Auftritt auf der Equitana begraben können. Zunächst hatte ich immer noch Hoffnung, dass es nicht so schlimm ist, aber der MRT Termin hat dann Gewissheit gebracht: Ich falle aus.

Es war echt ein Schlag ins Gesicht. Mir war das Ganze sehr wichtig und ich wollte das Team ja auch nicht im Stich lassen. Leider hatte ich keine Wahl und muss nun erstmal pausieren.

Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder ein Teil des Ponyshowteams sein darf.

Die richtige Wahl der Decke

13. Februar 2019 at 05:34

Winterzeit ist Deckenzeit und man steht immer wieder vor der Frage, welche Decke wohl die richtige Wahl sein könnte. Generell steht am Anfang des Winters erstmal die Entscheidung an, ob ein Pferd überhaupt eingedeckt werden muss. Von Natur aus hat das Pferd ein Fell, was dazu konzipiert ist auch kältere Tage gut zu überstehen. Nehmen wir als Beispiel die Isländerponys, welche auch bei kalten Temperaturen und Schnee dem Wetter trotzen.

Allerdings entwickeln sich Pferd immer mehr vom Wildpferd zum Hauspferd und somit sind die Ansprüche an die Tiere anders als in der Natur. Ich finde es gut, wenn Pferde ganz ohne Decken zurechtkommen, weil ich der Meinung bin, dass sich die Natur schon etwas beim Winterfell gedacht hat.

Doch grade alte und kranke Pferde kommen mit den Temperaturen im Winter schwieriger zu recht, sodass das eindecken nötig wird. Ebenso ist es bei Pferden die im Training stehen und sehr stark schwitzen, hier ist es dann nötig Teile oder sogar das ganze Winterfell scheren zu müssen. Ohne Fell schwitzen die Pferde weniger und sind somit schneller trocken, wenn das Training sehr anstrengend war. Schert man dem Pferd Fell weg, muss man dies natürlich durch eine Decke ersetzen.

Decken gibt es in allen möglichen stärken, von der 0 g Decke für regnerische Tage, bis zu dick gefütterten 450 g Decke für ganz kalte Tage. Auch in den Ausführungen unterscheiden sie sich, es gibt welche mit normalem Schnitt, welche mit „High Neck“ oder gar welche mit einem kompletten Halsteil.

Für den Beginn des Winters bietet es sich zunächst an, eine 0 g Decke zu wählen, damit das Pferd zunächst vor Regen und Wind geschützt wird. Sinken die Temperaturen, macht es Sinn eine dickere Decke zu wählen. Wir handhaben es aktuell so, dass wir im Herbst und Frühjahr bei Temperaturen bis Grad die 0 g Decke oder eine nur leicht gefütterte verwenden. Sobald die Temperaturen auf 0 Grad oder kälter sinken, trägt mein Pferd eine 200 g Decke. Wir haben das Model „Buster“ von Premier Equine, mit der Option, ein Halsteil anbringen zu können. Bei Schnee und Minusgraden, ergänze ich die Winterdecke dann um das Halstteil.

Bislang war mein Pferd nicht geschoren, sodass wir so gut durch das Jahr gekommen sind. Wir haben uns aber aktuell aufgrund eines höheren Trainingspensums für eine Teilschur entschieden, sodass ich das Halsteil bei Temperaturen bis 10 Grad dranlassen werde. Sollte der Winter weiter so kalt bleiben und die Temperauren im Minusbereich bleiben, so überlege ich noch eine Decke mit 300 g oder mehr zu kaufen.

Bei Pferden mit einer Vollschur sollte man selbstverständlich schon im Herbst ein gefüttertes Model von 100 g oder 200 g wählen und im Winter dann auf die dickste Stufe wechseln. Natürlich kommt es auch immer noch auf das Pferd selbst und sein Kälteempfinden an.

Grundsätzlich gibt es 3 Stufen von Decken:

-leichte Decken

-mittlere Decken

-schwere Decken

In unserem Kleiderschrank befinden sich bislang nur die ersten beiden Stufen, aber wenn ich einen Blick auf das Thermometer werfe und sehe, dass es bis zu minus 10 Grad werden soll, dann überlege ich noch eine sehr dicke Decke von 300 g oder 400 g zu besorgen.

Neben der Regendecke oder Winterdecke gibt es natürlich auch noch die Abschwitzdecken. Während die Pferde im Sommer einfach in der Sonne trocknen, muss man im Winter einen anderen Weg finden, das nach dem Training geschwitzte Pferd wieder trocken zu bekommen, damit es sich nicht erkältet.

Je nach Bedarf kann man sich für eine Abschwitzdecke mit normalem Schnitt oder eine mit Halsteil entscheiden. Wenn ein Pferd stark schwitzt, bietet es sich an, eine mit Halsteil zu wählen.

Doch auch bei den Abschwitzdecken gibt es Unterschiede. Es gibt Decken aus Fleece oder auch extra Funktionsdecken, aus besonderem Material. Wir hatten bislang immer Fleeceabschwitzdecken und haben dieses Jahr zum ersten Mal eine „Cooler Rug“ von Premier Equine getestet. Durch die besondere Struktur und das Material trocknet sie die Pferde noch besser und schneller. Wir waren positiv überrascht, dass dieses Model mehr Erfolg beim Trocknen bringt.

Für komplett geschorene Pferde empfiehlt es sich beim Warmreiten eine Nierendecke zu verwenden oder beim Ausreiten eine Ausreitdecke. Diese decken nur den hinteren Bereich des Pferdes ab und stören beim Reiten nicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es kein falsche Wetter sondern lediglich falsche Kleidung gibt. Wählt man die Dicke der Decke dem Wetter entsprechend angepasst, so fühlt sich auch das Pferd sehr wohl. Es muss natürlich auch vermieden werden, dass eine zu dicke Decke verwendet wird, ansonsten kann dem Pferd schnell sehr warm werden. Ein Blick auf das Thermometer kann nie schaden.

Amy beim Friseur

6. Februar 2019 at 16:32

Lange habe ich mich gegen den Gedanken gewehrt, dass ich Amy schere. Vor einigen Jahren habe ich mal ganz coole Schermuster im Internet gesehen und überlebt, ob ich meinem Pony nicht auch mal eine nette Frisur verpasse. Da ich aber absolut kein Freund vom Scheren bin, habe ich mich bislang immer dagegen entschieden. Meine Angst irgendetwas kaputt zu machen, bzw. das mein Pony später friert war immer zu groß. Außerdem habe ich bei vielen Leute gesehen, dass sie ihr Pferd scheren, weil es schick aussieht. Grade aber bei diesen Leuten war es absolut nicht notwendig.

Ich bin auch jetzt noch der Meinung, dass sich die Natur etwas bei Winterfell gedacht hat und man wirklich gut Abwegen sollte, ob es denn sein muss. Natürlich kann man das Training in einem gewissen Grad anpassen oder Lösungen wie späteres Umdecken finden, aber nun sind auch wir an einem Punkt, wo ich einfach nicht drum herum komme, Amy zum Friseur zu schicken.

Amy schwitzt bei richtiger Arbeit schon sehr stark und trocknet langsam. In der Regel versuche ich das Training durch Schrittpausen zu entspannen, langes Trockenreiten ist auch selbstverständlich. Nun ist es aber so, dass wir 1-2-mal die Woche zum Auswärtstraining fahren, wo die Haupteinheit nun mal einfach anstrengend für das Pony ist. Da wird nach dem Training dann noch eine Hängerfahrt vor uns haben, ist es einfach doof, wenn sie ganz nass ist.

Nun habe ich wirklich lange drüber nachgedacht und komme zu dem Entschluss, dass Amy einen neuen Haarschnitt braucht. Neben meiner Seite der Abneigung gegen das Scheren, hat meine andere Seite sich natürlich gefreut und ich habe angefangen nach einem geeignet Schermuster zu suchen.

Geplant habe ich zunächst möglich wenig Fell wegzunehmen und bei Bedarf die Fläche zu vergrößern. Wichtig ist mir aber, dass Sattel- und Gurtlage bestehen bleiben, um Druckstellen zu vermeiden. Nun hatte ich einige Ideen für die Umsetzung, aber da ich um mein Feingefühl weiß, durfte das Schermuster natürlich nicht zu anspruchsvoll sein.

Nachdem ich meine Ideen für ein Schermuster zusammengetragen hatte, musste ich mich mit der Thematik der richtigen Schermaschine beschäftigen. Zunächst habe ich mir auf der Homepage von „horizont“ umgesehen, um einen Überblick über verschieden Produkte zu erhalten.

Das Unternehmen bietet viele verschiedene Produkte rund um Tierhaltung und den Reitsport an. Durch die übersichtliche Darstellung bin ich schnell fündig geworden und konnte die Funktionen und Leistungsfähigkeit einzelner Schermaschinen in Erfahrung bringen.

„horizont“ hat Produkte für verschiedene Ansprüche und unterschiedliche Budgets. Für mich war bei der Suche nach der für uns am besten geeigneten Schermaschine schnell klar, dass es nicht unbedingt das High-End Produkt werden muss. 

Für Amy hatte ich keine Vollschur vorgesehen, insofern sollte uns ja ein Produkt in einer niedrigeren Preisklasse ausreichen. Zunächst habe ich zwischen einer kleineren und einer mittleren Schermaschine geschwankt, da ich etwas unsicher war, welche meinen Ansprüchen am ehesten gerecht werden würde.

Ich entschied mich dafür ein Beratungsgespräch mit dem Team von „horizont“ in Anspruch zu nehmen. Die Beratung war super, nachdem ich meine Wünsche geäußert habe, wurden mit mir zusammen die Vor- und Nachteile der verschieden Schermaschinen abgewogen, sodass ich mich am Ende für die mittelklassige Maschine „Star“ von der Firma Wahl entschieden habe.

Ich möchte an dieser Stelle schon mal vorwegnehmen, das ich mit der Beratung sehr zufrieden bin und die richtige Schermaschine für uns finden konnte. Da bei mir auch eine Unsicherheit  herrschte, ob ich meine Detailideen für die Schur umsetzen kann, wurde mir Vorgeschlagen doch hierfür einfach einen kleinen Trimmer dazu zunehmen. Zunächst hatte ich ja überlegt meinem Freund den Nasenhaartrimmer zu klauen, aber dank der guten Beratung des Teams von „horizont“ habe ich gesehen, dass es solch ein Produkt auch für direkt für Tiere gibt.

Nachdem nun meine Entscheidung für eine Bestellung gefallen war, gab ich diese auf. In letzter Zeit habe ich auf manche Einkäufe sehr lange warten müssen, nicht aber bei dieser Bestellung.  Mein Paket kam sehr schnell bei mir an. Montag bestellt und Mittwoch kam dann das Paket an.

Nun stand noch die Frage im Raum: Was wird Amy zu der Schermaschine wohl sagen?!

Die Wahl der Schermaschine „Star“ und auch der „Pico“ fiel natürlich auf die Farbe Pink. Ich denke, dies benötigt keiner weiteren Erläuterung. Für das Prinzessinnenteam kommt natürlich nur solch eine schicke  Farbe in Betracht.

Nach dem Öffnen des Pakets habe ich die Schermaschine und den kleinen Trimmer erstmal genau inspiziert und angeschaut. Die Ware war extra in Luftpolsterfolie verpackt, sodass sie auf dem Transport gut geschützt ist. Nachdem ich mit der Luftpolsterfolie gespielt habe, ging es dann am Folgetag in den Stall.

Zunächst habe ich Amy erstmal den kleinen Trimmer gezeigt, dann die Schermaschine. So lange die Geräte ausgeschaltet waren, fand Amy sie zwar merkwürdig, aber nicht weiter schlimm.

Als ich dann den Trimmer eingeschaltet habe, hat sie große Augen gemacht. Frontal auf das Pony zu gehen, hat nicht so gut geklappt, da sie dann rückwärts gegangen ist. Als ich allerdings von der Seite auf sie zugekommen bin, war das ganze Thema kein Problem. Amy war wirklich brav, ganz so brav hätte ich sie gar nicht erwartet.

Am Samstag stand dann der Termin zum Scheren fest. Zunächst haben wir mit der Schermaschine „Star“ die großen Flächen an Hals und Po geschoren. Die Schermaschine war super leicht zu bedienen. Zunächst muss man etwas Öl auf das Scherblatt machen und sie einmal kurz einschalten, damit es sich gut verteilt. Dann konnte die Arbeit auch schon beginnen und die Schermaschine hat sich ihren Weg durch Amys dickes Fell gesucht. Es hat mir unglaublich Spaß gemacht, denn Scheren ist eine Arbeit, bei der man direkt ein Ergebnis sieht. Ich war fasziniert, wie einfach das Ganze von statten ging. Schermaschine ansetzen, gegen die Wuchsrichtung ohne großen Druck oder Krafteinsatz nach oben streichen, weg war das dicke Winterfell.

Aufgrund der dicke von Amys Fell hatte ich zunächst die Befürchtung, die Schermaschine könnte der Fellmasse nicht gewachsen sein, aber die ging durch den Pelz wie durch Butter. Die großen Flächen waren innerhalb weniger Minuten fertig.

Ursprünglich wollte ich nach einem Model ohne Kabel schauen. Nun hat die „Star“ eine permanente Stromversorgung und es hat mich gar nicht beeinträchtigt. Das Kabel ist sehr lang und flexibel und mit Gummi überzogen. Wir haben kein Verlängerungskabel benötigt und kamen super an jede Stelle des Pferdes. Beim Austausch mit einer anderen Einstellerin habe ich erfahren, dass ihre akkubetriebene Schermaschine sehr viel schneller warm wird, als meine mit permanenter Stromversorgung. Insofern denke ich, dass wir hier keine falsche Entscheidung getroffen haben. Ist im Stall natürlich kein Stromanschluss vorhanden, wird man hier auf eine mit Akkubetrieb zurückgreifen müssen.

Amy ist auch einmal auf das Kabel drauf getreten, was dem Kabel aber nichts ausgemacht hat. Natürlich sollte dies vermieden werden, aber grade bei Tieren kann es immer mal passieren, dass sie auf ein Kabel drauf treten.

Da dies unsere erste Schur war, habe ich vorher im Internet nachgelesen, worauf man alles achten muss. Ich hatte bedenken, dass das Scherblatt schnell heiß werden könnte und habe regelmäßig gefühlt wie warm es wurde. Wir haben ja nur eine Teilschur umgesetzt und hier sind wir ohne größere Pausen zum Abkühlen ausgekommen. Es hat die 1-2 minütige Beratungszeit, wo genau wir noch etwas wegscheren wollen ausgereicht, dass das Scherblatt wieder angenehm kalt war. Ich vermute, dass man auch bei einer Vollschur keine sehr langen Pausen machen muss, dass der Kopf der Schermaschine gut belüftet ist und dafür sorgt, dass sich das Scherblatt nicht zu sehr aufheizt.

Das eigentliche Scheren war absolut unkompliziert. Die Maschine liegt gut in der Hand und lässt sich problemlos durch das Fell manövrieren. Für den Feinschliff hat sich die große Schermaschine natürlich nicht so gut geeignet, hier haben wir den Trimmer „Pico“ zur Hand genommen.

Nachdem ich vor einigen Wochen ein Pummeleinhorn auf einem anderen Pferdepopo gesehen hatte, wollte ich auch eins aus Amys. Netter weise, hat sich die Besitzerin angeboten uns bei der Detailschur zu helfen. Nachdem das Scheren der großen Flächen so super schnell ging und wir damit in ca. 15 Minuten fertig gewesen sind, hat die Arbeit an dem Detail auf dem Po mehrere Stunden gedauert. Amy hat eben sehr dickes Fell und das Pummeleinhorn viele Details.

Für die nächsten Jahre habe ich schon beschlossen, dass wir dort etwas Einfacheres als Highlight wählen, wie z.B. ein Herz. Der Trimmer hat sich aber bei der kleinen Detailarbeit sehr bewährt, denn es ist auch möglich kleine Figuren zu rasieren. Der Trimmer ist federleicht, sodass er sich ganz flexibel einsetzen lässt. Der Trimmer eignet sich besonders für alle engen und schwerer zu erreichenden Stellen, wie Ohren oder eben feinere Muster. Bei Amys dickem Fell hatte er manchmal etwas Mühe, sich seinen Weg zu bahnen, aber da er recht klein ist und die Fellmenge sehr groß, ist dies auch verständlich.

Nachdem wir fertig waren, mussten Schermaschine und Trimmer noch gereinigt werden. Hierzu ist es nur notwendig die Haare mit einem kleinen Pinsel abzubürsten.

Mit dem Ergebnis am Ende war ich sehr zufrieden. Amy hat nun weniger Fell und die darauffolgende Trainingseinheit hat den Erfolg bestätigt. Amy hat deutlich weniger geschwitzt und ist somit auch schneller trocken gewesen.

Der Regenschirm fürs Pferd

1. Februar 2019 at 05:30

Zugegeben: Die Vorstellung, dass unsere Pferde mit einem Regenschirm auf der Weide stehen, ist schon recht lustig. In der Praxis gestaltet sich das Ganze natürlich schwierig und so ist es einfacher, wenn die Pferde bei nassem Wetter Regendecken tragen.

Nachdem ich seit einigen Wochen die gefütterte 200 g Decke „Buster Turnout Rug“ von Premier Equine in Benutzung habe und mich diese komplett überzeugt, wollte ich auch unbedingt noch eine ungefütterte Regendecke von Premier Equine haben. Die Passform und Qualität der Decken sind einfach super und so habe ich mir die 0g Decke „Buster Hardy Half Neck Turnout Rug“ ausgesucht.

Nach der gewohnt schnellen Lieferzeit von 2-3 Tagen, kam das gute Stück aus England bei uns an. Geliefert wurde die Decke natürlich auch wieder in einer praktischen Tasche. Dort lässt sich die Decke Lagern und auch einfach Transportieren.

Beim Auspacken habe ich festgestellt, dass die Decke in echt noch schicker ist, als auf den Bildern. Farblich gefällt mir navy generell an Amy sehr gut und so passt die Decke hervorangedn in unseren Kleiderschrank. Das besondere an der Buster Hardy half neck, ist aber das Abgenähte. Logo und Nähte sind in rot und royalblau gefasst und das macht die Decke optisch besonders schick.

Auf dem Logo der Bauchgurte befindet sich auch nochmal die Füllmenge der Decke. Während bei dieser hier die 0 g vermerkt sind, so findet man auf meiner Winterdecke die 200 g. Somit kann man auch immer nochmal schnell nachschauen, wie dick die Decke ist, die das Pferd grade trägt.

Die Kreuzgurte unterm Bauch lassen sich stufenlos einstellen, sodass auch jeder Pferdebauch in die Decke hereinpasst.

An Brust und Hintern sind Reflexionsstreifen angebracht, welche Licht gut reflektieren, sodass man das Pferd auch bei Dunkelheit erkennt.

Neben den stabilen Brustverschlüssen befindet sich vorne auch noch ein Klettverschluss, welcher zusätzlich für guten Halt sorgt.

Wie auch meine Winterdecke verfügt diese über Beinschlaufen und eine weitere Schlaufe, für hinten. Somit hat die Decke einen sehr guten Halt, auch wenn das Pferd auf der Weide galoppiert oder sich mal wälzt. Der Riemen für hinten ist mit einem extra Gummiüberzug versehen, sodass er auch dann gut zu reinigen ist, wenn das Pferd auf den Riemen äppelt.

Außerdem finde ich den langen Schweiflatz toll, so ist auch der Hintern gut vor Regen geschützt. Hier hat Premier Equine auch ebenfalls etwas Cleveres überlegt. Der Schleiflatz verfügt über eine weitere Schlaufe, durch welche man den Schweif zieht. Hebt das Pferd nun den Schweif beim Äppeln, so hebt sich auch der Schweiflatz mit an und bleibt sauber.

Die Decke ist einfach super toll verarbeitet und passt dem Pferd sehr gut. Mir gefällt an diesem Model der hohe Kragen sehr gut, da es jetzt im Winter ja nicht nur oft regnet, sondern auch stürmisch ist und durch den Kragen ist das Pferd noch besser geschützt.

Je nach Temperatur passe ich die Decke den Bedürfnissen meines Pferdes an.

Wie trockne ich mein Pferd nach dem Reiten?

29. Januar 2019 at 05:29

Grundsätzlich finde ich es am schönsten, wenn die Pferde ihr Winterfell behalten können und nicht geschoren werden müssen. Leider lässt sich dies nicht immer verhindern, sorgt aber dafür, dass das Pferd weniger schwitzt.

Aktuell ist Amy nicht geschoren, also ist es immer eine Herausforderung ihr Fell nach dem Reiten wieder trocken zu bekommen. Sofern sich die Reiteinheit frei gestalten lässt, schaue ich immer, dass es viele Schrittpausen zur Erholung gibt. Da man aber in einer Unterrichtsstunde mehr arbeitet, lässt sich auch das stärkere Schwitzen nicht vermeiden.

Aktuell ist Amy nicht geschoren, also ist es immer eine Herausforderung ihr Fell nach dem Reiten wieder trocken zu bekommen. Sofern sich die Reiteinheit frei gestalten lässt, schaue ich immer, dass es viele Schrittpausen zur Erholung gibt. Da man aber in einer Unterrichtsstunde mehr arbeitet, lässt sich auch das stärkere Schwitzen nicht vermeiden.

Das Pferd nach dem Reiten zum Trocknen unters Solarium zu stellen, ist mit Sicherheit nicht allen möglich. Für mich persönlich kommt diese Methode nicht in Betracht, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es gesund ist, dass Pferd, welches einer Umgebungstemperatur von minus 2 Grad ausgesetzt ist, kurzfristig so künstlich zu erwärmen und anschließend wieder in die Kälte zu stellen.  

Sofern es der zeitliche Rahmen zulässt, stelle ich mein Pferd mit Abschwitzdecke in die Box und bitte eine Freundin mein Pferd später um zudecken. Da wir aber aktuell auch abends zum Training fahren, besteht diese Möglichkeit nicht. Mein Pferd sollte möglichst trocken sein, bevor ich den Stall verlasse.

In unserem Fall kommt noch hinzu, dass wir nach dem Training noch eine Hängerfahrt nach Hause haben und so habe ich mich nach einer neuen Abschwitzdecke umgesehen. Bislang hatten wir immer nur normale Fleecedecken, nachdem ich aber davon gehört habe, dass es Decken aus anderem Material geben soll, die schneller trocknen, wurde ich neugierig.

Neben einer besseren Abschwitzfunktion sollte meine neue Decke aber auch ein Halsteil haben, weil Amy grade dort sehr nass ist. Da ich von der Qualität und Passform meiner Premier Equine Winterdecke so begeistert bin, habe ich dort nach einer neuen Abschwitzdecke geschaut. Neben normalen Fleecedecken gibt es dort eben auch eine Abschwitzdecke, die aufgrund ihres Materials besser abschwitzen soll. Die Entscheidung stand schnell fest, wir wollten die „Combo Dry-Tech Horse“ testen.

Bei dieser Abschwitzdecke handelt es sich um ein Modell mit Halsteil, sie ist aber auch grundsätzlich ohne zu erhalten. Die Decke besteht nicht aus klassischem Fleece, sondern aus einer speziellen Schicht aus Lagen.

Die Decke hat eine feine Steppung, das Muster ähnelt einer Waffel. Von außen ist die Decke in einem schlichten Navy gehalten, die Inneseite hingegen ist knallrot. Das besondere an der Steppung ist, dass sie dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit besser vom Fell des Pferdes nach Außen transportier wird.

Die Passform der Decke überzeugt mich total. Sie ist anatomisch geschnitten und liegt sehr eng an, sodass sie ihre Funktion gut entfalten kann. Amy sieht in der Decke zudem sehr schlank aus, was natürlich eigentlich keine Rolle spielt. Das Halsteil ist auch für Pferde mit einem sehr langen Hals geeignet. In unserem Fall können wir sogar die oberste Schnalle auflassen, da Amys Hals sehr kurz ist. Dies ist aber überhaupt kein Problem, das etwas zu lange Stück lässt sich einfach umschlagen oder steht nach vorne über. Durch das Überstehen, hat die Decke Kontakt mit Ohren, welche somit auch schneller trocknen. Aber ob man den zu langen Teil überstehen lässt oder umschlägt, bleibt ja jedem selbst überlassen. Bei Pferden mit längerem Hals wird das Halsteil perfekt passen.

Die Decke hat zwei stabile Metallverschlüsse an der Brust, was mit gut gefällt. Viele Abschwitzdecken haben vorne einen schlechten Verschluss. Die „Combo Dry-Tech“ hat zusätzlich auch ein sehr starkes Klett an der Brust. Ich bin auch bei dieser Decke von Premier Equine wieder total von der Stabilität und Qualität der Verarbeitung überzeugt.

Durch die Brustgurte und den Riemen unterm Schweif, kann man das Pferd auch unbeaufsichtigt in die Box stellen, da die Decke nicht verrutschen kann.

Ich habe liebevoll den Witz gemacht, dass Amy nun einen neuen Pyjama hat.

Die Decke kam bei uns nach einem anstrengenden Training das erste Mal zum Einsatz. Amy war sehr nass und musste noch bis nach Hause auf dem Hänger stehen. Während ich in den Wochen davor ein Pferd in nasser Decke vom Hänger geholt habe, war Amy diese Woche tatsächlich fast trocken. Die Decke selbst war nicht komplett nass und auch das Pony war trockener, als mit einer normalen Decke.

Auch nach den nächsten Trainingseinheiten hat sich mein erster Eindruck bestätigt und das Pony trocknet tatsächlich besser. Die Decke ist natürlich kein Zauberumhang, wo das Pferd nach 10 Minuten ganz trocken ist, aber es ist in vergleichbarer Zeit eben trockenerer.

Zudem trocknet die Decke selbst auch besser, als eine Fleecedecke. Aufgrund des feuchten Wetters die letzten Wochen, hatte ich im Stall oft Probleme, dass meine Abschwitzdecken nicht mehr richtig getrocknet sind. Mit der neuen Decke, war dies besser.

Außerdem habe passt die Decke sehr gut zu unseren Transportgamaschen.

Kleiner Rückblick

26. Januar 2019 at 16:26

Nicht nur auf das letzte Jahr, sondern auf unseren gemeinsamen Anfang. Vor ein paar Tagen hat Carina angefangen mir mal ein paar alte Bilder und Videos zu schicken und ich musste echt schmunzeln. Wir waren jung und wild. Was mir tatsächlich sehr fehlt, ist die Leichtigkeit, mit der man in jüngeren Jahren durch das Leben geht. Man hat weniger Verantwortung, mehr Freizeit und malt sich bei vielen Dingen noch keine Horrorszenarien aus.

In meiner Jugend habe ich einfach viel Zeit mit meinen Freunden am Stall verbracht, das ist so heute gar nicht mehr möglich. Wir alle haben einen Job, Partner und andere Verpflichtungen. Mir fehlt die Zeit in der wir am Stall im Schnee gespielt haben, Inliner fahren waren und solche Dinge. Aber ich denke jede Zeit hat seine Vor- und Nachteile.

Dennoch finde ich es sehr interessant alte Bilder und Videos zu betrachten und zu sehen, dass wir uns einfach entwickelt haben. Amy hat es mir nicht immer sehr leicht gemacht und ich war bestimmt auch nicht die begabteste Pferdemama, aber wir haben unseren Weg gemeistert.

Ich bin sehr froh Erinnerungen an unseren Anfang zu haben und nun betrachten zu können, dass wir zusammen gewachsen sind.

Wenn ich an die ersten Springversuche denke, die ersten Versuche alleine spazieren zu gehen oder noch weiter zurück: Der Moment an dem ich das erste Mal auf Amy saß!

Von der ersten Zeit gibt es keine Bilder oder Videos, da ich mich in Amy verliebt hatte und ich dachte, unsere Wege trennen sich bestimmt eh, dann brauche ich auch keine Bilder. Nun bereue ich es, dass wir die ersten Momente unterm Sattel nie festgehalten haben. In meinem Kopf sehe ich aber diesen Moment noch genau vor mir: Pony streckt alle 4 Beine zur Seite und fragt sich, was dieser große Klumpen denn auf ihrem Rücken zu suchen hat. Die ersten Schritte waren so vorsichtig, unausbalanciert und brav.

In den ersten Reiteinheiten bin ich nur Schritt geritten, später kam der Trab dazu. Der erste Galopp an der Longe, der erste freie Galopp, wir haben uns gesteigert. Die erste Minirunde ausreiten, alleine Spazieren gehen oder das erste Mal Bandagieren. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wie sie mich beim Einsprühen mit Fliegenspray über den Hof gezogen hat oder sogar gestiegen ist, heute ist das alles kein Problem.

Rückblickend betrachtet hat Amy bei so ziemlich allem irgendwann mal ihre Grenze getestet. Egal ob Hufe desinfizieren, wo wir fast zusammen auf der Stallgasse lagen, weil auch ich den Huf nicht losgelassen habe oder Abspritzen, Einsprühen oder etwas in die Richtung, ich bin schon mehr als einmal verzweifelt.

Heute bekommen wir so ziemlich alles hin, mit kleinen Diskussionen und ein wenig Überredungskunst, aber im Großen und Ganzen sind wir ein Team geworden.

Es gab eine Zeit, da hat Amy sich bestimmt jede 2. Woche einmal beim Putzen losgerissen. Es gab Spaziergänge in denen ich wirklich Angst hatte, Amy könnte mich umrennen oder sich losreißen und abhauen.

Ich könnte noch ewig weiter darüber nachdenken, dass bei uns schon alles schief gelaufen ist, bin aber zusammenfassend froh, dass wir fast allen in den Griff bekommen haben. Die einzige ewig währende Baustelle ist noch das Verladen. Es ist ein auf und ab, aber ohne Sorge funktioniert es nie.

Wer weiß, vielleicht kann ich ja in 2 Jahren berichten, dass Amy freiwillig in den Hänger rennt 🙂

Happy New Year 2019

3. Januar 2019 at 05:11

Wir wünschen euch einen guten Start ins neue Jahr! Nachdem es im Dezember hier etwas ruhiger war, starten wir nun wieder motiviert in das Jahr 2019. Gute Vorsätze haben wir keine, aber einige Wünsche und Hoffnungen für dieses Jahr. Ich bin sehr gespannt, was wir alles erleben werden.

Die Pferdewaage war da

10. Dezember 2018 at 14:46

Am Samstag hatten wir Besuch von der Pferdewaage. Es war Amys 3. Mal auf der Waage und ich war gespannt, wie viel sie dieses Jahr wohl wiegen wird. Leider hatten wir am alten Stall nie die Möglichkeit das Pferd einmal zu wiegen, da kein Interesse bestand und für nur ein Tier, hat es sich einfach nicht gelohnt. Nun bin ich aber froh, dass die Waage jetzt einmal im Jahr zum Stall kommt. Ich finde es sehr interessant zu wissen, wie viel mein Pferd wiegt.

Das Gewicht ist grade bei der Gabe von Medikamenten oder der Wurmkur relevant. Im ersten Jahr hatte Amy 499 kg gewogen und ich fand es lustig, dass sie noch grade so unter den 500 kg geblieben war. Im letzten Jahr kam Amy auf 479 kg, was mich ein wenig gewundert hat. Wir achten ja grundsätzlich immer auf die Ernährung. Neben Heu bekommt Amy eigentlich nur morgens und abends eine Hand voll Kraftfutter, damit sie nicht zuschauen muss, wenn die anderen gefüttert werden. Dies wird durch eine kleine Portion Faser Light Müsli ggf. mal mit einem Möhrchen nach der Arbeit ergänzt. Amy steht nur auf Einstreu und die ersten Wochen auf der Wiese verbringt Amy immer mit Fressbremse.

In der Regel wird sie außerdem täglich bewegt. Natürlich wird sie nicht jeden Tag nur geritten, sondern auch mal longiert oder Bodenarbeit gemacht. Grundsätzlich bin ich mit ihrer Figur auch sehr zufrieden. Aufgrund ihrer Leichtfuttrigkeit müssen wir nur immer ein Auge drauf haben.

Nun hatte ich die letzten Wochen das Gefühl, dass Amy sehr gut aussieht, doch je näher der Samstag rückte, desto pummeliger kam mir das Pony vor. Auch wenn es nur eine Zahl ist, war ich schon gespannt, was die Waage sagt.

Amy wiegt aktuell 506 kg! Ein wenig geschockt war ich schon, schließlich haben wir die 500 kg geknackt. Dennoch ist es ja wie beim Menschen, das Gewicht allein sagt ja nicht alles aus. So lange Amys Anteil an Muskeln überwiegt und sie keine Fettpolster hat, ist die Zahl auf der Waage ja zweitrangig.

 

Es ist Kuscheldeckenzeit

26. November 2018 at 15:46

Der Sommer ist nun endgültig vorbei und die Temperaturen liegen kontinuierlich unter 10 Grad. Der Blick auf den Wetterbericht hat auch schon gezeigt, dass es in den nächsten Tagen die ersten frostigen Nächte geben wird. Da Amys Rücken grade bei Regen sehr verspannt ist, trägt Amy jetzt wieder eine Regendecke.

Nachdem das Wetter ja in den letzten Jahren immer extremer geworden ist und schon der Sommer unerträglich heiß war, befürchte ich ähnliches für den Winter. Da es nun immer öfter regnet und die Temperaturen so kalt sind, habe ich mich auf die Suche nach einer neuen, gefütterten Winterdecke für die Ponydame gemacht. Grade weil es vor allem nachts jetzt immer frischer ist, sollte die Decke auf jeden Fall auch ein Halsteil haben. Unsere Pferde kommen das ganze Jahr über auf die Weide, insofern wollte ich eine gut schützende Decke. Unser Stall liegt oben auf einem Berg, wo es immer sehr windig ist, da soll das Pferd ja vor allen Wetterlagen geschützt sein. Außerdem hat Amy eine Paddockbox und kann nachts draußen stehen, was sie gerne wahrnimmt.

Da wir schon mit vielen anderen Produkten von Premier Equine gute Erfahrungen gemacht haben, fiel die Wahl bei der neuen Winterdecke auf ein Model von PE. Die englischen Größen sind allerdings etwas anders als bei deutschen Reitsportläden. Zunächst war ich etwas verwirrt, für welche Größe wir uns entscheiden müssen. Zum Glück gibt es auf der Homepage eine super Anleitung und Größentabelle. Man muss das Pferd in zwei Schritten vermessen:

Schritt 1: Größe des Pferdes ermitteln

Hierzu misst man die Höhe des Widerrists vom höchsten Punkt, bis zum Boden. Amy ist 1,50 Meter groß.

Schritt 2: Länge des Pferdes ermitteln

Hierzu misst man die Länge des Pferdes von der Brustmitte, bis zum Ende des Hinterbeins.

Ein Blick in die Tabelle hat mit dann gezeigt, dass wir die Decke in Größe „5,9“ benötigen. Nach der Bestellung hatte ich ein wenig Angst, ich könnte mich vermessen haben und Amy muss entweder ein Kleid tragen oder die Decke geht nachher nicht zu. Die Sorge war aber vollkommen unbegründet, denn als ich die Decke das erste Mal auf das Pferd gelegt habe, sah ich wie toll sie sitzt.

Die Passform der Decke ist spitze! Sie sitzt wirklich richtig gut und passt wie angegossen. Das schöne ist eben, dass es nicht nur die deutschen Standartmaße gibt, sondern eben auch viele Zwischengrößen, sodass man für fast jedes Pferd die passende Decke findet.

Die Decke hat an der Brust einen Klettverschluss, über dem auch noch 2 Schnallen angebracht sind. Unterm Bauch wird die Decke wie gewohnt mit 2 Bauchgurten verschlossen. Außerdem verfügt sie auch über Beinschlaufen, welche für Pferde die sich gerne mal wälzen besonders sinnvoll sind, da die Decke so noch besser auf dem Pferd hält.

Der Schweifriemen ist mit einem Gummischoner überzogen. Es ist die erste Decke, wo ich dies gesehen habe und ich finde die Idee richtig gut. In der Regel hat man ja immer Rückstände von Pferdekot an dem Band, was beim Öffnen und Schließen nicht so schön ist. Bei dieser Decke lässt sich der Riemen aber durch den Schoner super leicht mit einem Tuch abwischen, wenn er mal verunreinigt ist.

Alle Riemen lassen sich problemlos auf die individuelle Größe des Pferdes anpassen. Sollte Amy also noch einen kleinen Speckbauch bekommen, können wir die Kreuzgurte einfach etwas weiter machen.

Optisch ist die Decke einfach ein absoluter Hingucker. Lila ist meine Lieblingsfarbe und ich freue mich sehr, dass Amy nun auch eine Decke in lila hat. Durch die abgesetzten Nähte, wirkt die Decke noch edler. Besonders gut finde ich auch die reflektierenden Streifen, da das Pferd so auch in der Dunkelheit gut sichtbar ist.

Die Decke ist absolut hochwertig verarbeitet. Sie ist wasserabweisend und lässt auch kalten Wind nicht an das Pferd.

Optional kann die Decke auch als Version mit Halsteil bestellt werden. Sollten die Temperaturen also weiter sinken, kann die Decke einfach um das Halsteil ergänzt werden. Dieses wird auf beiden Seiten mit Doppelklettband an der Decke befestigt. Dadurch, dass das Klett doppelt ist, hält das Halsteil auch, wenn das Pferd sich mehr bewegt, tobt oder sich auch mal wälzt. Damit der Pferdehals warm bleibt, verschließt man das Halsteil vorne mit 3 Klettbändern.

Ich glaube jeder Reiter kennt die Angst, dass Pferd könnte frieren. Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Natur die Tiere mit dem Winterfell gut vor Kälte schützt, gibt es eben auch Pferde die eine Decke benötigen. Die 200g Winterdecke von Premier Equine ist ihre Anschaffung auf jeden Fall wert.

Amy wirkt mit der dickeren Decke absolut zufrieden und ihr Rücken ist viel entspannter, weil er einfach nicht so auskühlt. Wenn wir jetzt auf den Wetterbericht schauen, dann sind wir ganz entspannt, denn Amy ist für die kalten Tage bestens gerüstet. Wir überlegen jetzt noch eine zweite Decke zum Wechseln zu besorgen, falls der Winter doch nasser und kälter wird, als wir befürchten.

Wir haben das Model „Buster“.