Was mir an einer Reitstunde besonders gefällt

4. Mai 2017 at 05:43

Hallo Zauberponys,

kennt ihr das? Ihr steht auf der Wiese und eure Mama kommt motiviert und in stylischen Reitklamotten auf das Tor zu? Ne ich auch nicht. Meisten schlurft sie in einem Outfit, das einem modischen Fehltritt gleicht, in Richtung Wiese. Spaß beiseite. Es gibt diese Tage, wo man genau weiß: Heute wird geritten. Ich sehe es da als meine Pflicht, mich vor der Reitstunde noch einmal so richtig im Schlamm zu wälzen, damit ich meiner Mama auch die Chance gebe, sich beim Putzen schon mal richtig aufzuwärmen.

Wichtig ist natürlich auch mein Verhalten beim Putzen. Wenn es im Winter kalt ist und meine Mama eh schon leicht nervös wirkt, da ich ja schließlich wild sein könnte, ist es sinnvoll schon beim Putzen richtig rum zu hampeln. Dies sorgt direkt für einen großen Motivationsschub. Umgekehrt ist es Sommer. Sobald es richtig warm ist und du merkst, dass deine Mama auch keine richtige Lust hat, solltest du beim Putzen am besten einschlafen. Was gibt es schöneres als ein unmotiviertes Pferd, wenn der Reiter sich eh schon zum Reiten zwingen muss.

Am Weg zum Reitplatz wächst meistens etwas Fressbares am Wegesrand. Ich warte immer bis Mama sich grade die Handschuhe anzieht um die Gunst der Stunde zu nutzen und zu versuchen einen Abstecher ins Grüne zu machen. Ist nichts in der Nähe würd ich aber auf jeden Fall versuchen, auf entgegenkommende Menschen zu zu rennen, wer weiß ob die nicht einen Keks in der Tasche haben.

Ist man am Platz angekommen, beginnt der eigentliche Spaß. Während ich beim Warmreiten meistens in Ruhe gelassen werde und vor mich hin trotte, möchte Mama doch irgendwann tatsächlich von mir, dass ich anfangen zu arbeiten. Es gibt Tage, da habe ich auch wirklich Lust und versuche es meine Mama recht zu machen. Ich achte ganz fein auf ihre Hilfen und wir arbeiten toll zusammen. Doch es gibt eben auch diese Tage, an denen ich einfach keine Lust habe.

Es gibt so ein großes Repertoire an Dingen die ich nun tun kann, um mich vor der Arbeit zu drücken und meine Mama zu ärgern, aber das wisst ihr ja selbst. Da ich aber gerne eine Belohnung nach dem Reiten erhalte, versuche ich mich meistens doch kooperativ zu zeigen.

Und wo wir grade bei dem Thema Belohnung sind, am Reiten gefällt mir einfach immer noch am besten, dass es danach etwas zu essen gibt. Denkt jetzt bitte nicht, ich sei verfressen, aber so ein bisschen was zum Naschen finde ich schon klasse.

Eure Amy