Wie ich zum Ponymodel wurde

26. April 2017 at 05:57

Hallo Zauberponys!

Puh, wo fange ich nur an. Mittlerweile bin ich ja schon einige Jahre im Showbusiness und genieße mein Leben als Model. Angefangen hat alles mit einer einzigen farbigen Schabracke. Die Tante, die häufig kam, um etwas mit mir zu unternehmen stand plötzlich mit einem bunten Lappen in der Hand da. Das Ganze war mir etwas suspekt, denn schließlich trug keiner meiner Freunde etwas Buntes. Nunja, die eine Reitstunde mit dem Dingen war wenig spektakulär, schlimmer wurde es erst, als wenige Wochen später eine anders farbige Schabracke mit passenden Bandagen angeschleppt wurde.

Iiiiiiiiiigitt! Da war etwas an meinen Beinen. Ich zappelte die ganze Zeit rum, während die Tante genervt versucht hat, meine Beine mit den Dingern einzuwickeln. Da hatte ich aber mal so gar keine Lust drauf. Sobald sie ein Bein berührte, hob ich es ganz schnell an. Wenn ich aufgefordert wurde es abzustellen, tat ich dies auch irgendwann, drehte mich dann aber ganz schnell zur anderen Seite. Sobald sie wieder an meinem Bein war, zog ich es erneut weg. Das hat mir doch eigentlich echt viel Spaß gemacht, witziges Spiel.

Nach einigen Runden, die ich alle erfolgreich gewonnen hatte, holte sie dann ihre Freundin zum Mitspielen. Die Freundin schnappte sich eins meiner Beine und die Tante begann ein anderes einzuwickeln. Gemeinheit! Auf drei Beinen gestaltete sich das Gezappel für mich doch recht schwierig und so habe ich beschlossen, den beiden ihren Spaß zu gönnen und die Stofffetzen an meine Beine zu wickeln.

Die ersten Schritte im kompletten Outfit fühlten sich komisch an, zum einen waren alle Blicke auf mich gerichtet und zum anderen fühlten sich meine Beine ganz komisch an. Und dann war da dieses Grinsen in den Augen der Tante: Ich ahnte, dass dies der Anfang vom Ende sein würde…

Komischerweise ging es nicht direkt auf den Reitplatz, sondern zu einem Baum. Die Freundin von der Tante hielt ein Gerät in der Hand und richtete es auf mich und die Tante, was das nun wieder sollte?! Ich guckte irgendwo durch die Gegend, hampelte rum und wollte dann doch ganz gerne die Reitstunde hinter mich bringen. Doch ich sollte still stehen und schön gucken, natürlich auch noch in die Richtung des Gerätes. Ein umgefallener Sack Reis in China hat mich da doch eindeutig mehr interessiert.

Beim Reiten wurde das Ganze nicht besser, die Freundin verfolgte uns mit dem Gerät über den Platz. Was war ich an dem Abend froh, endlich wieder im Bett zu sein. Die Tante zeigte mir allerdings einige Tage später die „Fotos“ und ich muss sagen, verdammt geile Schnitte, da in diesem schicken Set!

Nach dem Tag, als die dauernd nervende Tante dann zu meiner Mama wurde, ging der ganze Spaß erst richtig los. Ich kann euch gar nicht sagen, in wie vielen Farben es diese Sets alle gibt. Allerdings sehe ich in jedem einfach unfassbar schick aus.

Heute freue ich mich immer, wenn ein tolles neues Outfit den Stall bezieht. Ich stehe meistens ruhig vor der Kamera und schaue mit gespitzten Öhrchen hinein. Egal ob beim Reiten oder Standbildern, ich weiß genau, wo die Kamera ist. Mir macht es einfach unheimlich Spaß, im Mittelpunkt zu stehen.

Eure Amy