10 Arten von Reitern (Part 1)

9. März 2017 at 17:49

1) Der Markensuchti
Geht der Markensuchti auf die Messe,
bekommt er schnell mal eine auf die Fresse.
Geprügelt wird sich um die guten Dinge,
da zieht man besser seinen Kopf aus der Schlinge.
Ist die neue Kollektion auch noch so schlicht,
sie wird gekauft, ob mans braucht oder nicht.
Aber wer genug Kohle hat,
der hat die doofe Schnäppchenjagd sowieso satt.
Hauptsache es steht eine Marke drauf,
es ist ja schließlich nicht egal, womit ich am Stall rumlauf.

2) Die Verwöhnte
30 Schabracken, 5 Trensen und 40 Decken sind nicht genug,
sieht man etwas Neues, ist Papis Kreditkarte am Zug.
Alles haben und nichts dafür tun,
dafür aber genug Zeit, um sich auf dem Geld auszuruhn.
Stall wird gemistet, Sache hintergetragen und Pferd geputzt,
da werden die Eltern schnell mal ausgenutzt.
Läuft etwas nicht wie geplant, wird geweint,
bis Mama flott mit etwas Teurem erscheint.

3) Der Internetstar
Was das Pferd gerne möchte ist Nebensache,
viel wichtiger ist, ob ich auf jedem Bild auch lache.
Raus aus der Box zum Fotografieren,
man muss sich ja schließlich vor der Kamera profilieren.
Ich poste mein Leben und bettel um Klicks,
will ja sein die Beste von allen Chicks.
Ich weiß alles besser als die anderen, dass ist ja klar,
schließlich bin ich ein ja auch Internetstar.

4) Der Hypochonder
Hat das Pferd auch nur einen kleinen Kratzer,
ist dies für mich ein riesen Patzer.
Der Tierarzt wird für jedes fehlende Haar gerufen,
die Nummer brauche ich da gar nicht lange suchen.
Schüsslersalze gibt’s mit sämtlicher Nummer,
da ist etwas dabei für jeden Kummer.
Gamaschen, Bandagen und noch Glocken,
da ist der Beobachter mal schnell erschrocken.
Da ist die Tierarztrechnung von Millionen schnell hier,
aber was tut man nicht alles fürs liebe Tier.

5) Die Lästertante
Mein zu Hause ist die Bande,
nein hier steh ich nicht am Rande.
Ein guter Blick auf den Platz ist wichtig,
vielleicht macht ja jemand etwas nicht ganz richtig.
Am liebsten lästre ich hinterm Rücken,
ein offenes Gespräch hat schließlich so seine Tücken.
Auch wenn ich es selbst nicht besser kann,
maule ich andere mit großer Freude an.
Den abwertenden Blick habe ich voll drauf,
und wenn wer kommt, sehe ich zu, dass ich schnell davon lauf.