Wie trockne ich mein Pferd nach dem Reiten?

29. Januar 2019 at 05:29

Grundsätzlich finde ich es am schönsten, wenn die Pferde ihr Winterfell behalten können und nicht geschoren werden müssen. Leider lässt sich dies nicht immer verhindern, sorgt aber dafür, dass das Pferd weniger schwitzt.

Aktuell ist Amy nicht geschoren, also ist es immer eine Herausforderung ihr Fell nach dem Reiten wieder trocken zu bekommen. Sofern sich die Reiteinheit frei gestalten lässt, schaue ich immer, dass es viele Schrittpausen zur Erholung gibt. Da man aber in einer Unterrichtsstunde mehr arbeitet, lässt sich auch das stärkere Schwitzen nicht vermeiden.

Aktuell ist Amy nicht geschoren, also ist es immer eine Herausforderung ihr Fell nach dem Reiten wieder trocken zu bekommen. Sofern sich die Reiteinheit frei gestalten lässt, schaue ich immer, dass es viele Schrittpausen zur Erholung gibt. Da man aber in einer Unterrichtsstunde mehr arbeitet, lässt sich auch das stärkere Schwitzen nicht vermeiden.

Das Pferd nach dem Reiten zum Trocknen unters Solarium zu stellen, ist mit Sicherheit nicht allen möglich. Für mich persönlich kommt diese Methode nicht in Betracht, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es gesund ist, dass Pferd, welches einer Umgebungstemperatur von minus 2 Grad ausgesetzt ist, kurzfristig so künstlich zu erwärmen und anschließend wieder in die Kälte zu stellen.  

Sofern es der zeitliche Rahmen zulässt, stelle ich mein Pferd mit Abschwitzdecke in die Box und bitte eine Freundin mein Pferd später um zudecken. Da wir aber aktuell auch abends zum Training fahren, besteht diese Möglichkeit nicht. Mein Pferd sollte möglichst trocken sein, bevor ich den Stall verlasse.

In unserem Fall kommt noch hinzu, dass wir nach dem Training noch eine Hängerfahrt nach Hause haben und so habe ich mich nach einer neuen Abschwitzdecke umgesehen. Bislang hatten wir immer nur normale Fleecedecken, nachdem ich aber davon gehört habe, dass es Decken aus anderem Material geben soll, die schneller trocknen, wurde ich neugierig.

Neben einer besseren Abschwitzfunktion sollte meine neue Decke aber auch ein Halsteil haben, weil Amy grade dort sehr nass ist. Da ich von der Qualität und Passform meiner Premier Equine Winterdecke so begeistert bin, habe ich dort nach einer neuen Abschwitzdecke geschaut. Neben normalen Fleecedecken gibt es dort eben auch eine Abschwitzdecke, die aufgrund ihres Materials besser abschwitzen soll. Die Entscheidung stand schnell fest, wir wollten die „Combo Dry-Tech Horse“ testen.

Bei dieser Abschwitzdecke handelt es sich um ein Modell mit Halsteil, sie ist aber auch grundsätzlich ohne zu erhalten. Die Decke besteht nicht aus klassischem Fleece, sondern aus einer speziellen Schicht aus Lagen.

Die Decke hat eine feine Steppung, das Muster ähnelt einer Waffel. Von außen ist die Decke in einem schlichten Navy gehalten, die Inneseite hingegen ist knallrot. Das besondere an der Steppung ist, dass sie dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit besser vom Fell des Pferdes nach Außen transportier wird.

Die Passform der Decke überzeugt mich total. Sie ist anatomisch geschnitten und liegt sehr eng an, sodass sie ihre Funktion gut entfalten kann. Amy sieht in der Decke zudem sehr schlank aus, was natürlich eigentlich keine Rolle spielt. Das Halsteil ist auch für Pferde mit einem sehr langen Hals geeignet. In unserem Fall können wir sogar die oberste Schnalle auflassen, da Amys Hals sehr kurz ist. Dies ist aber überhaupt kein Problem, das etwas zu lange Stück lässt sich einfach umschlagen oder steht nach vorne über. Durch das Überstehen, hat die Decke Kontakt mit Ohren, welche somit auch schneller trocknen. Aber ob man den zu langen Teil überstehen lässt oder umschlägt, bleibt ja jedem selbst überlassen. Bei Pferden mit längerem Hals wird das Halsteil perfekt passen.

Die Decke hat zwei stabile Metallverschlüsse an der Brust, was mit gut gefällt. Viele Abschwitzdecken haben vorne einen schlechten Verschluss. Die „Combo Dry-Tech“ hat zusätzlich auch ein sehr starkes Klett an der Brust. Ich bin auch bei dieser Decke von Premier Equine wieder total von der Stabilität und Qualität der Verarbeitung überzeugt.

Durch die Brustgurte und den Riemen unterm Schweif, kann man das Pferd auch unbeaufsichtigt in die Box stellen, da die Decke nicht verrutschen kann.

Ich habe liebevoll den Witz gemacht, dass Amy nun einen neuen Pyjama hat.

Die Decke kam bei uns nach einem anstrengenden Training das erste Mal zum Einsatz. Amy war sehr nass und musste noch bis nach Hause auf dem Hänger stehen. Während ich in den Wochen davor ein Pferd in nasser Decke vom Hänger geholt habe, war Amy diese Woche tatsächlich fast trocken. Die Decke selbst war nicht komplett nass und auch das Pony war trockener, als mit einer normalen Decke.

Auch nach den nächsten Trainingseinheiten hat sich mein erster Eindruck bestätigt und das Pony trocknet tatsächlich besser. Die Decke ist natürlich kein Zauberumhang, wo das Pferd nach 10 Minuten ganz trocken ist, aber es ist in vergleichbarer Zeit eben trockenerer.

Zudem trocknet die Decke selbst auch besser, als eine Fleecedecke. Aufgrund des feuchten Wetters die letzten Wochen, hatte ich im Stall oft Probleme, dass meine Abschwitzdecken nicht mehr richtig getrocknet sind. Mit der neuen Decke, war dies besser.

Außerdem habe passt die Decke sehr gut zu unseren Transportgamaschen.

Kleiner Rückblick

26. Januar 2019 at 16:26

Nicht nur auf das letzte Jahr, sondern auf unseren gemeinsamen Anfang. Vor ein paar Tagen hat Carina angefangen mir mal ein paar alte Bilder und Videos zu schicken und ich musste echt schmunzeln. Wir waren jung und wild. Was mir tatsächlich sehr fehlt, ist die Leichtigkeit, mit der man in jüngeren Jahren durch das Leben geht. Man hat weniger Verantwortung, mehr Freizeit und malt sich bei vielen Dingen noch keine Horrorszenarien aus.

In meiner Jugend habe ich einfach viel Zeit mit meinen Freunden am Stall verbracht, das ist so heute gar nicht mehr möglich. Wir alle haben einen Job, Partner und andere Verpflichtungen. Mir fehlt die Zeit in der wir am Stall im Schnee gespielt haben, Inliner fahren waren und solche Dinge. Aber ich denke jede Zeit hat seine Vor- und Nachteile.

Dennoch finde ich es sehr interessant alte Bilder und Videos zu betrachten und zu sehen, dass wir uns einfach entwickelt haben. Amy hat es mir nicht immer sehr leicht gemacht und ich war bestimmt auch nicht die begabteste Pferdemama, aber wir haben unseren Weg gemeistert.

Ich bin sehr froh Erinnerungen an unseren Anfang zu haben und nun betrachten zu können, dass wir zusammen gewachsen sind.

Wenn ich an die ersten Springversuche denke, die ersten Versuche alleine spazieren zu gehen oder noch weiter zurück: Der Moment an dem ich das erste Mal auf Amy saß!

Von der ersten Zeit gibt es keine Bilder oder Videos, da ich mich in Amy verliebt hatte und ich dachte, unsere Wege trennen sich bestimmt eh, dann brauche ich auch keine Bilder. Nun bereue ich es, dass wir die ersten Momente unterm Sattel nie festgehalten haben. In meinem Kopf sehe ich aber diesen Moment noch genau vor mir: Pony streckt alle 4 Beine zur Seite und fragt sich, was dieser große Klumpen denn auf ihrem Rücken zu suchen hat. Die ersten Schritte waren so vorsichtig, unausbalanciert und brav.

In den ersten Reiteinheiten bin ich nur Schritt geritten, später kam der Trab dazu. Der erste Galopp an der Longe, der erste freie Galopp, wir haben uns gesteigert. Die erste Minirunde ausreiten, alleine Spazieren gehen oder das erste Mal Bandagieren. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wie sie mich beim Einsprühen mit Fliegenspray über den Hof gezogen hat oder sogar gestiegen ist, heute ist das alles kein Problem.

Rückblickend betrachtet hat Amy bei so ziemlich allem irgendwann mal ihre Grenze getestet. Egal ob Hufe desinfizieren, wo wir fast zusammen auf der Stallgasse lagen, weil auch ich den Huf nicht losgelassen habe oder Abspritzen, Einsprühen oder etwas in die Richtung, ich bin schon mehr als einmal verzweifelt.

Heute bekommen wir so ziemlich alles hin, mit kleinen Diskussionen und ein wenig Überredungskunst, aber im Großen und Ganzen sind wir ein Team geworden.

Es gab eine Zeit, da hat Amy sich bestimmt jede 2. Woche einmal beim Putzen losgerissen. Es gab Spaziergänge in denen ich wirklich Angst hatte, Amy könnte mich umrennen oder sich losreißen und abhauen.

Ich könnte noch ewig weiter darüber nachdenken, dass bei uns schon alles schief gelaufen ist, bin aber zusammenfassend froh, dass wir fast allen in den Griff bekommen haben. Die einzige ewig währende Baustelle ist noch das Verladen. Es ist ein auf und ab, aber ohne Sorge funktioniert es nie.

Wer weiß, vielleicht kann ich ja in 2 Jahren berichten, dass Amy freiwillig in den Hänger rennt 🙂

Happy New Year 2019

3. Januar 2019 at 05:11

Wir wünschen euch einen guten Start ins neue Jahr! Nachdem es im Dezember hier etwas ruhiger war, starten wir nun wieder motiviert in das Jahr 2019. Gute Vorsätze haben wir keine, aber einige Wünsche und Hoffnungen für dieses Jahr. Ich bin sehr gespannt, was wir alles erleben werden.