Vorbereitungen für unser 2. Turnier

30. August 2018 at 16:07

Wie ihr ja alle wisst sind gehören wir ja eher zur „Ich flodder mit meinem Pony durch´s Leben“ – Fraktion. Ich habe nichts gegen Menschen die ihre Pferde auf Turnieren vorstellen, aber für mich ist Reiten mein entspanntes Hobby zum Ausgleich und da habe ich einfach keine Lust auf Leistungsdruck.

2014 waren wir dann einmal auf einem Turnier unterwegs und hatten auch eigentlich viel Spaß. Leider war ich dann aufgrund einer Veränderung im Privaten nicht mehr mobil, insofern habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet. Seit ich nun Ende letzten Jahres meinen Führerschein gemacht habe, wollte ich dann doch nochmal Turnierluft schnuppern. Dies scheitert aber leider daran, dass ich in keinem Verein bin und einen Beitritt für mal 1-2 Turniere im Jahr nicht einsehe. Ebenso den ganzen Papierkram bei der FN, Jahresturnierlizenz beantragen und das Pony eintragen lassen. Im Endeffekt sind das eine Menge kosten um nur 1-2 Turniere zu gehen.

Somit waren wir dieses Jahr lieber zu Trainingsstunden oder einem Lehrgang unterwegs. Ohne Stress, Leistungsdruck oder dem ganzen bürokratischen Feldweg. Nun hatte ich aber ein gebissloses Turnier in NRW entdeckt und mir überlegt, dass dies das richtige für uns ist. Keine Bürokratie und zudem eine so hoffe ich, Veranstaltung ohne überehrgeizige Eltern mit ihren Kindern auf Bonzenpferden, mit unfairem Umgang den Pferde gegenüber in manchen Ecken.

Eigentlich wollte ich eine E oder A Dressur gehen, aber die Prüfungen sind leider samstags und da ich nur am Sonntag Zeit habe, musste ich um planen. Mit einem Grinsen stellte ich fest, dass sonntags früh 2 Geländespringen angeboten werden, welche ich nun auch genannt habe.

Ich bin nun wahnsinnig aufgeregt und habe ja eigentlich auch gar keine Ahnung vom Turnierleben. Begleitet werde ich von Ronya, die nur leider vom Reitsport allgemein keine Ahnung hat. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schon hinbekommen.

Ich muss noch googlen, mit welcher Hand man grüßt und wie ich am besten die Mähne eingeflochten bekomme. Außerdem fehlen mir auch noch Kopfnummern, so viel zu bedenken und noch so wenig Zeit zum Vorbereiten.

Letzten Sonntag sind wir nochmal zum Training auf einen Geländeplatz gefahren und Amy hatte richtig Spaß. Keine Verweigerung, kein Vorbeirennen! Die Genrealprobe lief sehr gut, vielleicht doch eher zu gut?! Na mal abwarten und Tee trinken, ich werde euch in der Story auf Instagram mitnehmen und anschließend berichten.

Der Wecker wird um 5 klingeln und dann werden wir mal sehen, wie kooperativ sich mein Pony zeigt. Ich glaube wenn sie Bock hat, wird es super. Sollte sie aber eine Ziege sein, dann wird es grade gebisslos doch eine Herausforderung, weil Amy ihren Dickkopf gerne durchsetzen möchte.

Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich auf den Ausflug.

 

Verladetraining – ein Update

22. August 2018 at 16:59

Unser letzter Ausflug ging ja nach Holland ans Meer. Während Amy auf dem Hinweg innerhalb von 2 Minuten auf dem Hänger stand, mussten wir auf dem Rückweg bestimmt 40 Minuten diskutieren. Ich ärger mich über mich selbst, das Pony und die Situation, aber Verladen stellt für uns einfach ein Problem dar. Es ist eine Mischung aus Anspannung, Wut und Aufregung bei mir und einer Portion Unsicherheit, aber vor allem Sturheit und Respektlosigkeit beim Pony.

Ich versuche ihr die Unsicherheit zu nehmen, aber wenn dann die Sturheit bei ihr und die Ungeduld bei mir durchkommen, dann gibt es eine Diskussion. Wir regen uns beide auf und Amy vergisst jegliche Erziehung und wird frech. Von nach der Gerte treten, bis hin zu einfach losreißen und weglaufen war alles schon dabei. Rückwärts- oder Vorwärtsschicken ist dann auch mehr ein Bitten, als ein konsequent umgesetztes Signal.

Nach den Stunden mit dem Verladetrainier war ich ja zunächst zuversichtlich, aber grade der Rückweg eines Ausflugs wird noch immer zur Geduldsprobe. Während ich beim Training ja keinerlei Druck habe, müssen wir von unterwegs ja nun mal einfach nach Hause. An der Stelle kann ich nicht mit einem positiven Erlebnis aufhören, beendet kann der Verladeversuch nur werden, indem das Pony tatsächlich oben steht.

Immer wenn ich recht zuversichtlich war, hat es doch nicht ganz so wie geplant funktioniert und nachdem wir in Holland wieder vor dem Hänger standen und uns gegenseitig umbringen wollten, habe ich meinen Papa darum gebeten, dass ich das Auto bis Anfang September zum Üben behalten darf.

In meinem Kopf suchte ich Ausreden, es ist zu warm zum Üben, zu nass, zu kalt, zu windig oder es sind zu viele Menschen auf dem Hof, die zuschauen. Außerdem wollte ich den Hänger nicht holen und wieder parken müssen und schlechte Laune habe ich ja zurzeit sowieso sehr oft. Dann habe ich mir aber selbst in den Arsch getreten und beschlossen den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern weiter an unserem Problem zu arbeiten.

Die erste Übungseinheit nach Holland wollte ich mit ganz viel Ruhe angehen. Amy war leider richtig arschig und blieb noch nicht einmal vor dem Hänger ruhig stehen. In den ersten 10 Minuten war ich den Tränen nahe und sah keine Chance, dass Madame einen Huf auf die Klappe setzt. Amy drehte sich von einer zur anderen Seite neben den Hänger, hampelte rum und versuchte sich loszureißen. Ich war sauer, schließlich sollte sie ja erstmal einfach nur ruhig vor dem Hänger stehen. Ich war kurz davor zu weinen und sie wegzustellen und den Hänger in einen Graben zu fahren oder dem Pferd direkt den Kopf abzubeißen.

Dennoch wollte ich nicht aufgeben und blieb konsequent. Ich korrigierte Amys Verhalten und als sie frech wurde, versuchte ich noch energischer zu sein. Natürlich war ich weit von innerer Ruhe und Gelassenheit entfernt und stand angespannt neben meinem Pony, immer darauf gefasst, dass Amy sich etwas Neues überlegt. Ich habe tief durchgeatmet und irgendwann haben wir dann Fortschritte gemacht. Amy ließ sich auf die Klappe und auch immer weiter in den Hänger schicken. Wir übten noch einige Zeit und Amy hat bei jedem 5. Mal wieder angefangen zu testen und zu diskutieren, aber die guten Versuche waren eben wirklich gut. Sie stand für unsere Verhältnisse entspannt und lange oben und wartete auf mein Signal zum Rückwärts gehen. Es waren nur ganz selten Versuche dabei, wo sie kopflos einfach rückwärts rennt.

Dass das Training so einen guten Abschluss nimmt, hatte ich nach den ersten 10 Minuten nicht erwartet. Nach einem guten Versuch beendete ich die Einheit, wohl wissend, dass die nächste bestimmt wieder mit einer Grundsatzdiskussion beginnen würde.

Nach 3 Tagen Pause stand das nächste Training an und ich war gespannt, wie Amy diesmal mitmachen würde. Tatsächlich blieb eine große Diskussion am Anfang aus und Amy ging die ersten Versuchen recht gut hoch und wartete auch sehr geduldig. Aktuell reize ich das aber auch nicht aus und entlasse sie nach ca. 15 Sekunden ruhig stehen, aus der Situation. Dennoch folgten auch diesmal alle paar Versuche kleinere Gemeinheiten vom Pony. Beim Hochschicken versucht sie dann links am Hänger vorbei zu kommen, dreht den Kopf zur Seite weg oder dreht sich komplett vom Hänger weg. Es war aber deutlich weniger als bei dem Mal davor und somit schon ein Fortschritt.

Ich habe diesmal auch versucht nicht auf der anderen Seite bis ganz nach vorne mit zugehen, sondern vorher stehen zu bleiben, sodass sie das letzte Stück alleine geht. Schließlich ist mein Ziel ja, dass ich die Stangen hinten selber schließen kann. Von recht ordentlichen Versuchen, bis zu kleineren Unsicherheiten mit rausrennen war alles dabei. Ich bin mal mehr und mal weniger weit mit in den Hänger gegangen, war aber nach ca. 15-20 Minuten zufrieden und habe aufgehört.

Gestern haben wir uns dann erneut ans Training gewagt und Amy hatte schon Ansätze von: „Geh mal da weg, ich weiß wo ich rein muss.“ Amy hat 2-3-mal während der Einheit tatsächlich ihre Ruhepause unterbrochen und selbst schon begonnen, die Rampe hochzugehen. Meine Vernunft sagt mir, dass ich dies eigentlich unterbinden sollte, da sie ja weder bestimmen soll, wann sie einfach rausrennt, noch wann sie gerne reingehen will. Leider überwiegte meine Freunde über ihre Motivation und so habe ich sie dann ganz reingeschickt.

Insgesamt konnte ich ein paar Mal ganz auf am Anfang stehen bleiben und Amy alleine reinschicken. Theoretisch wäre es mir möglich gewesen, die Stange zu schließen. Da ich habe einfach noch nicht finde, dass wir diesen Punkt so gefestigt erreicht haben, bleibt die Stange erstmal offen. Ich habe aber versucht ihren Popo zu streicheln und von guten Versuchen, bis hin zu kleinen Unsicherheiten, wo sie nochmal rausgerannt ist, war aber das Positive überwiegend. Zumal ich sie nach einem Rausrennen ganz easy und prompt wieder reinschicken konnte. Noch vor einiger Zeit war nach einem Rausrennen wieder 10 Minuten Grundsatzdiskussion angesagt.

Amy bleibt insgesamt tatsächlich bei der ganzen Situation gelassener. Selbst wenn sie mal einen Ansatz zum Rausrennen macht, reagiert sie jetzt oft schon auf ein „NEIN“ und bleibt stehen, ganz ohne Druck.

Mit der Einheit gestern war ich wirklich sehr zufrieden. Ich werde morgen oder übermorgen nochmal übern und wenn das Wetter Sonntag schön ist, würde ich das gerne nochmal ein Stück fahren und das Verladen in fremder Umgebung testen.

Auch wenn es eigentlich sehr gut Läuft und besser wird, traue ich dem Braten nicht. Ich kenne Amy und wer weiß, wann die nächste Diskussion auf uns wartet. Aber mit konsequentem und regelmäßigem Üben werden wir unsere Schwachstelle definitiv weiter ausbauen. Ich hoffe nur, dass ich das Auto nach September nochmal für 2 Wochen zum Üben bekomme, denn ohne Auto können wir nicht trainieren.

Immerhin macht mir das Hänger fahren und parken absolut nichts mehr aus.

Sicher auf Reisen

17. August 2018 at 05:51

Wir ihr ja wisst, ist Verladen nicht unbedingt unsere Lieblingsdisziplin. Einmal auf dem Hänger ist die Fahrt kaum ein Problem und auch wenn das Verladen schon viel besser geworden ist, gerne werden wir es beiden wohl nie machen. Da wir aber doch hin und wieder unterwegs sind, habe ich mir seit einiger Zeit Gedanken zum Beinschutz beim Hänger fahren gemacht. Grundsätzlich gehen da ja auch die Meinungen auseinander: Einige fahren am liebsten ganz ohne Schutz, andere mit normalen Gamaschen oder Bandagen und viele nutzen eben die extra dafür vorgesehenen Transportgamaschen.

Eine Seite von mir ist der Meinung, dass es auch ohne Schutz vertretbar ist, denn die Tiere achten ja grundsätzlich schon auf ihre Knochen. Meine andere Seite würde am liebsten das ganze Pferd in Watte packen, damit es gut geschützt ist. Man hört und liest sowohl Geschichten, wo Tarnsportgamaschen die Pferde geschützt haben, aber eben auch Stories, wo grade diese Schuld an einer Verletzung waren. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie er dies beim Transport handhaben möchte.

Ich habe mich immer mal wieder umgeschaut, welche Modelle es auf dem Markt gibt. Häufig werden die Transportgamaschen nur in Pony oder Warmblut angeboten. Beim Anschauen im Laden oder auf Messen war ich der Meinung, dass die einen wohl zu groß und die anderen zu klein sein würden. Bislang habe ich einfach keine ansprechenden gefunden. Wir haben uns dann letztes Jahr für flexible Neopren-Gamaschen entschieden, welche nicht ganz so hoch sind, dafür aber mit einem Kissen gepolstert. Dennoch hatte ich immer im Hinterkopf, dass ich gerne vernünftige Transportgamaschen haben wollte.

Beim durchstöbern des Premier Equine Katalogs habe ich dann ein Model entdeckt, welches meine Aufmerksamkeit auf sich zog: Die „Knee Pro-Teque Airtechnology Horse Travel Boots“. Nach dem Lesen der Produktbeschreibung fiel mein erster Blick auf die verfügbaren Größen. Die Transportgamaschen sind in 3 Größen bestellbar: small, medium und large. Das klang sehr vielversprechend, so musste ich bei der Größenwahl keine Kompromisse zwischen Pony oder Warmblut eingehen, sondern konnte sie einfach in „M“ wählen. Mit ihren 1,50 Meter ist Amy ja größentechnisch bei solchen Produkten in der Mitte.

Optisch sehen die Transportgamaschen wirklich toll aus, modern, edel und schick. Ich habe zum ersten Mal Transportgamaschen mit extra Knieschutz gesehen. Sowas kannte ich bislang noch nicht und war positiv davon angetan.

Die Knieschoner machen ja durchaus Sinn, sollte das Pferd einmal stürzen und auf die Knie sacken, so sind diese extra gepolstert. Die Gamaschen haben außerdem den Vorteil, dass sie Luft durchlassen und die Beine des Pferdes so immer kühl bleiben.

Die Polsterung hat Luftlöcher und ist mit einem strapazierfähigen Material überzogen. Es ist möglich die Gamaschen auch bei 30 Grad zu waschen, wenn sie nach mehrmaligem Gebrauch schmutzig geworden sind. Diesen Vorgang habe ich bislang noch nicht getestet, da bei uns zu Hause ein generelles Pferdesachen-Waschverbot herrscht. Ich handhabe die Reinigung so, dass ich den groben Dreck einfach abbürste oder die Gamaschen mit einem Wasserschlauch abspritze. Egal ob nach dem Tragen oder dem Reinigen, die Gamaschen trocknen wirklich gut und zügig.

Die Qualität ist wie schon gewohnt sehr hoch. Die Verarbeitung ist top und das Material sehr hochwertig. Die Gamaschen lassen sich durch die großen Klettverschlüsse ganz leicht am Pferdebein anbringen. Die Innenseite ist aus einem sehr weichen und angenehmen Material und liegt super am Pferdebein.

Als ich sie das erste Mal angezogen habe, musste ich doch sehr lachen, weil Amy damit die ersten Schritte wirklich sehr lustig gelaufen ist. Wenn Pferde keine Transportgamaschen kennen, müssen sie sich ja zunächst daran gewöhnen. Da die Gamaschen über die Gelenke gehen, ist es für die Pferde zunächst ungewohnt.

Die Gamaschen sind im Übrigen in 3 Farben erhältlich: braun, schwarz und navy. Zurzeit bin ich ein totaler Fan von navy, insofern haben wir uns für die blauen Transportgamaschen entschieden. Diese passen auch farblich zu unserem Anhänger, dieser hat auch ein Dach in navy. Klingt zwar doof, aber ich finde es schön, wenn Dinge farblich aufeinander abgestimmt sind.

Die Transportgamaschen werden in einer tragbaren Hülle geliefert, so können sie problemlos transportiert und auch aufbewahrt werden. Da bei uns ja schon mal das Chaos in unserem Spind und Keller herrscht, bleiben so alle 4 Gamaschen ganz leicht zusammen.

Wir hoffen das Verladen für uns bald kein Problem mehr ist und wir dann sicher beschützt auf Reisen gehen können. Es gibt dem Reiter doch ein sicheres Gefühl, wenn man weiß, dass das Pferd gut geschützt im Hänger steht.

Holland 2018

13. August 2018 at 17:50

Letztes Jahr hatte ich mir ja eigentlich vorgenommen dieses Jahr 2-mal ans Meer zu fahren. Leider war Anfang des Jahres nie gutes Wetter, wenn ich Zeit gehabt hätte und so sind wir aber jetzt doch wenigstens zum Jahresende ans Meer gefahren.

Ich habe mich vorher schon so auf unseren Ausflug gefreut und am Freitag haben sich Finia, Aline, Ronya und ich dann endlich auf den Weg gemacht. Nachdem wir jetzt 7 Wochen gutes Wetter hatten, war ausgerechnet jetzt an unserem auserwählten Wochenende schlechtes Wetter angesagt.

Freitag

Nach der Ankunft haben wir dann aber doch ein paar Sonnenstrahlen gehabt und erstmal unser Lager errichtet. Eigentlich war ich ja auch sehr skeptisch was Zelten angeht, da mir ein Hotel oder ein Ferienhaus lieber gewesen wäre, aber im Endeffekt hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war ein wenig wie Abenteuerurlaub und ich habe die Zeit wirklich sehr genossen.

Nachdem wir dann die Zelte aufgebaut hatten, ging es in die Stadt zum Pizza essen. Wir saßen schön im Lokal, haben geplaudert und uns dann anschließend auf den Weg zum Strand gemacht. Leider darf das Pferd ja in der Saison erst nach 19 Uhr an den Strand und so waren wir Mädels nur mit Alines Hund am Meer spazieren. Nach einer kurzen Pause waren Ronya und ich dann spontan schwimmen und das Wasser war tatsächlich ganz angenehm. Schlimmer war allerdings der Wind, als wir aus dem Wasser wieder heraus kamen. Nachdem wir dann auf dem Campingplatz gechillt haben, zogen immer mehr Wolken auf und die ersten Regentropfen fielen.

Da es sehr stürmisch war, hatte ich überlegt Amy einfach nur in der Halle zu bewegen, aber da ich so gerne ans Meer wollte, sind wir doch im Regen losgestiefelt. Amy war den ersten Teil vom Weg sehr aufgeregt und ich hatte kurz überlegt umzudrehen, weil mir eh kalt war. Aber wir sind ja schließlich nicht aus Zucker und so sind wir weiter gewandert. Am Strand angekommen war es immerhin dann trocken, dafür aber sehr windig. Die anderen beiden wollten nicht mit ins Wasser, aber Ronya und ich haben uns Amy geschnappt und sind plantschen gegangen. Es ist einfach so schön am Meer zu sein.

Am Campingplatz zurück, sind wir schnell unter die Dusche gehüpft und dann sind wir Abendessen gegangen. Anschließend stand die erste Nacht im Zelt an und ich bin vom Regengeplätscher eingeschlafen. Erstaunlicherweise habe ich auch bis um 6 Uhr durchgeschlafen.

Samstag

Zum Sonnenaufgang haben wir uns wieder mit Pony auf den Weg ans Meer gemacht. Wir wollten schließlich Einhorn fahren. Zunächst haben wir ein paar ordentliche Fotos gemacht und anschließen im Wasser mit dem Einhorn gespielt. Durch die Wellen hat das ganze leider nicht funktioniert, das es sehr windig war und dem Pony das dann nicht so geheuer war. Zum Glück haben wir einen tollen Pril gefunden, wo wir dann Quatsch machen konnten.

Zu Mittagsind wir faulen Kinder dann mit dem Auto zum Strand gefahren und haben das Schlauchboot mitgenommen. Es hat echt viel Spaß gemacht damit auf dem Meer zu spielen. Eigentlich wollten wir alle trocken ins Boot hüpfen, damit es nicht kalt wird. Leider wurden wir direkt von einer Welle angegriffen und waren nach 1 Minute alle nass. Da das Meer aber eine angenehme Temperatur hatte, war es im Wasser eh angenehmer als draußen.

Zurück am Camping Platz war es dann immer abwechselnd sehr sonnig mit gefühlten 30 Grad und dann wolkig mit nur 19 Grad. Wir haben uns gefühlt alle 5 Minuten den Pulli an und dann wieder ausgezogen. Was ein Aprilwetter!

Samstagabend folgte dann eine richtig tolle Zeit mit Pony am Strand. Wir haben zusätzlich noch Besuch von einer Fotografin bekommen und hatten ein kleines Shooting geplant. Zunächst hatte ich etwas bedenken, weil noch ein 2. Model teilnehmen sollte und ich Angst hatte, dass Amy unruhig ist wenn wir warten müssen. Oder das Amy an dem anderen Pferd kleben könnte. Amy war aber absolut tiefenentspannt und hat den ganzen Abend gechillt und war beim Shooting selbst voll dabei. Es hat absolut alles geklappt, was ich mit erhofft hatte. Ich war so stolz aus sie. Als sie zum Schluss am Strand saß, haben viele Spaziergänger zugeschaut und ich sie saß einfach ganz stolz da und wusste genau, dass sie grade der absolute Mittelpunkt ist.

Das einzige was Amy nicht gerne macht ist durch Wasser galoppieren oder im Wasser steigen, da ist sie irgendwie etwas unsicher. Was das Galoppieren angeht, vielleicht auch einfach nur faul, weil es anstrengend ist 🙂 Wir haben dann auch kurz frei fangen gespielt, wobei Amy total gut mitgemacht hat. Nachdem ich sie durchs Wasser hab traben lassen, war sie kurz etwas zickig und ist Richtung Dünen zu Aline gelaufen. Aber dann kam sie brav zurück und wir haben noch ein wenig gespielt. Amy hat sich echt sehr vorbildlich benommen. Es war nur schade, dass wir keinen schönen Sonnenuntergang hatten, weil es dann sehr wolkig wurde. Aber lieber so, als ein zickiges Pony im tollen Sonnenuntergang. Außerdem bin ich Hin- und Rückweg allein zum Strand geritten, damit die anderen mit dem Auto fahren konnten. Auch wenn Amy sehr aufgeregt war, hat sie das ganz fein gemeistert. Normal hat sie es am liebsten, wenn ihre Herde dabei ist. Als Herde reicht einfach jemand der zu Fuß dabei ist, aber wir waren diesmal tapfer ganz alleine unterwegs.

Sonntag

Sonntag war es leider wieder bewölkt, sodass wir keine Sonnenaufgangsbilder machen konnten, dafür bin ich aber noch etwas am Strand geritten.

Leider stand dann schon wieder das Packen an und die Reise nach Hause begann. Nachdem Amy am Hinweg nach 2 Minuten auf dem Hänger stand, hatten wir am Rückweg wieder unser Theater. Ich bin da echt nicht zuversichtlich, dass wir da jemals keine Probleme mehr mit haben werden. Für diese und nächste Woche darf ich das Auto behalten und wir üben weiter.

Nichts desto trotz war es ein total tolles Wochenende, wo ich einfach mal abschalten konnte. Ich bin einfach so froh, dass ich den Führerschein letztes Jahr gemacht habe!

Danke Mädels! Danke Pony!

Mattes Lammfellgurt

9. August 2018 at 05:39

Vor einigen Jahren habe ich mir den Traum einer schicken Mattes Lammfellschabracke erfüllt. Seitdem habe ich auch immer mal wieder damit geliebäugelt mir auch noch einen Lammfellgurt zu holen und mittlerweile haben wir nun endlich einen und wollen ihn nicht mehr missen. Hin und wieder muss man sich, ähm dem Pony, ja mal etwas gönnen.

Ich habe mich vor einiger Zeit das erste Mal auf der Homepage von Mattes nach einem Lammfellgurt umgesehen und wusste zu nächst gar nicht, dass es so viele unterschiedliche Formen gibt, die jeweils zu einem bestimmten Pferdetyp passen. Somit habe ich mich zunächst über die einzelnen Formen informiert, um zu schauen, welcher Gurt es für Amy werden sollte. Ich habe beschlossen, dass wir einen neuen Kurzgurt für unseren Dressursattel haben möchten. Mattes führt neben Kurzgurten auch Langgurte, Westengurte oder Spezialgurte. Hier ist eine Liste, welche Formen es bei den Kurzgurten gibt:

-anatomisch

-asymetrisch

-athletico

-mondförmig

Je nach Körperbau des Pferdes gibt es einen anderen Gurttyp, der sich besonders gut eignet. Da Amy einen recht runden Körperbau, mit kurzen Rücken hat, habe ich mich für diese Form entschieden. An dieser Stelle möchte ich ein großes Lob an die super verständliche Homepage aussprechen, da man dort eine ganz tolle Übersicht über die einzelnen Gurte mit einer kurzen Erklärung findet, welche es einem die Entscheidung sehr viel einfacher macht. Ebenso findet man eine Übersicht welche einem eine Hilfestellung bei der Wahl der richtigen Gurtlänge bietet.

Ein Sattelgurt sollte generell immer an beiden Seiten gleichmäßig weit gegurtet werden und die Schnallen müssen über dem Ellenbogen des Pferdes liegen, um Verletzungen zu vermeiden und die Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken. Lieder sieht man häufig zu kurz gewählte Kurzgurte bei einigen Pferden.

Da ich Amys Gurtlänge kenne und ich mich für die Form entschieden hatte, konnte ich mir meinen Wunschgurt nun im Konfigurator zusammenstellen. Ich muss sagen, ich bin ja generell ein richtiger Freund davon, wenn man sich ein Produkt nach eigenen Vorstellungen zusammenstellen kann und habe immer riesig Spaß, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Der Umgang mit dem Konfigurator auf der Seite von Mattes, war kinderleicht und man wird verständlich durch den Prozess geleitet.

Mir fiel es wahnsinnig schwer mich für ein Design zu entscheiden, da man ganz tolle Farbkombinationen zusammenstellen kann. Zunächst wollte ich mich für eine sehr farbenfrohe Version entscheiden, bin dann aber doch zu dem Entschluss gekommen, etwas schlichte zu wählen. Dies hielt ich für sinnvoll, da der Gurt so zu allen Outfits passt. Wenn ich mal im Lotto gewinnen sollte, dann bekommt Amy aber zu jedem unserer Outfits einen passenden Gurt 😉

Nach der Konfiguration war ich sehr gespannt, wann ich meinen Gurt endlich in den Händen halten kann. Zu meiner Überraschung war er schnell bei mir, was ich nicht erwartet hatte. Voller Freude habe ich das Paket geöffnet und war kurz sprachlos. Der Gurt ist nämlich wirklich ganz klasse verarbeitet und super flauschig. Mir war er fast zu schade, um ihn mit zum Stall zu nehmen, aber schließlich war er ja für das Pony bestimmt.

Dem Gurt waren eine Waschanleitung und eine kleine Probeflasche mit Lammfellwaschmittel beigefügt. Das fand ich sehr schön, da man so für die erste Gurtwäsche optimal vorbereitet ist. An dieser Stelle möchte ich euch darauf hinweisen, dass Lammfellprodukte mit besondere Vorsicht gereinigt werden müssen. Da ich eine ganz lausige Hausfrau bin, werde ich den Gurt wohl zum Reinigen bei meiner Mama abgeben. Natürlich ist das Waschen aber kein Hexenwerk und wer sich an die beigefügte Waschanleitung hält wird lange Freude an den Produkten haben.

Meine Schabracke habe ich ja jetzt schon seit 5 Jahren und sie ist immer noch in einem super Zustand. Generell bin ich von der Verarbeitung der Mattesprodukte wirklich überzeugt.

Das Schöne an dem Sattelgurt ist, dass der Lammfellüberzug zum Waschen vom restlichen Gurt abgenommen werden kann. Somit muss nicht den ganzen Gurt waschen, sondern lediglich den schmutzigen Teil.

Die Mattes Lammfellgurte haben zudem eine besondere Schnalle. Diese ist mit einer Feder ausgestattet und erleichtert einem das nachgurten. Wenn man den Gurt anzieht, dann wird der Stab durch die Feder automatisch in das nächste freie Loch gedrückt. Es ist somit im Grunde möglich mit nur einer Hand nach zu gurten. Diese Funktion hatte ich bislang bei keinem Sattelgurt und war positiv beeindruckt davon.

Noch am selben Tag nach Ankunft des Paketes habe ich Amy ihren neuen Gurt gezeigt. Nach einem kurzen schnuppern, habe ich dann gesattelt und den Gurt das erste Mal umgelegt. Rein optisch sah sofort sehr schick aus. Amy wirkte während der gesamten Reiteinheit ausgesprochen zufrieden.

Auch nach dem nun längeren Test läuft das Pferd mit dem Gurt sehr gut. Wir sind total zufrieden mit dem tollen Gurt. Das Schöne am Lammfell ist auch, dass es sehr hautfreundlich ist und durch seine Beschaffenheit vor scheuer- oder Druckstellen schützt. Außerdem ist es für das Pferd bei den warmen Temperaturen derzeit sehr angenehmen, weil ein Naturprodukt auf dem Bauch zu haben mit Sicherheit schöner ist, als ein Kunststoffgurt. Auch wenn Amy bei der Arbeit schwitzt, trocknet der Gurt sehr schnell wieder. Ich finde Lammfellprodukte generell sehr schön und funktionell.

Amy und ich lieben unseren Gurt und überlegen, ob wir nicht auch noch einen neuen Langgurt für unseren Vielseitigkeitssattel besorgen.

Warm, wärmer, Sommer 2018

1. August 2018 at 05:20

Ja, zugegeben! Den ganzen Winter habe ich mich immer über die Kälte beschwert und mich auf wärmere Tage gefreut. Jetzt ist es allerdings schon so lange warm, dass ich doch tatsächlich wieder etwas zu meckern habe. Ich glaube damals in den Sommerferien hätte ich mich sehr über solche Temperaturen gefreut und wäre einfach jeden Tag ins Freibad gegangen, aber bei 33 Grad im Büro sitzen macht doch echt weniger Spaß.

Am liebsten würde ich bei den Temperaturen einfach nur faul rumliegen oder im Wasser plantschen, aber das geht ja leider nicht. Damit der Sommer für unsere Pferde erträglicher wird, haben wir uns dazu entschieden sie aktuell immer nachts rauszustellen, sodass sie tagsüber im Stall bleiben können.

Leider ist die Wiese ja nun auch keine Wiese mehr, sondern karge Steppe. Auf der einen Seite finde ich das gut, weil ich so nicht darauf achten muss, ob mein Pony zu viel isst. Auf der anderen Seite brauchen die Pflanzen dringend mal wieder Regen.

Amy hat trotzdem eine kleine Plauze bekommen, weil ich es bei dem Wetter nicht über das Herz bringe unser normales Bewegungspensum durchzuziehen. Letzten Montag bin ich tapfer geritten, Dienstag waren wir nur spazieren und dann haben wir doch glatt Mittwoch, Donnerstag und Freitag nichts getan. Ein wenig putzen oder auf dem Platz kuscheln war machbar, mehr aber auch nicht.

Zum Glück war es dann Samstag- und Sonntagabend etwas erträglicher und so bin ich dann fleißig geritten. Das schlimme an der Sache ist, dass Amy gerne etwas tun möchte. Sie war kein bisschen faul, sondern total motiviert bei der Sache, obwohl mir eigentlich viel zu warm war. Komisches Pony!

Am liebsten würde ich mir das Pony schnappen und an einen See oder das Meer auswandern. Immerhin wissen wir jetzt wo eine etwas tiefere Stelle in unserem Bach ist. Wir waren jetzt schon ein paar Mal dort plantschen und es ist wenigsten eine kleine Abkühlung.

Ich hoffe, dass es die nächsten Tage mal etwas kühler wird, mit 20 Grad wäre ich voll zufrieden.