Magic Tack – DIY

25. Juli 2018 at 15:31

Da ich schon länger dem absoluten Glitzerwahn verfallen bin, habe ich mich sehr über meinen Einritt in das Team Magic Tack gefreut. Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass ich ein Fan von schicken und passenden Outfits an meinem Pony bin.

Die Idee hinter Magic Tack ist genial, denn Accessoires wie Stirnriemen, Handschuhe oder Gürtel lassen sich ganz einfach dem Outfit anpassen. Inlays und Patches können ganz individuell gestaltet werden, je nach dem, was das Herz begehrt.

Neben den 4-mal im Jahr neu erscheinenden Kollektionen, zum Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, erscheint jeden Dienstag die Tuesday-Kollektion, welche immer für genau eine Woche im Shop verfügbar. Deshalb und weil meine Lieblingsserie im TV kommt, freue ich mich immer sehr auf den Dienstag. Nicht jede Woche ist ein Design dabei, welches mir zusagt, aber eben doch sehr häufig.

Grundsätzlich kaufe ich aber meistens dann eine neue Schabracke, wenn grade kein passendes Design im Shop verfügbar ist. Dann ärger ich mich kurz, dass ich nicht einfach schnell was bestellen kann, habe dann aber umso mehr Spaß mir ein eigenes Design zu kreieren.

Im Magic Tack Konfigurator stehen eine Vielzahl an bunten und glitzernden Steinen zur Verfügung, um ein neues Design zu erschaffen. Bei der Wahl der Steine orientiere ich mich in der Regel immer an einem Konkreten Outfit, um einen Anhaltspunkt zu haben, wie es in etwa aussehen soll.

Sowohl für Inlays, als auch für Handschuh Patches gibt es je drei Mustervorlagen, wie die Steine angeordnet werden können. Um mit der Gestaltung beginnen zu können, muss man den Konfigurator öffnen.

Für die Inlays (welche magnetisch haften und für Stirnriemen oder Gürtel benutzt werden) gibt es folgende Muster:

Einreihig: Hier sind große Swarovskisteine in einer langen Reihe angeordnet

Zweireihig: Hier sind kleine Swarovskisteine in zwei Reihen angeordnet

Mixed: Hier sind jeweils zwei kleine und ein Großer Stein abwechselnd angeordnet

Für Patches (welche mit Klett an den Handschuhen befestigt werden) gibt es diese Muster:

Circle: Hier sind die Steine in einem Kreis angeordnet

Flower: Hier sind die Steine in Form einer Blume angeordnet

Chaos: Hier sind große und kleine Steine verstreut angeordnet

Nachdem man sich für ein Muster bei Inlay und Patch entschieden hat, kann der Designvorgang starten. Der Konfigurator leitet einen automatisch durch das Prozedere.

Es ist möglich sich sein Design ganz individuell zu gestalten. Steine sind in allen Farbvariationen vorhanden, sodass sich zu jedem Outfit ein passendes Design erstellen lässt. Mir macht es sehr viel Freude mit dem Konfigurator zu arbeiten und ein wenig auszuprobieren.

Also falls ihr im Shop mal nichts Passendes findet, heißt die Devise: DIY!

Gesunde Belohnung

18. Juli 2018 at 05:47

Neben dem Reiten machen Amy und ich ja wie ihr wisst auch viel Quatsch. Natürlich darf bei der Arbeit die Belohnung nicht fehlen. Ich versuche zwar auch durch Stimme und Streicheln zu loben, aber Liebe geht eben doch manchmal durch den Magen. Amy arbeitet besser und motivierter mit, wenn auch mal ein Keks für sie herausspringt.

Ich habe neben klassischen Leckerchen auch schon die Belohnung mit Möhren oder einem Leckstein ausprobiert. Das Problem am Leckstein war die lange Zeit der Belohnung. Während ein Keks schnell verputzt ist, durfte sie am Leckstein eben einige Zeit lecken. Dies unterbricht aber die Arbeit einfach zu lange. Außerdem hatte ich ständig ein Pony mit dreckiger Schalbbernase an meiner Seite.

Der Versuch mit Möhren zu belohnen war zunächst recht erfolgreich. Amy bekam etwas Gesundes für ihre Arbeit. Leider hat sie da recht schnell die Lust dran verloren. Ihr Engagement bei einem richtigen Keks ist sehr viel höher, als wenn ich ihr nur ein Stück Möhre anbiete.

Eigentlich finde ich die Belohnung mit Leckerchen auch gar nicht schlimm. Meine eigene Ernährung grenzt manchmal auch an eine Katastrophe und ich esse eben auch gerne Schokolade. So lange dies in Maßen geschieht sehe ich sowohl bei mir, als auch bei meinem Pony eigentlich kein Problem darin.

Wir achten ja allgemein schon auf ihre Figur, aber mal ein paar Kekse zur Belohnung kann ich mit meinem Gewissen vereinbaren.

Nun haben wir aber bei der Futterberatung von den Natures Best Stoffwechsel-Fit-Leckerchen erfahren. Diese Leckerlis sind genau wie unser Müsli Getreidefrei und enthalten weniger Zucker. Die Leckerchen klangen wie in optimaler Kompromiss: Kekse, aber wenigstens gesund.

Normalerweise probiere ich Leckerchen ja immer erst selbst, aber die sind leider zu hart für mein sensiblen Zähne. Amy hat den Geschmackstest also selber durchgeführt und die Leckerchen für gut befunden.

Nun arbeiten wir immer mit den gesunden Keksen für pummelige Ponys. Auch wenn kein Keks natürlich besser für die Figur ist, als ein Diätplätzchen, so achten wir auf diese Weise zumindest etwas auf die Figur und das Pony hat trotzdem noch eine kleine Freude zur Belohnung.

Im Training achte ich immer gut auf die Menge der Leckerchen, wenn wir allerdings was vorführen, wo es klappen sollte oder ein Fotoshooting haben, dann wandern auch schon mal ein paar Kekse mehr in den Magen des Ponys. Mit diesen Leckerchen muss ich da jetzt wenigstens kein schlechtes Gewissen haben.

Amy mag ihr neue Belohnung sehr gerne.

 

Möchtest du nach Amy nochmal ein Pferd?

15. Juli 2018 at 10:06

Diese Frage habt ihr mir in der letzten Zeit öfter gestellt und ich habe sie mit „Nein“ beantwortet. Diese Antwort stieß wohl bei einigen auf Unverständnis. Vielleicht fangen wir mal so an: Amy ist aktuell 11 Jahre alt und könnte theoretisch noch 20 Jahre leben. Wo ich im Leben mit dann fast 50 Jahren stehe, darüber mag ich mir jetzt noch gar keine Gedanken machen.

„Life is happend while you are making plans“

Vieles habe ich früher anders gesehen und zu Einigem hat sich meine Einstellung in den letzten Jahren geändert. Es gibt immer Dinge die sich verändern, sei es beruflich oder privat. Dagegen kann man nichts tun und man muss eben schauen, wie man mit neuen Situationen umgeht. Eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder ähnliches könnte ja auch dazu führen, dass sich selbst Amys und mein Weg trennen könnten. Aber auf den unwahrscheinlichen Fall mag ich auch gar nicht näher eingehen.

Natürlich habe ich schon drüber nachgedacht, was ich tun würde, wenn Amy beispielsweise nächstes Jahr tot aus dem Hufen kippt. Aktuell steht da meine Entscheidung fest, es würde kein neues Pferd an meiner Seite geben. Ich würde nicht mit dem Reitsport aufhören und mir bestimmt eine RB suchen, aber nochmal ein eigenen Pferd: nein.

Das Ganze hat basiert auf 3 Gründen, zwei Grundlegenden Dingen und etwas das eben aus dem Besitz eines Pferdes resultiert.

Anfangen möchte ich beim lieben Geld!

Ein Pferd ist teuer. Ich zahle jeden Monat allein über 400 € nur an reiner Stallmiete, was da noch alle dazu kommt, mag ich gar nicht ausrechnen. Reitstunden, Ausrüstung, Tierarzt, es gibt da eine ganze Palette. Ich bin nun seit 7 Jahren stolze Pferdebesitzerin und grade in der Anfangszeit hat mir diese finanzielle Belastung nicht viel ausgemacht. Ich habe gerne auf andere Dinge im Leben verzichtet, doch je älter man wird, desto anders setzt man eben Prioritäten. Das Pferd während einer Schwangerschaft und dem damit verbundenen Einkommensausfall zu finanzieren wird eines Tages sicher auch spaßig, aber man hat auch andere Träume, wie z.B. ein eigenes Haus.

Sollte ich im Lotto gewinnen oder doch das Erbe einer reichen Tante in Amerika erhalten, stände einem neuen Pferd oder auch einem 2. oder einem Fohlen aus Amy sicher weniger im Weg. Amy ist mein Leben und für sie bin ich bereit mich finanziell voll für sie aufzuopfern, dies aber dann nochmal zu machen und mich wieder für ca. 25 Jahre an ein Tier zu binden, ich denke nicht, dass ich das möchte.

Jeder der sein Pferd nicht vollständig selbst finanziert und weiß wie schwer es in manchen Monaten sein kann, wird dies vielleicht nicht verstehen können. Aber wer schon mal 4 Tage vor Monatsende mit leerem Tank und leerem Konto zur Arbeit fahren wollte, weiß sicher wovon ich rede.

Wer die Unterstützung von Partner und Familie hat, wird sicher auch sagen: Ach ja, passt schon. Aber ich finanziere mein Hobby alleine und muss somit schauen, wie ich mit meinem Gehalt auskomme. Wohnung, Nahrung, Kleidung, Auto, Versicherung, Urlaub, es gibt so vieles das finanziert werden möchte.

Der zweite Hauptgrund ist Amy selbst.

Kein Pferd der Welt könnte Amy jemals ersetzen. Was auch immer ich mir als Kind von einem eigenen Pferd erhofft habe, Amy hat alle Erwartungen bei weitem übertroffen. Wir haben mehr zusammen erlebt, als ich es mir je erträumt habe. Mein Traum vom eigenen Pferd hat sich für mich erfüllt: Ich bin einfach zufrieden!

Und der letzte Aspekt ist eben auch die Zeit. Beruflich können Tage länger werden, ich möchte mal eine Familie gründe, mein Partner und meine Freunde wollen etwas unternehmen. 356 Tage im Jahr für ein Pferd verantwortlich zu sein ist eben sehr zeitaufwändig. RB können unterstützen, Offenställe Tage überbrücken, aber letztlich hat man am Ende selbst viele Stunden des Jahres mit dem Thema Pferd verbracht.

„Sag niemals nie“

Ich schließe es ja auch gar nicht zu 100% aus, dass sich meine private oder berufliche Situation ändert, ich mich doch wieder in ein Pferd verliebe oder eben doch morgen vom Zug überfahren werde. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt!

Nur ärger ich mich über das „HÄÄÄÄ, wieso willst du denn nicht?“. Oft haben Dingen eben nicht nur mit wollen zu tun, denn wenn es danach ginge dann hätte ich gerne eine Villa, ein Boot, einen Privatjet, 15 Katzen, 4 Pferde und einen rosa Elefanten!

Bilder: Vanessa Gerner

Cavallo Cup 2018

11. Juli 2018 at 16:34

Wie schnell die letzten Wochen dann doch vergangen sind, denn am Samstag war es soweit und Amy und ich durften auf der Cavallo Academy auftreten. Schon am Freitag habe ich die Pony Prinzessin nach Mönchengladbach gebracht, damit wir uns die Gegebenheiten vor Ort schon einmal anschauen konnten.

Verladen lief absolut komplikationslos und ich konnte sie einfach reinschicken. Zufrieden und mit einem fetten Grinsen habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Dass ich ganz alleine war hat mich kaum gestört, natürlich war ich aber sehr aufgeregt, was uns erwartet. Den Weg habe ich mir extra vorher schon 5-mal auf Google-Maps angeschaut und unterstützt durch Auto- und Handynavy sind wir schnell dort angekommen.

Auf dem Hinweg habe ich auch schon mit Vanessa telefoniert, wir wollten uns nämlich am Abend für ein kleines Fotoshooting am Schloss treffen. Nach unserer Ankunft habe ich Amy erstmal ihre Box gezeigt und dann ging es für mich zur kleinen Begrüßungsrunde. Anschließend haben wir Amy dann das Gelände gezeigt und ein paar schöne Fotos gemacht. Ich war wirklich sehr froh, dass Marla und Vanessa noch gekommen sind und ich somit nicht ganz alleine war.

Beim Spaziergang über das Gelände hatten wir dann leider einen kleinen Unfall. Vanessa lief hinter Amy, als sich plötzlich die Kamera aus dem Tragegurt löste und auf den Boden fiel. Es gab einen lauten Knall und die Kamera berührte Amy am Hinterbein. Amy schoss los und trat nach hinten aus. Für diese Reaktion kann ich ihr absolut keinen Vorwurf machen, nur leider traf sie mich an der Hüfte. Ich bin wie im Film echt ein kleines Stück nach hinten geflogen und auf dem Boden gelandet. Zum Glück hat sie Vanessas Kopf nicht getroffen, die sich nach der Kamera gebückt hatte. Wir waren mit einer kleinen Gruppe unterwegs und so hatte ich zum Glück Hilfe und jemanden, der auf mein Pony aufgepasst hat. Ich wurde in 20 Jahre Pferdeerfahrung noch nie wirklich getreten, aber irgendwann ist wohl immer das erste Mal. Das ich mir mal bei lustigen Sachen, wie rückwärst über eine Wiese galoppieren wehtun könnten, habe ich immer im Hinterkopf. Aber das etwas beim ganz normalen Führen schief geht, nun ja, damit rechnet man doch eher weniger. Jedenfalls hätte man das ganze kaum verhindern können und jetzt begleitet mich eben ein blauer Fleck. Hätte auch alles schlimmer kommen können und mit einer Schmerztablette morgens, humple ich jetzt auch nicht mehr.

Leider konnten wir so nicht viele Bilder an dem Abend machen, aber es war schön eine alte Freundin wieder zu sehen. An dem Abend war ich ziemlich müde und geschafft, aber eben auch aufgeregt, was uns am Samstag noch erwartet.

Die Pflichtaufgabe

Schon am Freitag haben wir im Rahmen der Begrüßungsrunde erfahren, was uns in der Pflichtaufgabe erwartet. Beim ersten Blick auf den Plan fiel mir die letzte Station, nämlich das Verladen sofort ins Auge. Unsere persönlich größte Baustelle war Teil der Pflichtaufgabe. Mein Plan war es ja, nach dem Shooting nochmal auf dem großen Platz Teile aus der Kür zu üben und danach nochmal eine kleine Einheit Verladen in fremder Umgebung einzubauen. Leider kam der Unfall dazwischen und so habe ich das nicht machen können. Bei den anderen Aufgaben hatte ich nur bei dem „seitlich über eine Stange“ kleine Bedenken, da dies vom Boden aus bei uns auch manchmal im Chaos endet. Nach Sichtung der Aufgabe habe ich noch überlegt, ob ich führe oder reite, aber da es hieß, man darf sich zwischendurch nicht um entscheiden, wollte ich die Aufgabe führen. In den Hänger reiten wäre nämlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, wobei das seitlich über die Stange geritten für uns besser gewesen wäre.

Die Pflichtaufgabe bestand aus folgenden Elementen:

  1. Halten, winken und 3 Schritte zurück
  2. Flatterplane
  3. Cavaletti
  4. Seitlich über die Stange
  5. Chaosplane
  6. Verladen

Wir waren als dritte Starter dran und ich habe davor versucht schon einen Blick auf die anderen Kandidaten zu werfen, aber ich musste mein Pferd bändigen. Mit Pferd in der Menge war das Zuschauen nicht ganz so leicht und im Grunde halt uns das auch nicht weiter. Als wir an der Reihe waren, war Amy natürlich sehr aufgeregt von der gesamten Kulisse. Sie war aber absolut händelbar und total bei mir. Wir konnten alle Stationen im Rahmen der aktuellen Situation gut bewältigen und wir standen sogar schon ein ganzes Stück im Hänger, als leider die Zeit von 3 Minuten vorbei war. Ich war sehr zufrieden mit uns. Natürlich wäre es mit einem entspannten Pferd leichter gewesen, aber die Situation so anzunehmen und es gut umzusetzen, das war eben die Herausforderung. Von der Jury haben wir positives Feedback bekommen und konnten uns dann erstmal wieder entspannen.

Den restlichen Tag waren wir in den Shoppingzelten stöbern, haben gegessen und das Programm angeschaut. Gegen Mittag haben wir mit Amy noch einen Spaziergang gemacht und ein paar Bilder geschossen. Die Lokation in Wickrath ist wirklich wunderschön.

Die Kür

Das Finale rückte immer näher und ich muss sagen, dass ich vor der Kür schon gar nicht mehr so aufgeregt war, weil der ganze Tag in der Sonne unglaublich anstrengend war. Schon zu Hause habe ich gesagt, dass es ganz von Amy abhängt, wie gut unsere Kür klappt. Wenn sie einen guten Tag hat, dann wird es prima und wenn nicht, dann haben wir es vermutlich schwer. Ich kenne ja mein Pony und Amy war einfach nicht ganz so entspannt, wie es nötig gewesen wäre. Einen Teil musste ich aufgrund des Unfalls streichen und zwei Punkte habe ich direkt weggelassen, weil ich wusste, dass die Umstände nicht passen. Der geplante Rest lief dann leider auch nicht ganz so wie geplant, aber das macht auch nichts. Für den ersten richtigen Auftritt war Amy fein. Da von oben ablegen aufgrund der Ablenkung nicht klappte bin ich schnell abgestiegen und habe es von unten gemacht. In dem Moment wo sie lag, entspannte sie sich und ich schöpfte Hoffnung. Leider sprang sie beim Klatschen dann direkt auf. Mein Traum war es ja, dass sie wenigstens Sitzt und ich um sie rumhüpfen kann. Während das zu Hause gar kein Thema ist, konnten wir dies dort nicht zeigen. Wir erreichten den 4. Platz.

Das Motto war aber schließlich: Mein Kumpel Pferd. Amy ist auch grade deshalb meine Freundin, weil ich ihr Schwächen kenne und akzeptiere und mich nicht nur mit ihren Stärken zur Schau stellen möchte. Schließlich akzeptiert sie mich auch trotz meiner Fehler. Es war so eine schöne Erfahrung und hat uns beiden Spaß gemacht. Mit etwas Routine wird sie auch Situationen vor großem Publikum sicher meistern. Meinen Hängerführerschein habe ich ja auch noch kein Jahr und jetzt wo wir mobil sind, da werde ich ihr die große weiter Welt vorstellen.

Es war ein tolles Erlebnis!

Das erste Verladetraining allein

8. Juli 2018 at 15:07

Nachdem wir nun 2-mal beim Verladetraining von einem Trainer unterstützt wurden, bekamen wir die Erlaubnis nun auch allein weiter zu üben. Da ich mir ja zunächst erstmal das Auto von meinem Papa leihen musste, konnte ich den Tag ein wenig vor mir herschieben.

Ich muss zugeben, ich hatte echt Bammel davor, alleine zu üben. Was ist wenn es nicht klappt? Was wenn ich den bisherigen Fortschritt irgendwie wieder kaputt mache? Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf und so habe ich den Übungstag einfach ein wenig hinausgezögert. Da am Wochenende aber der Cavallo Cup anstand, musste ich mich meiner Angst stellen.

Trotz des warmen Wetters habe ich also all meinen Mut zusammen genommen und bin losgezogen, den Hänger ankuppeln. Dazu vielleicht auch noch ein paar Worte: Mit Hänger fahren macht mir echt immer weniger aus, ich bin was das angeht schon selbstbewusster geworden und habe den Hänger alleine geholt und auch ganz alleine wieder geparkt. Das war schon schön zu sehen, dass die Welt davon nicht unter geht, wenn ich alles alleine machen muss.

Für das Verladetraining habe ich extra gute 2 Stunden eingeplant. Falls es nicht gut klappen sollte, könnte ich so ja einfach vor dem Hänger stehen und ganz viel Ruhe ausstrahlen. Ich holte also mein Pferd und war schon auf dem Weg zum Hänger wieder sichtlich nervös. Da ich keinen Bodenarbeitsstick besitze war ich zunächst unschlüssig, ob ich ein Seil an meine Gerte binde oder einfach die Longierpitsche nehme. Ich entschied mich für die Longierpitsche und ein normales Halfter mit Strick, die Longe hatte ich aber vorsichtshalber auch dabei. Bislang hatten wir zum Üben immer ein Knotenhalfter mit Bodenarbeitsseil, aber meins konnte ich nicht finden.

Amy schnaubte einmal, war aber dann recht ruhig, als wir vor dem Hänger standen. Ich traute mich gar nicht zu versuchen sie reinzuschicken, weil ich mir wieder Gedanken gemacht habe, was passieren könnte. Dann atmete ich einmal tief durch und gab das Signal.

Zunächst schickte ich Amy nur halb in den Hänger, ich hatte mir vorgenommen mir ein Ziel zu setzen und dieses mit Ruhe zu erreichen. Amy folgte meiner Aufforderung sofort und war weitestgehend entspannt. Anschließend schickte ich sie dann 5-6-mal ganz auf den Hänger und siehe da: Es klappte!

Ich war so unheimlich stolz auf uns, wir machen tatsächlich Fortschritte. Ich konnte die Einheit nach ca. 8 Minuten erfolgreich beenden.

In den nächsten Wochen üben wir weiter, denn sie soll ja immer länger entspannt auf dem Hänger stehen bleiben. Außerdem ist mein Traum ja, dass ich sie komplett von unten alleine hinaufschicken kann.

Da ich aber auch immer auf Rückschritte gefasst bin, schauen wir mal, wie sich unsere Baustelle so entwickelt. Dass es Dienstag so gut geklappt hat, hätte ich nie erwartet.

Ein wenig Alltag

5. Juli 2018 at 16:42

Jetzt fiel mir doch tatsächlich grade auf, dass es diesen Monat noch gar keinen Blogbeitrag zu lesen gab. Nun gut, es ist ja auch grade erst der 5. Juli, aber irgendwie wollte ich doch einfach mal ein wenig von unserem Alltag berichten. Das Wetter ist die letzten Wochen überwiegend sehr warm und sonnig und wir sind trotzdem meisten recht fleißig gewesen.

Beim Reiten macht Amy schon seit 2-3 Wochen immer wirklich motiviert und toll mit und wir hatten schon ewig keine Diskussionen mehr. Damit ich aktuell echt ganz zufrieden mit uns, nur ich hätte gerne mal wieder die ein oder andere Dressurstunde, weil sich beim alleine Reiten ja doch mal kleiner Fehler einschleichen.

Mit den Gedanken bin ich aber seit Tagen beim Cavallo Cup. Morgen machen wir uns auf den Weg nach Möchengladbach und ich bin schon wahnsinnig aufgeregt. Ich hoffe wir können dort schöne Erfahrungen sammeln und haben 2 entspannte Tage. Ich bin wirklich gespannt wie Amy sich dort benimmt und ob sie gut mitmacht. Heute packe ich noch die letzten Sachen zusammen und wollte Amy nochmal den Schweif waschen.

Ansonsten ist es bei uns momentan angenehm ruhig. Wir erfreuen uns beide bester Gesundheit und genießen unser Leben. Ich bin sehr zufrieden und glücklich.

Nach dem Cavallo Cup steht dieses Jahr noch ein anderer Ausflug auf dem Programm, hierzu gibt es aber später mehr Einzelheiten.

Was mir aber etwas zu schaffen macht, ist meine Festplatte mit allen alten Fotos. Die Festplatte hat einen Defekt und ich sitze aktuell viele Stunden davor und versuche so viele Dateien wie eben möglich zu retten. Da sind alle Amybilder bis Mitte 2015 drauf und mich macht es schon sehr traurig, dass ich wahrscheinlich viele Dateien nicht wieder bekomme.

Gestern war Amy besonders süß: Auf dem Hof sind 2 Kinder mit ihrem Kettcar gefahren. Zunächst habe ich erwartet, dass sie es gruselig finden würde, aber Amy war so Neugierig und hat die Kinder verfolgt. Kurze Zeit später standen 4 Kinder um uns herum, 2 davon mit Puppenwagen. Es war schon schön ein so entspanntes Pferd zu haben, welches brav von Puppenwagen und einem Kettcar umzingelt über den Hof schlendert. Aber wie ihr schon mitbekommen habt, Amy kann auch mal anders. Umso mehr hoffe ich, dass sie sich in Mönchengladbach benimmt.

Leider konnten wir auch nicht wirklich für unseren Auftritt üben, zu mindestens nicht das, was ich mir eigentlich überlegt hatte. Dazu war ich auf Helferlein angewiesen, aber Zeit ist ja ein sehr kostbares Gut. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir trotzdem etwas Schönes zeigen können. Das Motto „ Mein Kumpel Pferd“ erfüllt Amy sowieso für mich.

Einen ausführlichen Bericht zu unserem Wochenende findet ihr dann nächste Woche hier.