Equitana Open Air 2018

28. Mai 2018 at 05:59

Eigentlich hatte ich geplant die Messe nur am Sonntag zu besuchen, aber aufgrund des tollen Wetters, habe ich mich kurzfristig auch Freitagnachmittag zu einem Besuch entschieden. Nach der Arbeit sind wir nach Neuss gefahren, um eine Runde über die Messe zu laufen und ein wenig zu shoppen.

Das Wetter war mit rund 30 Grad schon fast zu warm zum Shoppen. Sich das Programm im Sitzen anzuschauen und eine kalte Fanta zu trinken hat Spaß gemacht, das Getümmel in den warmen Shoppingzelten eher weniger. Dafür, dass es Freitag war, fand ich die Messe aber schon unheimlich voll. Am Wochenende ist das ja in der Regel immer so, aber für einen Tag unter der Woche, war wirklich viel los.

Nach einer ersten Runde hatten wir uns einen groben Überblick verschafft und die Detailsuche der Wunschprodukte konnte beginnen. Auf meiner Liste stand dieses Jahr nur ein Vorderzeug. Leider bin ich nicht fündig geworden und habe mir nun eins im Internet bestellt. Dafür habe ich mir aber eine pinke Logierpeitsche und 2 neue Gerten gekauft. Gerten gehen bei uns immer so schnell kaputt und die Pitsche passt farblich einfach so toll zu unserem Longierset.

Neben einem Stück Pizza gab es auch einen Crêpe mit Nutella zur Stärkung. Ich habe auch einige Zeit mit netten Gesprächen an verschiedenen Ständen verbracht. Es ist schön die Menschen, mit denen man bislang nur über das Internet kommuniziert hat, einmal persönlich kennen zu lernen.

Nach dem ersten Messetag habe ich mich aber sehr auf den zweiten am Sonntag gefreut.

Am Sonntag haben wir uns schon früh morgens auf den Weg gemacht, sodass wir pünktlich zur Eröffnung vor Ort waren. Diesmal bin ich mit anderer Begleitung über die Messe gelaufen und konnte diesmal schon den Touristenführer spielen, weil ich wusste, wo alle Stände sind.

Zunächst habe ich Lara und Devil bei der Vorbereitung für ihre Bodenarbeitseinheit bei Nina von PferdVertraut geholfen und wir sind noch gemeinsam eine Runde über die Messe gelaufen. Anschließend habe ich bei dem Treffen von Vani (Joy) und dem restlichen Team vorbei geschaut, wir haben uns ja auch länger nicht mehr gesehen.

Um 14 Uhr stand dann die Webstarconvention auf dem Programm. Ich war total fasziniert, wie viele Menschen dort schon anstanden, bevor die Veranstaltung überhaupt gestartet ist. Mir hat der Austausch mit anderen Bloggern gut gefallen und wir haben gemeinsam auf den Startschuss gewartet. Es waren so viele Leute da, dass meine Autogrammkarten doch tatsächlich nach einiger Zeit alle waren.

Ich bin ja davon ausgegangen, dass die Mengen ausreicht, aber da viel mehr gekommen sind, als ich gedacht hatte, musste ich feststellen, dass es zu wenig waren. Es war ein toller Nachmittag, wir haben viele Sefies gemacht und mir macht es immer sehr viel Spaß, die ganzen Follower auch mal persönlich kennen zu lernen. Nach 2 Stunden war ich dann aber auch echt geschafft und froh erstmal einen Crêpe essen zu können.

Nach einer letzten Runde über die Messe sind wir dann nach Hause gefahren. Ich muss sagen, es war ein schönes Wochenende, auch wenn das Wetter die Shoppingtour doch wirklich anstrengen gemacht hat. Ich bin stolz auf mich, dass ich am Sonntag doch tatsächlich nichts gekauft habe. Normalerweise fällt es mir ja schwer, nicht die eine oder andere Schabracke einzustecken, aber diesmal war ich echt brav.

Insgesamt betrachtet freue ich mich aber auf nächstes Jahr, denn ich mag die Hallenequitana einfach viel lieber.

 

Ein weiteres Geländetraining stand an

25. Mai 2018 at 05:41

Gestern waren Amy und ich noch unterwegs um Baumstämme zu bezwingen. Ich habe extra nur einen halben Tag gearbeitet, damit ich genug Zeit fürs Verladen und die Fahrt hatte. Auf Stress hatte ich nämlich so gar keine Lust und ich bin lieber zu früh dran, als zu spät. Da ich faules Wesen ja den Hänger nach unserem letzten Training gar nicht ausgeräumt hatte, war ich schnell abfahrbereit. Amy war auch deutlich schneller auf dem Hänger als ich geplant hatte und anstatt einer Stunde sind wir nur 40 Minuten gefahren, somit waren wir sehr früh vor Ort. Ich habe das Pony dann ausgepackt und wir sind ein wenig über den Hof geschlendert, haben uns alles angeschaut und waren grasen.

Den Hof kennt Amy eigentlich, da wir dort vor 3 Jahren unser Reitabzeichen gemacht haben. Beim fertig machen war sie auch ganz fein und entspannt, bis dahin war ich noch sehr zuversichtlich, dass es ein gutes Training wird. Wir sind dann schon mal zum Platz geritten, wo kurze Zeit später Carina mit Belissima eintraf. Bei unseren beiden Ausritten dieses Jahr hat Amy sich leider unsterblich in Belissima verliebt und als sie Amy sie gesehen hat, war es vorbei mit der Ruhe.

Das die zwei sich gut verstehen freut mich ja eigentlich, aber Amy hängt extrem an ihr. Wenn sie sich beim Warmreiten mehr als 2 Meter von uns entfernt haben, ging das Theater los. Wiehern, Grummeln und Tänzeln. Das Verhalten zog sich durch die gesamte Trainingseinheit, Amy war auf 180, nur auf Belissima fixiert und hat gefühlt die ganze Stunde durchgewiehert. An stehen bleiben war auch nicht zu denken, sie war nur am tänzeln. Ich wusste ja, dass es eh nichts bringt sich aufzuregen und so blieb ich ruhig, ein wenig lachen musste ich darüber schon, aber es war verdammt anstrengend. Selbst nach der Stunde, wo Amy eigentlich müde sein müsste, konnte ich beim Trockenführen nicht stehen bleiben und sie ist mir ständig angetrabt und war am wiehern. Erst als Belissima im Hänger stand und vom Hof gefahren ist, kehrte langsam wieder Ruhe ein.

Belissima stört es übrigens so gar nicht, wenn Amy nach ihr ruft. Ihr ist Amy einfach total egal, während Amy sich wie ein Hengst aufführt. Ich habe ja schon die Theorie aufgestellt, dass sie ihre Klöten einfach nur gut versteckt.

Aber nun zum Springen selbst: Wir sind ja bislang immer nur auf graden Plätzen unterwegs gewesen und gestern ging es das erste Mal Berg auf und ab für uns. Ich muss sagen, ich bin definitiv kein Freund von Bergabgallopieren und fand das ganze schon sehr suspekt. Aber ich war Amy dankbar, dass sie trotz des theatralischen Gehampel wenigstens da bei mir war und sehr konzentriert war.

Insgesamt zog sich aber die Unruhe und Unkonzentriertheit durch die Stunde und das nächste Training findet wohl besser ohne Belissima statt. Ich muss aber sagen, dass ich gar nicht unzufrieden bin. Ich habe eine neue Seite an Amy kennen gelernt, weil so extrem hat sie noch nie auf ein anderes Pferd reagiert. Ich konnte sie ja von ihre wegreiten und wir haben die Situation bestmöglich gelöst. Auch wenn es anstrengen war, Herausforderungen sind da, um sich ihnen zu stellen und gemeinsam daran zu wachsen. Insgesamt war die Einheit natürlich kein Vergleich zu Montag. Montag hätten wir über den Mond springen können und Amy war fein bei der Sache, gestern hingegen war sie so abgelenkt, dass nichts so richtig klappen wollte. Monatg musste ich ihr nur grob den Sprung zeigen und sie zog hin. Gestern ist sie mir trotz größter Mühe mit Zügel und Schenke dran zu bleiben auch einfach mal stiften gegangen. Natürlich mit Grummeln und Wiehern in Belissimas Richtung.

Außerdem war ich sehr dankbar über die Hilfe beim Verladen am Rückweg. Alle auf dem Hof waren sehr hilfsbereit und haben uns unterstützt. Sowas hat man ja leider in der Reiterwelt auch nicht immer. Das einzig wirklich enttäuschende an dem Tag war, dass der Tümpel ausgetrocknet war und wir kein Wasser zum durchgaloppieren hatten.

Es kann ja auch nicht jede Einheit komplikationslos Funktionieren und somit mache ich einen Haken an die Stunde. Wobei sie das Berg rauf und runter für das erste Mal gut gemacht hat. Wenn sie etwas weniger mit Belissima rufen beschäftigt gewesen wäre, wäre es für uns beide entspannter.

 

Geländetraining mit Wasserhindernis

23. Mai 2018 at 05:03

Am Pfingstmontag ging es für uns zum ersten Geländetraining mit einem Wasserhindernis dieses Jahr. Es klingt zwar doof, aber da habe ich mich wirklich sehr drauf gefreut. Ich muss gar keine wahnsinnigen Höhen springen, mir sind coole und kreative Hindernisse viel lieber. Wasser ist dabei einfach ein Highlight.

Nachdem der Hänger gepackt war, ging auch das Pony so gut wie noch nie auf den Hänger und wir haben uns auf den Weg gemacht. Das Wetter war auch klasse, Sonne satt. Am Hof angekommen musste ich erstmal mit Hänger rangieren, bis wir den Weg zum Parkplatz gefunden haben. Aber siehe dar, ich war tiefenentspannt und hatte keinerlei Probleme. Ich war tatsächlich etwas stolz auf mich, weil ich mich in der Regel ja vorher immer verrückt mache.

Amy war sehr neugierig nach dem Abladen, aber so brav, dass ich sie entspannt am Hänger anbinden und fertig machen konnte. Spätestens nach den ersten 2 Runden im Schritt über den Platz war sie dann die Ruhe selbst.

Der erste Teil des Trainings fand auf einem Sandplatz statt. Amy sprang alles, ohne zu zögern und ich muss sagen, der ein oder andere war von mir wirklich nicht gut angeritten. Ich vergesse immer die Reihenfolge und so kamen wir das ein oder andere Mal nicht unbedingt auf der Ideallinie zum Sprung. Amy war aber super fein und hat mich immer gerettet. Im Gegensatz zum ersten Lehrgang des Jahres war auch unser Grundtempo viel regulierter und ich war sehr zufrieden.

Anschließend haben wir auf den Rasenplatz gewechselt. Nach 2-3 Runden außen rum, wollten wir uns nun den dort stehenden Hindernissen widmen. Aber Amy wäre ja nicht Amy, wenn nicht doch eine miese Aktion in die Einheit eingebaut wird. Beim Anreiten auf das erste Hindernis auf Gras, hat sie sich auf dem langen Weg dorthin doch einfach mal dazu entschieden, 40 cm vorher einen Haken zu schlagen. Das Hindernis war absolut harmlos und ich glaube da kam dann doch einfach der Ponydickkopf durch. Nach einer kurzen Diskussion waren wir wieder auf dem Weg zum Sprung, aber da sie noch nicht bei mir war, entschied ich mich für einen kleinen Zirkel. Ab dann sprang sie bis zum Ende wieder alles ohne zu zögern. Selbst die weiße Mauer, wo ich echt gezweifelt habe, war überhaupt kein Thema.

Und zum Abschluss folgte dann mein persönliches Highlight und wir machten uns auf den Weg zum Wasserhindernis. Amy ging sofort herein und nach einigen Malen durchtraben konnten wir dann auch reinspringen. Zuerst mit Vollbremsung und reinrutschen und dann wurde Amy mit jedem Versuch selbstbewusster und machte auch brav kleine Hüpfer in das Wasser. Es war so warm und das spritzende Wasser einfach eine tolle Abkühlung.

Rundum zufrieden machten wir uns dann auf den Weg zum Hänger und Amy durfte sich nach dem Ausziehen erstmal noch wälzen. Leider hatten wir auf dem Rückweg dann beim Verladen eine Diskussion. Verladen wird für uns immer eine besondere Herausforderung bleiben. Nachdem es die letzten 4 Jahre immer gut geklappt hat, hatten wir Montag wieder einen Streit. Ich habe immer noch daran zu knabbern, aber versuche das Ganze abzuhaken und nach vorne zu schauen. Schwamm drüber, das nächste Mal wird’s wieder besser.

 

Zu Besuch bei Haflinger Hackländer

17. Mai 2018 at 05:26

Vor einiger Zeit habe ich zufällig entdeckt, dass es einen Haflingerzüchter in meiner Nähe gibt und ich war begeistert. Es war schon immer mein Traum einmal im Frühjahr Babypferde gucken zu gehen und so verabredeten wir uns für die Fohlenzeit. Gestern hat es nun endlich geklappt und ich war zu Besuch auf einem Hof voller blonder Ponys.

Die Lage des Hofes ist toll, sie haben weite Wiesen und die Anlage ist ordentlich und überschaubar. Die Stuten haben helle und offene Boxen und es gibt neben einer Halle auch Paddocks für den Winter. Am wohlsten fühlen sich die Pferde aber natürlich auf den weiten Wiesen.

Das Wetter war besser als erwartet und so durfte ich mir alle Pferde ganz in Ruhe anschauen. Der Rundgang begann bei einem 4 Tage alten Fohlen, anschließend ging es noch zu den anderen Fohlen, aber auch zu den Jungpferden und den älteren Ponys. Mir hat es einfach super gut gefallen zu sehen, wie zufrieden die Pferde aussahen. Ich glaube Amy hätte sich dort auch sehr wohlgefühlt.

Ich habe glaube ich fast jeden Pony einmal geknuddelt und mir ist es echt schwer gefallen nicht das ein oder andere Pferdchen einfach einzupacken. Die Fohlen waren einfach so goldig. Aber auch die Jährlinge waren toll, denn sie waren schon sehr neugierig, kamen direkt zu uns und wollten bespaßt werden. Es war schön in Mitten von so vielen kleinen Pferdchen zu stehen, die einen neugierig untersucht haben.

Mir gefiel der eine Hengst besonders gut, am liebsten würde ich Amy mal kurz in seine Box vergessen. Aber ein eigenes Fohlen kommt leider aktuell aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Man soll ja niemals nie sagen, aber dazu müssten sich erst Dinge ändern. Trotzdem war die Idee einen Mann für Amy zu suchen schon ganz nett.

Nach dem Rundgang habe ich auch noch die Möglichkeit bekommen einen Ausritt zu machen. Hier habe ich die 5 Jährige Almtänzerin kennen gelernt. Sie ist eine richtig coole und schicke Maus. Ich fand es faszinieren wie flott ein Pferd im Schritt unterwegs sein kann, denn Amy ist da ja eher der Typ „Gemütlicher-Rentner-Spaziergang“.

Leider hat uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir sind ziemlich nass geworden. Dann habe ich noch geholfen die Babyherde reinzuholen und was spätestens da dann komplett nass. Mir hat der Ponyhofnachmittag einfach so viel Spaß gemacht. Auf dem Weg nach Hause habe ich zufrieden gelächelt, ich war sehr nass, aber ziemlich glücklich.

Ich kann den Hof jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem blonden Freund fürs Leben ist. Wenn ich auf der Suche nach einem Pferd wäre, wäre das definitiv eine Anlaufstelle.

Vielen Dank das ich zu Besuch kommen durfte! Ihr habt wundervolle Pferde.

 

Wir fahren zum Springen

11. Mai 2018 at 10:32

Ich glaube der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Am Freitag waren wir mit Mandy Hopp zu einer Springstunde in ihrem Stall verabredet. Ich war wahnsinnig aufgeregt, aber im Grunde weniger vor dem was uns dort erwartet, sondern viel mehr vor der Fahrt dahin. Wie ja schon mal erwähnt habe, weiß ich auch gar nicht, wieso Verladen und mit Pferd fahren so an meinen Nerven sägt. Mit einem anderen Pferd, als mit Amy würde ich das Ganze bestimmt gelassener sehen, aber so mache ich mir doch immer viel zu viele Gedanken.

Aber: Wir springen gerne und ich wollte unbedingt eine Springstunde mit richtigen Hindernissen. Und schließlich habe ich den Führerschein ja auch nicht extra gemacht, um dann nie zu fahren. Aber da ich mich einfach wohler fühle, wenn ich eben nicht ganz alleine unterwegs bin, wollte Julia uns begleiten. Anfangs war ich der Meinung, dass ich eben auch einfach alleine fahre, wenn keiner Zeit hat uns zu begleiten, aber als Julia dann zugesagt hatte, mit uns zu fahren, war ich beruhigter.

Nach der Arbeit ging es dann schnell zum Stall und weil ich mit beweisen wollte, dass ich es auch ganz alleine schaffe den Hänger anzukuppeln und bereit zu stellen, war dies meine erste Handlung. Und siehe da: Es klappte problemlos und der Hänger stand abfahrbereit auf dem Hof. Ein Blick auf mein Handy sorgte kurz für Schnappatmung, denn Julias Termin ging länger und sie schaffte es nicht mehr zu uns. Einem Herzklabaster nahe, habe ich einmal geschluckt und mein Selbstbewusstsein zusammen gekratzt und mir gesagt: Wir schaffen das auch ganz alleine.

Ich habe dann das Pony fertig gemacht und bin auf den Hänger zu. Ganz optimistisch habe ich dann versucht Amy allein hochzuschicken, aber das hatte mäßigen Erfolg. Ganz reingehen wollte Madame nicht und nach 5 Minuten hat uns wer Hilfe angeboten, die ich auch angenommen habe. Ich weiß nicht, ob wir nach 10 oder 20 Minuten alleine üben Erfolg gehabt hätten, aber wir mussten ja auch pünktlich zur Stunde kommen und so habe ich das Experiment meines Traums vom alleine verladen abgebrochen. Ich ging vor uns Amy folgte brav, sodass jemand nur die Stange für uns schließen musste. Es konnte losgehen: Meine erste Fahrt ganz alleine mit meinem Pferd.

Nachdem ich noch einmal tief durchgeatmet hatte machten wir uns auf den Weg und siehe da, schon nach wenigen Metern war ich wirklich entspannt. Es hat mich selbst überrascht, wie gelassen ich plötzlich mit der Situation umgegangen bin. Am anderen Stall angekommen, habe ich Amy dann abgeladen und mittlerweile war auch Julia da, die direkt dorthin gekommen ist, damit wir ein paar Erinnerungsfotos haben.

Die ersten 5 Minuten war Amy aufgeregt und nervös, was sich dann aber auch gelegt hatte und so haben wir uns gemeinsam mit Mandy und ihrem schicken Pferdchen auf den Weg zum Springplatz gemacht. Ich war begeistert von dem riesen Platz und freute mich auf die Stunde. Amy war super entspannt und ich war fast ein bisschen überrascht, dass sie so relaxed war. Nach dem Warmreiten hab ich dann aber doch wieder etwas Angst vor dem Springen bekommen. Ich hatte Angst, das Amy komische Aktionen abzieht und auch mich zu blamieren. Aber hey, es ging um gar nichts und wir würden das schon irgendwie meistern.

Da die Trainerin noch im Stau stand sind wir schon mal 2-3 kleine Sprünge zum Aufwärmen gesprungen, was nicht ganz so klug war. Als die Trainerin kam, sollten wir erstmal normal reiten und zeigen, wie wir uns so anstellen. Da Amy aber schon voll im übermotovierten Springmodus war, sah das Ganze nicht so harmonisch aus und Amy war ein aufgeweckter Duracellhase. Ich würde fast sagen, dass dieser Umstand alle ein wenig belustigt hat. Dann hat aber die Springstunde begonnen und wir hatten eine Menge Spaß. Ich hatte uns als Wald und Wiesenreiter vorgestellt, aber ich glaube so eine schlechte Figur haben wir gar nicht gemacht.

Amy sprang top. Ich war so begeistert von ihrer Moral, denn manchmal brettert sie auf einen Sprung zu, haut eine Vollbremsung rein und springt aus dem Stand oder mogelt sich am 2. Sprung einer Kombi einfach vorbei. Am Freitag war nichts davon zu sehen, Amy gab sich so viel Mühe und ist auch aus blöd von mir angerittenen Winkeln gesprungen. Vor der eigentlichen Reitstunde bin ich einmal eine 3 Fache gesprungen und selbst das hat Amy ohne faxen gemeistert. Lediglich vor dem Kuhsprung hat sie einmal verweigert, der war ihr doch etwas suspekt. Aber dieses kleine Missgeschick war zum Glück vor der Stunde.

Die Stunde hat so viel Spaß gemacht und war auch echt hilfreich, denn mir haben die Tipps und Anregungen viel gebracht. Ich hatte auch schon Reitstunden in meinem Leben, wo die Chemie mit dem Trainier nicht gestimmt hat und ich muss sagen, die Stunde war toll. Eben nicht weil wir perfekt waren, aber weil wir an uns arbeiten konnten.

Während Mandy an der Reihe war, aber ich Amy abgesattelt und bin ohne Sattel trocken geritten. Auch die Trense habe ich durch das Halfter ersetzt. Der Anblick war schon recht witzig, denn neben den ganzen edlen Tieren, sahen wir eh komisch aus und dann auch noch halb nackt, während die anderen in voller Montur unterwegs waren. Aber ich hatte ein tiefenentspanntes Pony und war stolz! Nach einem Gespräch, wer wir denn sind und was wir so machen, habe ich Amy einfach mal kurz von oben abgelegt. Doofer weise war sie ja geschwitzt und wollte sich wälzen, also habe ich sie schnell aufgescheucht und wir sind dann auf den Longierplatz zum Wälzen gewandert.

Anschließend haben wir uns auch noch so etwas im Stall umgesehen und er ist wirklich sehr edel. Mandy kennen zu lernen war auch echt toll, wir haben uns gut verstanden und sie ist ein richtig lieber Mensch. Leider hieß es dann wieder Abschied nehmen. Amy folgte mir wieder ohne Zögern in den Hänger und Julia schloss die Stange. Ja unsere Verladesituation ist absolut unkritisch, aber ich brauche eben eine 2. Person und davon möchte ich auf Dauer einfach weg.

Amy und ich machten sich ganz alleine auf den Weg nach Hause und ich war zufrieden und stolz. Stolz auf mich, weil ich die erste Fahrt ganz alleine so souverän gemeistert habe und stolz auf das Pony, weil sie gut gesprungen ist und das obwohl ich manchmal eine kleine Katastrophe auf ihrem Rücken bin. Wir möchten auf jeden Fall nochmal dorthin zum Springtraining fahren!

 

 

Chucks selbst designen

3. Mai 2018 at 15:29

Vor ein paar Monaten habe ich auf Instagram das erste Mal gesehen, dass es möglich ist, sich seine eigenen Chucks zu designen. Eigene Fotos auf Leinwänden, Kissen oder T-Shirts kannte ich ja schon, nicht aber auf Schuhen. Ich wurde auf die Seite Inkicks aufmerksam und schaute mich um. Bei Inkicks ist es möglich sich ein paar Chucks ganz individuell zu gestalten. Es kann sowohl ein Muster, als eben auch ein eigenes Foto auf die Schuhe gedruckt werden.

Die Idee finde ich einfach genial und mein Wunsch nach einem Paar „Amy-Chucks“ war geboren. Ich bin schon seit dem Teenageralter allgemein ein Fan von Chucks und habe über die Jahre auch schon einige Paare besessen, von einfarbigen bis hin zu gepunkteten, aber eben keine mit eigenem Motiv.

Andere Kunden hatten sich schon ihre Hunde oder ihr Auto auf die Schuhe drucken lassen, aber ich wollte natürlich welche mit meinem Pferd. Nach dem Stöbern auf Instagram führte mich mein Weg auf die Homepage von Inkicks, um mir meine Wunschschuhe zusammenzustellen.

Auf der Homepage angekommen fiel mir auf, dass es auch möglich ist, schon aus einer großen Auswahl an Designvorschlägen zu wählen. Also wer nicht unbedingt ein Foto, sondern lieber ein anderes Motiv auf seinen Schuhen haben möchte, der wird hier auch fündig. Nachdem ich mir einen kurzen Überblick verschafft hatte, wollte ich aber mit dem Shopping meiner Amyschuhe fortfahren.

Der Bestellvorgang

Um mir meine Schuhe selbst gestalten zu können wählte ich den Konfigurator aus. Hier sei gesagt, dass dieser wirklich kinderleicht zu bedienen ist und einen durch den ganzen Bestellvorgang leitet. Da ich mir in der Vergangenheit schon eine Leinwand oder ein Fotokissen bestellt habe, weiß ich, dass einen ein Konfigurator auch schnell in den Wahnsinn treiben kann. Bei dem Bestellen meiner Schuhe hatte ich gar keine Probleme und wurde gut von Schritt zu Schritt geführt.

Man kann zwischen den Schuhfarben schwarz und weiß wählen. Da ich ja Amy auf dem Schuh verewigen wollte, erschien mir weiß als Grundfarbe besser. Als nächstes Stand die Auswahl meiner Schuhgröße an. Sobald ich diese angegeben hatte erschien das Modul zum Hochladen eigener Bilder. Selbstverständlich wurde hier nach der Auswahl auch noch gefragt, ob ich die Rechte an den Bildern besitze.

Die Bilderauswahl

Da ich mich nicht für ein Foto entscheiden konnte, habe ich eine kleine Auswahl an Bildern hochgeladen. Je nach Designwunsch sollte man natürlich darauf achten, dass das Motiv auf die bedruckbare Fläche des Schuhes passt, sprich ein wenig Spielraum am Bildrand ist sinnvoll. Die Bilder sollten natürlich eine möglichst hohe Qualität haben, damit der Druck entsprechend gut wird.

Das eigentliche Design

Nach dem Bilderhochladen hat man in einem freien Textfeld die Möglichkeit seine Wünsche zu Äußern. Es ist möglich mehrere Bildausschnitte auf eine Seite des Schuhs drucken zu lassen oder eben auch ganze Fotos. Ich wollte einfach ganz schlicht je ein Foto auf einer Schuhseite. Hier ist es nicht nötig sich selbst mit einem Designprogramm auseinander zu setzen und die Bilder auf den Schuh zu basteln. Es ist lediglich möglich seine Vorstellungen zu beschreiben und das Basteln dem Team von Inkicks zu überlassen. Mir hat es gut gefallen, nur kurz meine Idee für den Schuh beschreiben zu können und dann gespannt auf den Designentwurf zu warten. Der lästige Kampf mit einem Designeditor entfällt völlig. Es ist möglich jeweils die beiden Außenseite, sowie die Zunge bedrucken zu lassen.

Nun folgt noch der Bestellabschluss mit Angabe der persönlichen Daten und des Zahlungsweges. Hier ein kleiner Tipp: Wer sich für den Newsletter anmeldet, der spart 5 €!

Innerhalb von 48 Stunden soll man eine E-Mail mit Designvorschlägen erhalten, meine war aber deutlich schneller in meinen Posteingang. Ich vermute, dass dies vom Arbeitsaufkommen abhängig ist. Theoretisch ist es nun möglich noch weitere Änderungswünsche zu äußern. Was besonders hervorzuheben ist, ist der super nette und persönliche Kontakt. Das Design wird nicht einfach maschinell erstellt, sondern in Handarbeit durch das Inkicks-Team. Der Schuh wird so in persönlicher Zusammenarbeit fertig gestellt.

Ich war absolut zufrieden mit meinem Vorschlag und segnete diesen ab, so konnten meine Schuhe in die Produktion gehen.

Während ich auf die Schuhe wartete, habe ich mich gefreut, wie ein kleines Kind, das auf Weihnachten wartet. Als ich dann endlich das Paket in den Händen hielt, konnte ich es kaum erwarten es zu öffnen.

Die Schuhe sehen einfach toll aus! Schuhe mit meinem Herzenspferd drauf. Natürlich wurden sie erstmal ganz stolz überall herumgezeigt und den restlichen Tag nicht mehr ausgezogen.

Ursprünglich hatte ich angedacht, dass dies meine Stallschuhe werden, aber ich trage ich sie jetzt doch viel lieber auch den restlichen Tag. Auf diese Weise kann mein Pferd mich nun überall hin begleiten.

Selbstverständlich habe ich auch Amy die Schuhe gezeigt. Ich glaube sie hätte bestimmt auch gerne welche, leider passen ihre Hufe ja nicht rein 🙂

Hier geht’s lang: https://www.inkicks.de/