Reitplakette – Was ist denn das?

26. Januar 2018 at 06:21

Nachdem einige Fragen zu dem Foto in meiner Instagramstory kamen, möchte ich euch heute etwas über die Reitplaketten erzählen. Viele von euch haben scheinbar noch nie von ihnen gehört und wissen gar nicht, was es damit auf sich hat.

Wozu dient die Reitplakette?

Die Reitplakette ist im Grunde wie ein Kennzeichen für Autos. Jedes Pferd erhält ein individuelles Kennzeichen, bestehend aus einem Buchstaben für die Stadt oder den Kreis, in dem man selbst wohnhaft ist und einer in der Regel vierstelligen Zahl. Die Plakette dient zu Identifizierung. Reitet man beispielsweise einen Rentner über den Haufen, so kann dieser sich das Kennzeichen merken und Anzeige erstatten.

Was steht dahinter?

Wie fast alles im Leben ist der Hintergrund aber weniger, dass man das Kennzeichen zur Erkennung hat, sondern Geld. Die Reitplatten sind natürlich nicht kostenfrei und die Stadt oder der Kreis bessert hierdurch seine Kasse auf. Die Abgabe soll zur Instandhaltung der Wege dienen. Ich für meinen Teil habe aber weder am alten, noch am neuen Stall je einen Reitweg gesehen.

Braucht jeder eine Plakette?

Jeder Reiter der seinen Hof mit dem Pferd verlassen möchte, ob zum Ausreiten oder nur Spazieren benötigt dieses Plakette.

In welchen Bundesländern gibt es diese Reitplakette?

Die Plakette gibt es nicht bundesweit, sondern lediglich in einigen Bundesländern. Definitiv verpflichtend ist sie für alle Reiter aus NRW, Thüringen, Hamburg und Berlin. In Baden-Württemberg und Bayern sollte man sich erkundigen. In anderen Bundesländern ist eine Kennzeichnungspflicht nicht nötig.

Wie viel kostet eine Reitplakette?

Das ist in jedem Bundesland etwas anders geregelt und ich kann nur erklären, wie es in NRW abläuft. Bei Neubeantragung zahlt man die Kennzeichen selbst, sowie die aktuelle Jahresmarke. Die Kosten hängen davon ab, ob es sich um ein Privatpferd oder einen Reiterhof handelt. Das Kennzeichen selbst kostet für Privatpferde ca. 40,00 € und die Jahresmarke immer um die 30,00 €. Man kann die Jahresmarke entweder jedes Jahr neu beantragen oder einmalig ein Kreuzchen setzen, sodass man diese automatisch zu Jahresbeginn zugeschickt bekommt.

Wo ist die Plakette anzubringen?

Die Reitplakette besteht wie auch beim Auto aus 2 Kennzeichen, nur das diese nicht vorne und hinten, sondern beide seitlich am Pferd angebracht werden müssen. Es ist möglich die Plakette beidseitig an der Trense zu befestigen, ich habe aber auch schon häufiger gesehen, dass sich Leute einen Halsring angelegt haben, wo die Marken befestigt sind oder diese am Sattel zu finden sind. Ich persönlich befestige sie aus Gewohnheit an der Trense. Am Sattel wüsste ich nicht, wie ich sie festbekommen sollte und mir einen extra Riemen für den Hals zuzulegen, habe ich irgendwie noch nicht geschafft. Das plane ich aber für dieses Jahr, weil das ab und dran machen an die Trense, schon recht nervig ist.

Und wenn ich nur selten ausreite?

Tja, ich glaube das ist den Behörden wohl egal. Wer ohne erwischt wird zahlt eine Strafe. Ich persönlich bin ein Verfechter von Recht und Ordnung und besorge mir jedes Jahr brav die aktuelle Jahresmarke.

Wo bekomme ich diese Marke her?

Die Plakette wird bei der zuständigen Verwaltung beantragt. Das heißt, ihr schaut am besten einfach mal auf der Homepage eurer Stadt oder eures Kreises nach einem Ansprechpartner. Meistens ist es in der Nähe der Rubrik „Hundesteuer“ zu finden. Die Abgabe ist im Grunde wie eine kleine Pferdesteuer.

Wo darf ich alles reiten?

Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Bislang war das Reiten offiziell nur auf gekennzeichneten Wegen gestattet, was sich aber vor kurzem geändert hat. Nun ist das Reiten auf allen Wegen erlaubt, auf denen nicht ausdrücklich ein Verbotsschild zu finden ist. Die genauen Regelungen hängen auch immer etwas von der jeweiligen Stadt ab. Ich kann euch nur raten: Nehmt Rücksicht. Entfernt Haufen von Straßen, reitet immer im Schritt an Menschen vorbei und was immer hilft: Nett Grüßen! Ich denke häufig gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Versucht euch rücksichtsvoll im Gelände zu verhalten, auch wenn das nicht immer von anderen Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist!

Amy´s Abstammung

24. Januar 2018 at 10:01

Mich erreichte über den Blog eine Nachricht, ob ich etwas über Amy´s Abstammung weiß. Leider wurde keine Mail-Adresse hinterlassen, sodass ich nicht antworten konnte. Liebe Verfasserin, wenn du mir noch einmal mit deiner Mailadresse im Text antworten würdest?

Nun aber zum Thema:

Amy wurde auf einer Stutenmilchfarm in Bad Oeyenhausen geboren. Amy´s Vater ist Alabaster B und ihre Mutter Modena B. Zum Vater findet man über Google einige Informationen, über die Mutter konnte ich leider nichts ausfindig machen. Sollte einer von euch etwas über ihre Eltern wissen, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Ich bin einfach neugierig und finde es interessant zu wissen, von wem mein Pony abstammt. Vielleicht hat ja auch einer ein Geschwisterchen und möchte mir mal davon berichten?

 

Kleiner Reitstundenbericht

22. Januar 2018 at 23:18

Heute hatten wir unsere erste Reitstunde in diesem Jahr. Davor ist mir oder meiner Trainerin immer was dazwischen gekommen, aber jetzt konnten wir endlich in das neue Jahr starten. Damit ich genug Zeit habe, hatte ich extra früher Feierabend gemacht und bin schnell in den Stall gedüst. Amy war zum Glück sehr motiviert und hatte Lust sich zu bewegen. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist Reiten schon mal recht mühsam.

Ich habe schon im Schritt versucht Amy zu beschäftigen und nicht nur halb schlafend außen rum zu latschen. Wir haben in jeder Ecke eine Volte eingebaut und sind Schlangenlinien geritten. Dann bin ich am langen Zügel getrabt und galoppiert und habe dann angefangen schon mal ein paar Übergänge zu reiten, damit sie locker wird. Nunja, so richtig locker wollte sie zuerst nicht werden, aber immerhin waren wir aufgewärmt als meine Trainerin kam.

Sie schickte uns auch erstmal zum Schlangenlinien reiten. Auch wenn ich die ganze Zeit dachte, die Zügel sind schon kurz, musste ich erstmal 2 Meter nachfassen. Ja, definitiv eines meiner Probleme: Ich reite immer mit Fahrleinen. Wenn sie mir dann erklärt, dass es überhaupt keinen Sinn macht den halben Oberkörper beim Annehmen zu drehen, ist mir das zwar schon klar, aber irgendwie schludre ich mit meinen Händen immer auf den Oberschenkeln rum. Das schöne ist ja, es geht auch anders, wenn man mich regelmäßig darauf hin weißt, wo die Hände hingehören und dass ich die Zügel doch mal nachfassen kann.

Nach einigen Schlangenlinien und Runden auf dem Zirkel hatten meine Zügel dann doch endlich eine brauchbare Länge erreicht, sodass wir auch arbeiten konnten. Wisst ihr was mich ärgert? Die Theorie ist mir ja durchaus bewusst, nur hapert es oft an der Umsetzung. Natürlich weiß ich, dass mein Bein lang sein sollte, dennoch schlabbert es in der Weltgeschichte herum. Wenn mir gesagt wird, dass ich es lang lassen soll, klappt es sogar, nur brauch immer wen, der mir mal in den Hintern tritt.

Irgendwann habe ich meine Gräten dann schön sortiert bekommen und das Pony lief toll. Sie war richtig locker und ich hatte nichts mehr in der Hand. Zu Beginn war sie ziemlich stur und wollte nicht nachgeben. Gepaart mit dem kleinen Körperklaus oben drauf, lief es einfach nicht so gut. Aber nachdem wir uns einmal zurecht gefummelt hatten, war es ganz toll.

Es war ein ganz anderes Reitgefühl, als ich sie endlich mal ordentlich gebogen bekommen habe und sie auch ihre Hinterhand aktiv mitgenommen hat. Dann sollten wir Tempowechsel im Trab reiten. So bewusst wie gestern haben wir das eigentlich noch nie versucht. Mein Problem war ein schlabbernder äußerer Zügel, aber ich denke das war zum Schluss dann auch viel besser. Mir fiel es unglaublich schwer sie aus dem Arbeitstempo zurückzunehmen, ohne durchzuparieren. Nach ein paar Versuchen klappte es aber dann doch. Beim Zulegen ist sie mir hin und wieder angaloppiert. Jaaaa ich weiß, der äußere Zügel. Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß und ein gutes Reitgefühl. Im Galopp wollten die Tempowechsel allerdings so gar nicht klappen. Jeder Versuch sie zurückzunehmen endete im Trab. Ich denke daran werden wir jetzt erstmal üben.

Ich wäre gerne noch ewig weiter geritten, weil das einmal lockere Pony so fein auf alle Hilfen reagiert hat. Es hat echt Spaß gemacht. Ich muss mich auch wenn ich alleine reite irgendwie besser anstellen 🙂

Atcom Huf Vital – Der Langzeittest

17. Januar 2018 at 05:15

Ich hatte euch ja schon öfter davon berichtet, dass Amy jetzt seit einem Dreivierteljahr das Atcom Huf Vital gefüttert bekommt. Jetzt möchte ich euch einfach mal von unseren Erfahrungen nach den ganzen Monaten berichten.

Warum haben wir uns damals für das Huf Vital entschieden?

Zu Beginn der warmen Jahreszeit 2017 waren Amys Hufe teilweise sehr brüchig und trocken. Natürlich habe ich es zunächst mit Pflege von außen versucht, aber ich schaute mich trotzdem nach einem geeigneten Mineralfutter um. Zudem war Amys Mähne zu dem Zeitpunkt auch sehr fusselig und sie hatte durch ihre knabbernde Freundin ein großes Loch. Somit war es für uns sinnvoll einfach mal zu schauen, mit welchem Futter sich Hufwachstum und Haarwuchs verbessern lassen.

Wieso ausgerechnet das Produkt von Atcom?

Ich habe viel im Internet recherchiert und mich auch mit anderen Pferdebesitzern ausgetauscht. Es gab auch andere Produkte die ganz gut aussahen, aber ich habe mich für Atcom entschieden. Die Produktbeschreibung und auch die Erfahrungswerte von anderen haben mich davon überzeugt, das Produkt zu testen.

Amy bekommt also nun seit einigen Monaten täglich ihr Mineralfutter und wir sind sehr zufrieden. Zu Beginn der Testphase hat Amy das Futter sogar ohne Zugaben gefressen und sich auf ihre kleine Portion gefreut. Auch nach der langen Testphase nimmt sie es noch immer gut an, mittlerweile allerdings lieber mit etwas Müsli. Ich denke, das liegt einfach daran, dass es für die Prinzessin nun nichts neues und besonderes mehr ist. Liegen gelassen wurde das Huf Vital aber noch nie von ihr.

Schon nach wenigen Wochen verbesserte sich das Mähnenwachstum und sie wurde wieder fülliger und kräftiger, von dem Loch ist heute gar nichts mehr zu sehen. Ich hatte auch nach einiger Zeit schon den Eindruck, dass die Hufe ein bisschen widerstandfähiger geworden sind, dies lässt sich aber natürlich erst nach einiger Zeit sicher feststellen. Bis die Hufe einmal komplett neu durchgewachsen sind, dauert es Monate. Nun kann ich euch aber bestätigen, dass wir eine deutliche Verbesserung der Hufqualität feststellen konnten. Die Hufe sind kräftig und das Horn stabil. Es sind schon lange keine Ecken mehr herausgebrochen und auch die Mähne ist noch immer schön.

Aktuell haben wir ja Winter und ich bin sehr gespannt, wie sich die Hufe in den nächsten Monaten verhalten, wenn es wieder wochenlang sehr trocken und warm ist. Amy bekommt auch weiterhin ihre Portion Huf Vital und ich hoffe, dass die Hufe auch dann noch so schön bleiben, wie sie es aktuell sind.

 

Warum bockt Amy?

15. Januar 2018 at 06:04

Unter den letzten Failbildern wurde ich gefragt, wieso Amy mich immer versucht umzubringen. Ich habe ja in den letzten Wochen öfter berichtet, dass Amy im Winter gut drauf ist und in Kombination mit den Bilder der wilden Hilde erweckt es wohl den Eindruck, dass ich fast jeden Tag von meinem Pony fliege.

Also zunächst einmal bin ich dieses Jahr noch gar nicht geflogen und im letzten Jahr nur 2-mal, wovon man nur einmal Amy wirklich böse Absicht anrechnen kann. Über die Sommermonate ist Amy meistens ein sehr ausgeglichenes und gechilltes Pony, sobald es allerdings kalt wird, hat sie oft Spaß in den Backen.

Diesen Winter habe ich mich lange gefragt, ob sie nun doch erwachsen geworden ist, weil sie sich lange Zeit gut benommen hat. Die letzten paar Wochen allerdings ist sie hin und wieder in Partystimmung. Es ist keinesfalls so, dass sie eine ganze komplette Reiteinheit böswillig bockt und sich allem widersetzt, meist hat sie so 1-4 kleine Ausraster, je nach Laune. Sie versucht sich mal davor zu drücken durch eine bestimmte Ecke zu gehen oder galoppiert beim Hupen eines Autos dramatisch los, aber es hält sich im Rahmen.

Beim Warmreiten im Schritt hat man selten Schwierigkeiten, meistens geht es wirklich erst los, wenn man nachgegurtet hat, die Abschwitzdecke weggelegt und seine Jacke ausgezogen hat. Nimmt man die Zügel auf und möchte mit der Arbeit beginnen, überlegt sich das Pony kleine Gemeinheiten. Hat man ihre kleinen Ausraster überstanden und sich durchgesetzt, kann man anschließend eine ganze Stunde ohne Faxen reiten.

Ich bin der festen Überzeugung, dass sie sich nicht wirklich erschreckt weil sie Angst hat, sie hat einfach Lust auf Party und sucht sich Gründe.

Körperliche Ursachen lassen sich auch ausschließen. Zähne wurden gemacht, Sattlerin war da, Pony erfreut sich bester Gesundheit. Und wer sonst wie ein Lämmchen läuft, hat ja nicht plötzlich einen drückenden Zahn, nur weil es gut drauf ist.

Amy steht nachts in einer Paddockbox und kommt tagsüber mit ihrer Herde raus, also bewegen könnte sie sich genug. Sie wird jeden Tag bewegt, insofern kann man auch nicht sagen, dass sie nicht ausgelastet ist. Abwechslung bekommt sie auch, denn ich reite nicht nur in der Halle, sondern auch auf dem Platz, longiere, mache Bodenarbeit etc.

Es ist ja auch nicht so, dass sie im Winter jeden Tag einmal losschießt. Von mal 2 Tage nacheinander bis hin zu 1 ½ Wochen, wo sie absolut nichts tut, ist alles dabei.

Ich reite immer konsequent weiter, schicke sie in die bösen Ecken, sie bekommt einen Klatsch, wenn sie bockt und dennoch: Wenn sie Lust hat, schmeißt sie eben eine Party. Nach ihren dollen 5 Minuten hat man absolut kein Problem mehr und sie läuft toll. Aber ohne Diskussionen und kleinen Mordversuchen kommen wir eben nicht durch den Winter.

Ich bin kein Schisshase und so lange sie nur einmal eine lange Seite Gas gibt und einen Bocksprung macht, ist das ganze ja auch halb so wild. Wenn sie allerdings Harken schlägt und ganz assi wird, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich dieses Jahr einen Abgang mache.

Eigentlich freut es mich ja, dass mein Pony so viel Lebensfreude hat und Charakter zeigt. Dennoch ist es manchmal echt nicht so spaßig, wenn man am Hals hängt und versucht oben zu bleiben. Nur ich wüsste auch nicht, was ich gegen ihre gute Stimmung im Winter tun sollte. Die wilden Tage kommen auch ganz unterschiedlich: Egal ob man 3 Tage am Stück reitet oder sie nach einem Spaziergangstag reitet, sie macht nur scheiße, wenn sie Lust drauf hat.

Ich habe einfach die Hoffnung, dass sich das Ganze im Alter legt. Tiere sind aber eben Tiere und die haben manchmal einfach ihren eigenen Kopf.

 

Das Reitergedicht

11. Januar 2018 at 05:41

 

 

 

 

 

 

Endlich erfüllt sich der Traum vom eigenen Pferd,

da ist die Investition jedes Cents goldwert.

Zuerst muss man sich bezüglich des Stalls entscheiden,

hier sollte man einige am besten direkt meiden.

Egal ob Offenstall, Box oder auf der Wiese in großen Herden,

es kann an jeder Haltung gemeckert werden.

 

Und hörst du nicht auf die anderen,

wird der Gaul direkt ins Grabe wandern!

 

Nun muss die ganze Ausrüstung her,

hier hunderte Euro auszugeben ist nicht schwer.

Egal ob die Schabracke sitzt oder nicht,

wichtig ist, dass sie von Eskadron ist.

Den Sattler lässt du am besten wöchentlich kommen,

das Pferd hat schnell mal zugenommen.

 

Und hörst du nicht auf die anderen,

wird der Gaul direkt ins Grabe wandern!

 

Was füttern wir nur dem armen kleinen,

am besten alles von Müsli über Mash bis hin zu Leinsamen.

Gekauft wird jede Woche der 10 kg Sack,

da werden täglich 100 Möhren in den Trog gepackt.

Hauptsache das Gewissen vom Reiter fühlt sich gut,

ganz egal ob das Pferd schon platzen tut.

 

Und hörst du nicht auf die anderen,

wird der Gaul direkt ins Grabe wandern!

 

Das ganze Geld ist immer in Schabbis zu stecken,

soll der Gaul doch an etwas verrecken.

Unterricht ist etwas für Lappen,

es kann doch auch alles wie im Youtubevideo klappen.

Bevor der Tierarzt gerufen wird,

ist doch schnell in einer Facebookgruppe recherchiert.

 

Und hörst du nicht auf die anderen,

wird der Gaul direkt ins Grabe wandern!

 

Willst du ins Wendywunderland,

dann nimm am besten den Halsring zur Hand.

Für den Erfolg auf Turnieren in jeder Sparte,

benötigt es Papas Kreditkarte.

Und setzt du dich mal ohne Helm auf den Gaul,

dann fliegst du ganz bestimmt sofort auf´s Maul.

 

Und hörst du nicht auf die anderen,

wird der Gaul direkt ins Grabe wandern!

 

Es ist auch nicht schlimm keine Ahnung zu haben,

man teilt seine Meinung, auch wenn andere nicht danach fragen.

Ehrlichkeit und Offenheit wird völlig überbewertet,

es ist doch viel einfacher wenn man im Internet hatet.

Reiter sind schon komische Wesen,

am besten fegen sie nur den Stall mit einem Besen.

 

Egal ob Schimmel, Rappe, Schecke oder ganz schlicht,

alles richtig machen kann man es in anderen Augen sowieso nicht!

Und hörst du nicht auf die anderen,

wird der Gaul direkt ins Grabe wandern!

 

Wer ist Lady?

10. Januar 2018 at 05:28

Vor einiger Zeit haben wir einen Tagesritt zu unserem Schmied gemacht. Dort haben wir gemeinsam gegessen und einen lustigen Tag verbracht. Der Schmied stellte meiner Reitlehrerin ein Pferd vor: Lady. Ich habe mir dazu nicht viele Gedanken gemacht, weil ich ja nicht ahnen konnte, dass sie keine 3 Tage später tatsächlich auf unserem Hof stehen würde.

Ich durfte mich dann um Lady kümmern und so kam es, dass ich sie auch sehr gerne mochte. Ich weiß nur grade leider nicht, ob es 2013 oder 2014 war, dass sie zu uns kam. Jedenfalls hatte ich ab sofort zwei Pferde zum Bespaßen. An meinen Unitagen unter der Woche konnte ich Lady nicht machen, weil ich an diesen Tagen nur Zeit für Amy hatte. Die übrigen 5 Tage der Woche habe ich mich dann um 2 Ponys gekümmert.

Ich muss sagen, dass ich mich frage, wie ich neben Uni und Arbeit auch noch immer zwei machen konnte. Naja, damals war ich ja auch noch ein junger Hüpfer und Schlaf wird sowieso überbewertet.

Lady wurde zwar als geritten verkauft, dennoch haben wir von vorne angefangen. Ich habe noch ein Bild gefunden, wo ich zuerst an der Longe auf ihr saß. Jedenfalls klappte das grundlegende dann nach einigen Wochen problemlos. Für mich war es nur immer komisch plötzlich auch mal auf einem richtigen Pferd zu sitzen, denn die Gänge sind doch recht ungewohnt, wenn man nur die kleine Hafinase gewöhnt ist.

Lady ist übrigens ein wenig jünger als Amy und ich meine sie ist ein Westfahle. Als ich 2015 den Stall gewechselt habe, war es mir natürlich nicht mehr möglich Lady zu machen. Ich musste ja aufgrund der Entfernung schon mein Pony zu mir holen, weil ich nicht täglich eine Stunde zum Stall fahren konnte.

Es gab Zeiten, da habe ich mit dem Gedanken gespielt Lady zu kaufen. Im Endeffekt bin ich froh auf meine Vernunft gehört zu haben, denn zwei Pferden wirklich gerecht zu werden, dazu fehlt mir glaube ich einfach die Zeit. Vermutlich wäre es möglich mein Leben so umzustellen, aber spätestens bei dem finanziellen bin ich definitiv raus. Amy frisst mir schon das letzte Haar vom Kopf.

Lady war eigentlich immer sehr anständig. Wenn ich mir Amy mit ihren Ponyflausen so anschaue, war Lady doch einfach immer etwas erwachsener. Am Wochenende bin ich gerne mit Meike zusammen ausgeritten, so hatte ich ja direkt beide Pferde auf einmal bewegt. Ich weiß noch, als Lady sich nach dem Reiten einfach mit mir auf den Boden geworfen hat, weil sie sich wälzen wollte. Ich war so perplex, dass ich erst gar nicht reagieren konnte. Amy würde niemals auf so eine Idee kommen. Was ich besonders an ihr mochte war ihre ruhige Art. Während Amy immer sehr hyperaktiv ist und Aufmerksamkeit braucht, war Lady immer tiefenentspannt. Man konnte stundenlang mit ihr kuscheln, da hätte Amy schon 20-mal die Geduld verloren.

Es war anfangs schon komisch allein mit Amy im neuen Stall, aber es war zeitlich einfach auch eine Entlastung nur noch ein Pferd zu versorgen zu haben. Sollte ich je im Lotto gewinnen, dann würde ich aber mit dem Gedanken spielen sie zu mir zu holen.

Montag war ich sie besuchen und durfte reiten, es war so ungewohnt, nachdem ich ja die letzten 3 Jahre mit einer Ausnahme nur auf Amy saß. Es hat mich aber gefreut sie mal wieder zu sehen.

 

Willkommen in 2018

8. Januar 2018 at 13:15

Auch wir melden uns in dem neuen Jahr nun hier zurück. Silvester haben das Pony und ich gut überstanden und ebenso die ersten Tage des neuen Jahres. Eigentlich hatte ich den ersten Blog schon viel früher geplant, aber bei dem dunklen kalten Wetter stecke ich im Moment in einem kleinen Motivationstief. Ich könnte glatt den ganzen Tag schlafen und natürlich essen.

Ich hoffe ihr seid auch alle gut ins neue Jahr gerutscht. Tja, ich befürchte ihr erwartet nun unsere guten Vorsätze für 2018. Eigentlich sollte es ja nicht erst einen Jahreswechsel nötig haben, um sich Gedanken über Veränderungen zu machen, aber so ist das in unserer Gesellschaft ja nun mal. Ich muss gestehen, dass ich aber schon direkt so faul bin und mir gar nicht erst Vorsätze erstelle, die ich dann eh wieder nicht einhalte.

Für mich würde ich mir wünschen, dass ich es schaffe wenigstens ein wenig auf meine Ernährung zu achten und nicht immer wahllos alles zu verspeisen, was mir vor die Nase kommt. Ich habe in der letzten Zeit schon zugenommen und möchte eigentlich gerne wieder etwas weniger Schwabbel an mir vorfinden. Aber ich werde jetzt keinen Fitnesstrip starten und mich nur noch von Möhrchen ernähren. Es kann aber auch nicht schaden, wenn ich mal einen Apfel statt einer Tüte Chips verdrücke.

Das mag jetzt vielleicht ein bisschen eingebildet klingen, aber im Bereich Pferd bin ich voll und ganz mit mir zufrieden. Das Pony wird immer bespaßt und das auch möglichst abwechslungsreich, was will man mehr. Ich könnte mir nur eventuell vornehmen, doch ein paar Schabracken weniger zu kaufen.

Dennoch habe ich für 2018 einige Wünsche: Ich wünsche mir das wir alle gesund durch das Jahr kommen und keine großen Dramen überstehen müssen. Außerdem möchte ich gerne wieder ein paar Tage ans Meer. Ich denke dies wird schon gut umzusetzen sein, vorausgesetzt wir erfrieren über den Winter nicht noch. Eigentlich würde ich auch gerne mal zum Spaß auf ein Turnier und auch zu einem tollen Ausreitgelände fahren.

Ich bin gespannt was das Jahr so für uns bereit hält und hoffe, dass ihr eure Ziele erreichen könnt.

Happy New Year 2018!