Ein Paket aus Spanien

30. Oktober 2017 at 05:38

Als das Ende meiner Zeit als Bachelorstudentin näher rückte, habe ich überlegt, womit ich mich denn für die Strapazen der letzten 4 Jahre belohnen möchte. Da sich ja mein Leben fast ausschließlich um Amy dreht, war mir eigentlich sofort klar, dass es etwas für mein Hobby sein sollte.

Schon öfter habe ich gesehen, dass es viele Leute gibt, die sich ihre Reitstiefel auf Maß fertigen lassen und bislang hatte ich diesen Wunsch hinten angestellt. Da ich schicke Stiefel als Belohnung für das Studium aber für eine coole Idee hielt, recherchierte ich im Internet, welche Anbieter in Frage kommen. Von dem einen oder anderen Anbieter hörte ich viel schlechtes, aber es gab auch einige Empfehlungen. Für mich kam eine monatelange Wartezeit von vorne herein nicht in Frage und wenn es schon mehrere unzufriedene Kunden gab, wollte ich dort auch nicht bestellen.

Eines Abends entdeckte ich dann einen für mich unbekannten Anbieter aus Spanien. Ich stöberte auf der Homepage, was sich etwas schwierig gestaltet hat, denn diese konnte ich mir weder in Deutsch noch in Englisch anzeigen lassen. Zum Glück gibt es aber den Google-Translater und letztlich habe ich mich dazu entschieden einfach mal eine Mail zu schreiben. Der Kontakt lief auf Englisch, aber war absolut komplikationslos. Ich äußerte meine Wünsche und diese umzusetzen waren für Botas Conin kein Problem.

Botas Conin ist ein spanischer Stiefelhersteller. Es ist möglich sich Stiefel auf maß anfertigen zu lassen. Da dies meine ersten maßgefertigten Stiefel sind, hatte ich absolut keine Ahnung, was ich eigentlich ausmessen muss. Ich bin immer davon ausgegangen, dass man seine Schuhgröße und seinen Wandenumfang, sowie die Höhe des Schaftes ausmisst. Mit diesen Angaben habe ich meine bisherigen Stiefel gekauft. Botas Conin braucht aber sehr viel mehr Maße, was im Grunde ja auch logisch klingt, denn je mehr Angaben sie haben, desto genauer kann der Stiefel angepasst werden.

Die Beratung war super, mir wurde genau erklärt, wie ich am besten messe und ich erhielt auch einen Link zu einem Video. Mit der Videoanleitung konnte absolut nichts schief gehen, denn das habe sogar ich hinbekommen. Zum Messen sollte man allerdings eine weitere Person haben, die einem dabei hilft. Ich habe mich dann sofort abends mit Aline hingesetzt und wir haben meine Beine vermessen. Ich war sehr begeistert, dass das Team von Botas Conin mich auch darauf aufmerksam gemacht hat, dass die Beine evtl. auch unterschiedlich sein können. Bei mir war dies kein Unterschied, aber man sollte vorsichtshalber beide Beine nachmessen.

Natürlich erkundigte ich mich auch nach der Lieferzeit: In der Regel dauert die Herstellung der Stiefel 20 Werktage, also ich würde mal von ca. 1 Monat ausgehen, bis man sie mit Versand in den Händen hält. Im Gegensatz zu dem was ich so gehört habe, ist dies absolut schnell.

Die Stiefel sind aus Rindsleder und es gibt sie in diversen Farben, je nach Wunsch. Schwarz, braun oder eben auch Cognac. Da ich ja bereits schwarze Stiefel besitze, entschied ich mich diesmal für eine andere Farbe. Wie ihr seht sind auch Glitzersteine möglich, aber eben auch die Auswahl ob mit oder ohne Schnürung. Je nachdem, was ihr für Vorstellungen habt, würde ich dort einfach mal anfragen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sehr bemüht sind jeden Wunsch umzusetzen.

Preislich liegen die Stiefel im üblichen Segmet für Maßstiefel, wenn nicht sogar etwas drunter. Ich habe schon von Summen gehört, die manche Leute in ihre Stiefel investiert haben, da ist der Preis vollkommen gerechtfertigt. Je mehr Wünsche man an die Stiefel stellt, desto teurer werden sie natürlich.

Pünktlich zu meiner Zeugnisverleihung kam dann endlich das lang ersehnte Paket aus Spanien an. Mit einem Messer bewaffnet öffnete ich gespannt den Karton. Die Stiefel sind ein Traum! Sie passen wirklich gut und es ist ein angenehmes Tragegefühl. Das Fußbett fühlt sich sehr angenehm an, hier habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass oftmals keine anatomische Form vorliegt. Die Stiefel sehen einfach super schick aus und sind angenehm zu tragen. Von der Qualität machen sie einen super Eindruck, hier müssen sie sich natürlich noch im Langzeittest beweisen.

Vielen Dank an Botas Conin für diese tollen Stiefel!

 

Das Reitpad von LaBona ist eingezogen

23. Oktober 2017 at 05:42

Ich habe in der Vergangenheit immer mal wieder Bilder von Menschen gesehen, die mit einem Reitpad unterwegs waren. Eigentlich fand ich den Gedanken mir auch eins zu holen ganz interessant. Ich reite gerne mal ohne Sattel, allerdings wirklich selten, da ich Angst um den Pferderücken habe. Früher auf Ponyhöfen habe ich es geliebt ohne Sattel zu reiten, bei meinem eigenen Pferd bin ich da aber doch eher vorsichtig. Zum Ausreiten erschien mir ein Reitpad daher als nette Lösung nicht extra satteln zu müssen, wenn ich einfach nur mal schnell eine Runde um die Wiese gehen möchte.

Bei der Internetrecherche gefiel mir dann aber ein Lammfellsattel recht gut. Wenn ich schon nur faul auf dem Pferd sitze, dann kann es ja ruhig richtig bequem sein. Damals haben mich dann aber die Preise abgeschreckt, da ich mehrere hundert Euro für 3-mal im Jahr eine Runde um die Wiese doch zu teuer fand.

Vor einigen Wochen hat mich Paulina gefragt, ob wir uns nicht ein Reitpad holen wollen. Natürlich war ich grundsätzlich nicht abgeneigt und habe gesagt, dass ich mich einfach mal umschaue. Spätestens aber nachdem uns Krämer angefragt hatte, ob wir nicht beim Jubiläum auftreten wollen, stand für mich fest: Ein Reitpad muss her.

Amy ist in fremder Umgebung schon mal etwas aufgedreht und ich dachte mir, dass ein Pad dann doch mehr Halt bietet als der kugelige Pferderücken. Das Pony weiß natürlich genau wie viel Halt ein Reiter ohne Sattel auf ihrem Rücken hat und nutzt das auch hin und wieder mal aus.

Ich schaute mir verschiedene Anbieter und Modelle an und zum Schluss blieben 3 Anbieter in der engeren Wahl: Barefood, Brockkamp und LaBona. Wieso fiel meine endgültige Wahl denn auf das Pad von LaBona?

Zunächst gefiel mir am Pad von Brockkamp die Möglichkeit das Pad in jeder erdenklichen Farbe bestellen zu können. Da für mich ein Pad aber dann doch dem Sattel ähnelt entschied ich, dass es etwas Schlichtes werden sollte. Deshalb kamen auch die anderen Anbieter wieder ins Spiel, zumal es das Pad von LaBona auch in verschiedenen Farben gibt. Brockkamp hat aber eine sehr lange Wartezeit und da ich das Pad gerne sofort haben wollte, entschied ich mich dagegen.

Das Pad von LaBona wird in Deutschland handgefertigt und wurde selbst entworfen. Mir gefiel das Pad optisch sehr gut und ich schaute mir Produktvideos an. Durch die Polsterung bietet es Freiheit an der Wirbelsäule und es ist problemlos möglich die Gerte drunter her zu schieben.

Ich freute mich sehr, als der Postbote klingelte und das Paket brachte. Nun sollten wir eine Woche Zeit haben das Pad zu testen und uns dann zu entscheiden, ob wir es behalten wollen. Direkt mal vorab: Ich habe überwiesen!

Mit dem Pad im Stall angekommen habe ich natürlich zunächst den Rücken extra gründlich geputzt, damit das Pad nicht schmutzig wird. Die Unterseite des Pads ist aus Filz und somit gut sauber zu bekommen. Natürlich hafteten einige Haare nach dem Reiten an der Unterseite, diese ließen sich aber recht gut entfernen.

Was mir gut gefallen hat ist, dass es gar nicht nötig ist das Pad sehr fest zu gurten, denn die Filzunterseite hat einen guten natürlichen Halt auf dem Rücken. Mir wurde vorher gesagt, dass das Pad die ersten Minuten etwas hart sein kann, da sich dieses erst mit der Zeit auf dem Pferderücken an die Anatomie des Reiterpopos anpasst. Genau so war es auch. Nach dem Aufsteigen war ich erstmal sehr überrascht vom Sitzgefühl, denn es war viel angenehmer als erwartet. Durch die Polsterung unter dem Po und an den Knien hat man einen tollen Halt und merkt aber gleichzeitig auch, dass sich keine Knochen in den Pferderücken bohren und das Gewicht besser verteilt wird als ohne Pad. Die nicht gepolsterte Fläche ist so dünn, dass man diese kaum bemerkt und einen super Kontakt zum Pferd hat. Positiv ist aber definitiv der bessere Halt, denn die Reithose haftet an der Padoberfläche natürlich besser, als auf dem nackten Pferderücken.

Es war ein bisschen wie ohne Sattel reiten, nur eben mit Stützrädern.

Amy lief mit dem Pad absolut entspannt und flott vorwärts. Trotz des motivierten Ponys konnte ich super sitzen und bin nicht einmal ins Rutschen gekommen. Ich hatte den Eindruck, dass Amy sich durch das Pad in keiner Weise behindert fühlte und sie lief wirklich schön.

Nach dem Warmreiten fühlte sich das Pad an wie ein Sofa. Je länger ich ritt, desto weicher und angenehmer wurde die Sitzfläche. Aus einem kurzen Padtest wurde eine richtige Reiteinheit von einer Stunde. Zum Schluss wollte ich gar nicht mehr absteigen, weil es so schön war. Das Pad war angenehm zum Sitzen und man hat die Körperwärme des Pferdes unter sich gespürt.

Ich hatte mir zwar vorgestellt, dass es bestimmt nett beim Reiten ist, aber dass ich wirklich so zufrieden bin, hatte ich nicht erwartet.

Meine damaligen Gedanken einen Fellsattel zu kaufen, um auf einem Schaf ausreiten zu können, habe ich zum Glück begraben. Das Schöne an einem Reitpad ist, dass es möglich ist damit zu arbeiten. Es ist eben keine reine Couch zum Faulenzen, sondern eine Möglichkeit ohne Sattel auch unterm Reiter zu arbeiten.

Da wir ja gerne Bodenarbeit/Zirzensik machen oder auch mit Halsring unterwegs sind, ergänzt das Pad unsere Arbeit ideal.

LaBona hat ganze Arbeit geleistet, Amy und ich sind sehr zufrieden. Einziges Manko ist, dass das „Sattelblatt“ auf einer Seite im angegurteten Zustand etwas absteht. Das tut der Funktion zwar keinen Abbruch, aber mich stört es ein wenig. Zumal es ja kein generelles Problem zu sein scheint, da die eine Seite perfekt am Pferd anliegt.

 

Flower Power

21. Oktober 2017 at 13:31

Passend zum Frühhhhliii…. ich meine den Herbst, ist ein neues Outfit bei uns eingezogen. Vor einigen Wochen bin ich auf einen Laden aus Polen gestoßen, der zauberhafte Schabracken anbietet. Wie ihr ja wisst, liebe ich außergewöhnliche Outfits für Reiter und Pferd und da führte an dem Set irgendwie kein Weg dran vorbei.

Ich entdeckte auf der Homepage von Lovequestrian mehrere Schabracken, die ich super cool fand, allerdings sagte mir das Blumenwunder doch am meisten zu. Besonders cool fand ich auch die passenden Bandagierunterlagen. Auf den ersten Blick wirkt das Set vielleicht schon recht blumig, aber sieht man es erstmal auf dem Pferd, dann ist es wunderschön. Durch den Sattel und die Bandagen werden ja teile der Blumen bedeckt, sodass es an Amy einfach zauberhaft aussieht.

Als ich das Paket vom Nachbarn abgeholt hatte, wurde der Inhalt natürlich sofort inspiziert und freudig begutachtet. Nachdem ich es kaum erwarten konnte, Amy das Set zu zeigen, nahm ich es so schnell es ging für Bilder mit in den Stall.

Die Ergebnisse seht ihr ja sowohl hier, als auch auf Instgram und Facebook. Da das Set schon etwas Besonderes ist, haben wir auch ein LookBook-Video dazu gedreht, welches ihr euch auf Youtube anschauen könnt.

Der Versand aus Polen lief ohne Komplikationen und war sehr zügig. Falls jemand bedenken hat, etwas aus dem Ausland zu bestellen: Das Team von Lovequestrian spricht deutsch. Ebenso sind auch die Homepage und der Shop mit den Produktbeschreibungen auf Deutsch. Es lohnt sich auf jeden Fall dort vorbeizuschauen.

Natürlich gibt es auch Exemplare, die ein bisschen schlichter sind, aber mir hat eben die „Black Flower Power“ am besten gefallen. Zu dieser Schabracke gibt es auch noch eine dezente Version, wo die Schabracke schwarz ist und lediglich mit einen blumigen Streifen verziert ist.

Sowohl die Schabracke, als auch die Unterlagen sind aus einem interessanten Material. Sie fühlen sich sehr schön an, außerdem sieht die Schabracke mit dem Metallemblem sehr edel aus. Auch wenn das jetzt etwas komisch klingt, aber der Shop hat wirklich liebevoll gestaltete Prospekte. Ich finde einfach, dass man sowohl bei dem Internetauftritt und den Prospekten, aber eben vor allem auch bei den Produkten die Liebe zum Detail spürt.

Ich bin einfach total verliebt in das Outfit.

 

Wenn man eine Pferdeverrückte auf Publikum loslässt

20. Oktober 2017 at 17:00

Als Katja mir von ihrem bevorstehenden Auftritt bei dem Jubiläum von Krämer erzählte, wusste ich sofort, dass es bis dahin viele anstrengende Mittagspausen geben wird. Denn wer Katja kennt, weiß, dass sie sich über jedes noch so kleine Detail den Kopf zerbricht und sich in alles reinsteigert. Und natürlich war es auch hier nicht anders. Also lag sie mir schon Wochen vor dem Auftritt in den Ohren: „Was ist, wenn ich alles falsch mache?“ und „Was ist wenn ich mich vor allen auf die Fresse packe?“. Es wurden also viele wichtige Themen erörtert: Mit oder ohne Kostüm? Mit oder ohne Pad? Musik oder keine Musik? Und natürlich machte sich die Pferdemama wie immer mehr Gedanken über Amys Outfit als über ihr eigenes.

Umso näher der Auftritt dann rückte, desto öfter wurde Katja zwischendurch unruhig und rutschte auch schon mal mit ihrem Hintern aufgeregt über den Stuhl, weil sie nicht still sitzen konnte. Tage vorher kam die Nervosität in Phasen, aber insgesamt blieb Katja doch relativ gelassen. Da bin ich definitiv schlimmeres gewohnt. Ich erinnere mich zum Beispiel an unser Examen letztes Jahr und die stundenlangen Telefonate.

Als ich dann hörte, dass Katja einen Tag vor dem Auftritt einen Abflug von Amy gemacht hat, dachte ich schon, dass es das jetzt gewesen ist und Katja einen völligen Nervenzusammenbruch erleidet. Allerdings war genau das Gegenteil der Fall. Sie sagte: “Was soll denn passieren? Wenn ich runter falle, mache ich halt vom Boden weiter.“ Genau diesen Optimismus liebe ich an ihr.

Wie sollte es auch anders sein, klingelte am großen Tag vormittags mein Handy und die Tonlage und Geschwindigkeit der „Worte“, die an meinem Ende ankamen ließen darauf schließen, dass sich die Gelassenheit verabschiedet hatte. Doch wie meistens ging es ihr, nachdem sie sich einmal kurz alles von der Seele geredet hatte, besser. Außerdem darf man bei so einem Ereignis auch nervös sein. Und da ist es auch zu verzeihen, dass ich ihrem Freund was zu essen mitbringen musste, da Katja glatt vergessen hatte ihn zu füttern. 😅

Bei Krämer angekommen, hatten Katja und Amy noch ein wenig Zeit und während das Pony sich noch einen kleinen Grassnack gönnte, sah man Frauchen leicht aufgekratzt zwischen Amy, Hänger, Auto und den umherstehenden Leuten hin und her laufen. Das Pony musste ja hübsch aussehen und Aufgaben mussten an die mit angereisten Helferlein verteilt werden. Denn wenn man Katja und Amy begleitet, hat man sich auch nützlich zu machen. In meinem Fall war es der Nachschub der Leckerlis und der Instagram Livestream.

Als der Auftritt dann begann musste man sich erstmal daran gewöhnen, dass ihre Stimme nur verzögert aus den Verstärkern kam. Das, zusammen mit der Schnappatmung (Katja hat in etwa die Kondition eines Butterbrotes) hörte sich zwischendurch schon etwas lustig an. Zum Glück hat sie zusätzlich nicht in ihrem Standardtempo gesprochen. Ansonsten wären wahrscheinlich nur Satzfetzen wie „Katja….Pony….Kunststücke“ bei den Zuschauern angekommen.

Was Katja und Amy bei ihrem Auftritt gezeigt haben, hat Katja ja schon berichtet. Deswegen sage ich an dieser Stelle nur so viel: Ich finde es immer wieder beeindruckend wie toll die beiden zusammen sind und was sie zusammen leisten. Vor ein paar Wochen war ich Katja und Amy das letzte Mal besuchen und ich muss sagen, hätte sich Amy bei Krämer so präsentiert, wie an diesem Tag, wäre das ein kurzes Vergnügen gewesen. Denn wie alle Frauen ist auch Amy manchmal emotionsflexibel (zickig sagt man nämlich nicht) und hat so gar keine Lust das zu machen, was Frauchen möchte. Aber beim Auftritt war Amy einfach klasse.

Zum Schluss durften dann ja noch alle Bilder mit Amy machen und mehrere Kinder wuselten um sie herum. In dem Moment dachte ich, wenn Amy jetzt einfach aufsteht, sehen wir gleich ein kleines Kind mit der Nase voran im Dreck liegen. Doch sie war ganz brav und hat es sogar genossen von allen Seiten getätschelt zu werden.

Katja und Amy sind ein großartiges Team und ich denke, dass es sich trotz der wochenlagen Aufregung auf jeden Fall gelohnt hat und ich hoffe, dass sie irgendwann noch einmal auftreten.

Liebe Grüße

Eure Aline 😘

Mein kleiner Star

18. Oktober 2017 at 05:40

Bei unserem Auftritt ist mir wieder klar geworden, dass eigentlich nicht ich Autogrammkarten schreiben sollte, sondern Amy. Ohne sie wären wir beide ja nicht da, wo wir heute sind. Ist ja eigentlich auch logisch, dass man sich nicht über gemeinsame Erlebnisse freuen kann, wenn man sich gegenseitig nicht hat.

Auch wenn ich weiß, dass wir eben als Team etwas Besonderes sind, so möchte ich mich doch gerne hinter ihr verstecken, weil ich glaube, dass sie der wichtigere Part in unserer Beziehung ist. Es ist ein sehr komisches Gefühl, wenn ich diejenige bin, die eine Autogrammkarte unterschreiben muss, weil sie für mich einfach viel mehr leistet.

Okay, ein Pferd mit Stift in den Hufen sähe bestimmt niedlich aus, aber ich glaube Amy frisst eher den Stift, als das sie ihren Namen schreibt. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die darüber lächeln, dass ich Autogramkarten habe und ich fühle mich auch keinesfalls wie ein Star. 

Manchmal glaube ich aber, dass Amy schon ganz genau weiß, dass sie ein kleiner Star ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber ich denke, dass Amy und ich schon eine Inspiration oder Unterhaltung für andere sind, welche gerne unserem Alltag verfolgen. Und wenn ich jemandem eine Freude damit machen kann, indem sie eine Autogrammkarte von Amy und mir bekommen, dann mache ich das gerne.

Wenn ich die Bilder vom ganzen Auftritt so ansehe grinse ich bis über beide Ohren. Ja mir macht das ganze Spaß! Die Arbeit mit meinem Pferd, das Bloggen und einfach alles drum herum. Amy und unsere gemeinsame Zeit stehen immer an erster Stelle, aber es wäre gelogen wenn ich behaupten würde, dass mir nicht auch das Feedback meiner Follower etwas bedeuten würde. Ich fühle mich wirklich geschmeichelt, dass es Menschen gibt, die ein Interesse an uns haben.

Neben unserem Auftritt fand ich den Kontakt zu Menschen einfach schön. Gespräche führen und eben auch einigen einen kleinen Traum erfüllen, indem wir einfach zum Greifen nah waren.

 

Unser erster Auftritt – Das Jubiläum von Krämer

17. Oktober 2017 at 05:05

Vor einiger Zeit erhielt ich eine E-Mail von Krämer. Nun gut, das ist ja zunächst nichts ungewöhnliches, denn schließlich gibt es ja regelmäßig den Newsletter mit den tollen Angeboten. Doch diese eine Mail war anders als die anderen, ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte bei dem Jubiläum Mitte Oktober aufzutreten.

Ich habe mich sehr über diese Anfrage gefreut, war mir aber sehr unsicher, ob wir zusagen sollen oder nicht. Ich bin da ja ein kleiner Schisser und habe erstmal eine Nacht drüber geschlafen. Warum denn eigentlich nicht?!

Auch wenn ich damals schon sehr aufgeregt war, habe ich zugesagt, weil dies für mich eine tolle Erfahrung ist. Alleine vor Menschen stehen finde ich ja immer noch etwas gruselig, aber ich dachte mit dem Pony an meiner Seite schaffen wir das schon. Wer mich kennt weiß, dass ich gerne und viel rede und so ein kleiner Auftritt auch eigentlich gar kein Problem darstellen sollte. Aber ich bin und bleib eben doch ein kleiner Schisser.

In den nächsten Wochen haben wir uns überlegt, was wir den zeigen wollen und haben ein bisschen geplant. Eine richtig feste Choreografie wollte ich aber gar nicht haben, weil ich es einfacher finde situationsbedingt auf das Pony einzugehen.

Der große Tag rückte immer näher und ich war phasenweise schon ziemlich nervös. Bei der Generalprobe am Tag davor habe ich erstmal einen Abflug von Amy gemacht, weil sich die zuschauenden Pferde erschreckt haben und dies für Amy Anlass für eine kleine Party war. Ich musste ziemlich lachen, weil ich mit Duschvorhang in der Hand auch gar keine Chance hatte mich noch irgendwie fest zu halten.

Aber wenn die Generalprobe schief geht, dann konnte der Auftritt ja nur gut werden.

Amy war wirklich toll und ich bin stolz auf sie. Wir waren ja noch nie wirklich oft auswärts unterwegs und dafür hat sie das echt gut gemacht. Die meiste Zeit war sie ziemlich entspannt und ausgeglichen. Nur die Musikboxen mit meiner Stimme über das Headset fand sie etwas irritierend. Aber gut, dass kannten wir beide ja nicht. Für mich war es auch nicht leicht, meine Stimme zeitverzögert selbst über die Boxen zu hören.

Alles war wir uns vorgenommen hatten konnten wir auch umsetzen, bis auf 1-2 Sprünge die ich gerne gemacht hätte. Da der Boden aber schrecklich tief war, habe ich darauf verzichtet, ebenso auf längeres Halsringreiten. Ich habe bei tiefem Boden immer Angst um die zarten Pferdebeine.

Wir hatten richtig tolles Wetter und es war schön warm. Amy war sogar eher faul als wild und hatte nicht mal Lust großartig mit mir zu spielen. Dafür lag sie nach der Vorführung aber seelenruhig noch mindestens 10 Minuten in Mitten von Kindern. Alle durften noch ein Foto machen und dann durfte die Maus auch wieder aufstehen.

Ich hatte ja erst etwas bedenken, dass Amy der Trubel etwas ausmacht, aber das war vollkommen unbegründet. Amy liebt Aufmerksamkeit! Ich glaube sie fand es richtig toll, dass sie gestreichelt und betüddelt wurde und sich alles nur um sie gedreht hat. Von meinem Papi gab es noch einen Riiiiiieesenapfel. Normal atmet Amy Äpfel immer im Ganzen ein, aber an diesem hat sie doch tatsächlich geknabbert ohne ihn komplett zu verschlingen.

Da Amy leider noch keine Autogrammkarten schreiben kann, habe ich dies für sie übernommen. Mir wäre es lieber, wenn Amy die Aufgabe übernehmen würde.

Die letzten 3-4 Kinder die noch bei uns standen durften auch eine Runde Ponyreiten. Anschließend ist Amy brav in den Hänger gegangen und wir waren noch eine kleine Runde shoppen. Für mich gab es eine Reithose und Socken und für Amy einen neuen Sattelgurt.

Mir hat der Tag wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wir haben auch schon Ideen was man alles zeigen könnte, falls wir nochmal eine kleine Vorführung machen. Das Feedback war durchgehend positiv, die einzige die Kritik übt, bin ich glaube ich selbst. Natürlich hätte ich es noch besser machen können, aber für unser erstes Mal war es schon toll.

Ich kann mich echt nur bei meinem coolen Pony bedanken, dass es einfach alles mitmacht. Amy war echt toll und sehr brav. Ich kenne mein Pony ja nun schon 10 Jahre und weiß, dass sie auch mal ein Drache sein kann. Aber sie war so unendlich cool!

Außerdem gilt mein Dank auch meinen Helferlein, die mich unterstützt haben. Danke!

Das Pony in der Waschmaschine?!

12. Oktober 2017 at 05:27

Manchmal wenn ich andere Menschen beim Longieren beobachte, frage ich mich, was sie damit bezwecken wollen. Häufig sieht man Pferde einfach am Halfter stundenlang im Kreis laufen. Ich möchte mich nicht davon freisprechen, dass ich Amy nicht auch mal eben etwas am Halfter laufen lasse, wenn ich mal einen Tag wenig Zeit habe, aber generell schaue ich schon, dass auch das Longieren möglichst sinnvoll und abwechslungsreich gestaltet wird.

Beim Longieren versuche ich das Pferd immer zu beschäftigen, damit es nicht nur eintönig im Kreis läuft. Für mich ist es wichtig viele Übergänge einzubauen und auch das Tempo innerhalb einer Gangart zu variieren. Meistens lasse ich Amy auch nicht nur außen um mich rum laufen, sondern hole sie nach dem Aufwärmen weiter rein, um mehr Biegung oder auch mal Seitengänge abzufragen.

An manchen Tagen baue ich mir auch mal Trabstangen auf, damit das Pony auch mal dazu motiviert wird, sich zu konzentrieren und die Beine beim Laufen zu heben. Ich versuche aber auch darauf zu achten, möglichst häufig die Hand zu wechseln, damit sich Amy nicht wie in der Waschmaschine fühlt und nachher ein Schleudertrauma bekommt.

Als Alternative zum normalen Longieren, nutzen wir auch schon mal die Doppellonge. Hier finde ich die bessere Möglichkeit auf das Pferd einzuwirken sehr vorteilhaft. Wir haben schon 2 Doppellongenkurse besucht und unser Handwechsel sieht mittlerweile viel besser aus. Manchmal darf Amy zum Schluss einer Longeneinheit auch schon mal ein kleines Cavaletti springen.

Wir nutzen zum Longieren manchmal einen Kappzaum, aber meistens longiere ich ausgebunden mit Trense. Für die Aufwärmphase ist es mir wichtig eine Longierbrille einzusetzen, da diese verhindert, dass man das Gebiss durch das Maul zieht. Nach dem Aufwärmen wird Amy ausgebunden, hierzu nutzen wir Dreieckszügel und einen Longiergurt. Beim Longieren würde ich immer empfehlen Handschuhe zu tragen. Zum einen hat man besseren Halt und zum anderen schützen diese natürlich die Hände, falls das Pferd doch mal heftig an der Longe zieht.

Wie nicht anders zu erwarten ist, wird auch beim Longieren auf das Outfit geachtet. Wir haben den pinken Longiergurt von Reitsport Epplejeck. Mir gefällt an diesem Gurt neben der Optik vor allem die weiche Polsterung und die Möglichkeit bei der Einstellung der Höhe der Ausbinder variieren zu können.

Selbstverständlich passt bei uns die Longe farblich zum Gurt und auch die Schabracke wird von einem pinken Logo geziert.

Falls ihr auf der Suche nach einem farbenfrohen Longierset seid, schaut doch mal https://www.epplejeck-reitsport.de/ vorbei. Vergesst nicht, dass ihr aktuell noch 25 % auf euren Wunschartikel mit dem Code „ZAUBERPONY&EJ“ bekommt! (siehe Aktionsbedingungen)

 

Protechmasta – Infrarotdecke

10. Oktober 2017 at 05:59

In den letzten Monaten habe ich immer wieder gehört, wie zufrieden andere Pferdebesitzer mit der Infrarotdecke von Protechmasta sind. Da ich mit solchen Produkten noch gar keine Erfahrungen gemacht habe, entschied ich mich jetzt auch dazu, diese Decke einmal zu testen.

Was ist das Besondere?

Die Protchmasta Infrarotdecke ist mit kleinen Keramikpartikeln versetzt, sodass diese die eigene Körperwärme reflektiert. Diese Technik fördert die Blutzirkulation und soll die natürliche Regeneration des Pferdes unterstützen.

Die Decke besteht aus einem Netzmaterial, welches für eine gute Belüftung sorgt. Die Decke transportiert Schweiß nach Außen, ohne das Pferd auszukühlen.

Einsatzbereiche?

Es bietet sich an die Decke nach dem Reiten aufzulegen. Die Besonderheiten der Decke sollen helfen Laktat abzubauen und die Muskeln zu entspannen. Außerdem bietet es sich an die Decke auch beim Transport von Pferden einzusetzen, dass sie eine entspannende Wirkung hat und hilft die Körpertemperatur zu regulieren.

Ich habe Amy die Decke für unsere Reise nach Holland angezogen und war sehr zufrieden. Amy hat ein wenig geschwitzt, als sie auf dem Hänger stand. Bei einer Pause habe ich direkt gefühlt, wie warm es unter der Decke ist, weil ich zunächst Angst hatte, sie würde wegen der Decke noch mehr schwitzen, dies war aber gar nicht der Fall. Unter der Decke war kein Hitzestau, weil die Decke durch die gute Luftzirkulation den Schweiß nach Außen transportiert hat, ohne das Pferd zu erhitzen.

Mir persönlich hat der Transport mit dieser Decke besser gefallen, als mit einer herkömmlichen Decke, weil ich das Gefühl hatte, dass die Decke dafür sorgt, dass das Pferd entspannter ist.

Da jetzt die kalte Jahreszeit beginnt, in der der Einsatz von Abschwitzdecken steigt, werde ich Amy die Infrarotdecke jetzt öfter nach dem Reiten auflegen.

Hier geht´s zur Decke: https://englishequestrian.com/de/cat/pferd-5872/protechmasta-9457/

 

Wen Träume wahr werden

4. Oktober 2017 at 20:49

Erinnert ihr euch noch an meinen Blogbeitrag vor einigen Monaten?! Ich habe geschrieben, dass ich schon einige Zukunftspläne mit Amy habe, aber im Grunde froh über jeden stinknormalen Tag mit Amy bin. Es war zwar mein absoluter Herzenswunsch noch einmal mit Amys ans Meer zu kommen, aber dieser Traum erschien mir damals so unerreichbar.

Kurz nachdem ich über meine Zukunftswünsche geschrieben habe, ging es mit der Familie für ein Wochenende nach Ameland. Als ich da eines Abends ganz allein zum Strand geradelt bin und zwischen den Dünen saß und aufs Meer geschaut habe wurde mir klar, dass ich mich eigentlich nur selbst belüge. Ja ich bin natürlich froh, über jeden Tag den wir gesund und munter miteinander erleben dürfen, aber mein Wunsch ans Meer zu kommen ist weitaus größer, als ich es mir selbst eingestehen wollte.

Ich saß an diesem Abend dort, schaut in die Ferne und hatte Tränen in den Augen: Was hält mich denn eigentlich davon ab, wirklich alles für meinen Traum zu tun?

Ich saß da, überlegte was denn alles dagegen spricht. Nunja, ich hatte kein Führerschein, kein Auto und keinen Hänger. Wenn man das mal so betrachtet, sprach doch eigentlich alles dagegen.

In den letzten Jahren habe ich ja etwas für Amynotfälle angespart und sind ein Hängerführerschein und eine Anhängerkupplung nicht irgendwie ein Notfall?!

Bevor ich zurück zur Unterkunft gefahren bin, habe ich mir geschworen alles für meinen Traum zu tun. Ich wollte nicht auf irgendwen angewiesen sein und dann wieder enttäuscht werden. Alle Planungen und Überlegungen in der Vergangenheit sind im Nichts verlaufen

Sobald ich wieder zu Hause war, fuhr ich in die Stadt für Passbilder und einen Sehtest und meldete mich in der Fahrschule an. Nach dem bestandenen Führerschein überraschte ich meinen Papa mit einer Anhängerkupplung an seinem Auto. Zum Führerschein und der Anhängerkupplung gibt es hier ja auch bereits Berichte. Nun war ich meinem Traum schon ein ganzen Stück näher und sich einen Hänger zu leihen ist kein Ding der Unmöglichkeit. Am liebsten hätte ich mich sofort auf den Weg gemacht, aber ich hatte Bedenken wegen dem schon recht regnerischen Herbstwetter, ob sich so ein Ausflug dieses Jahr überhaupt noch lohnen würde. Aber jetzt die nächsten Monate noch abwarten, dass wollte ich auch nicht.

Dann hat es sich jetzt ergeben, dass ich ein Wochenende Zeit hatte und sich Lisa und Carina angeboten haben uns auch noch zu begleiten. So standen wir dann am Freitagmorgen bereit, um meinem Traum entgegen zu fahren.

Ich konnte schon Tage vorher nicht mehr schlafen und je näher die Abfahrt rückte, desto nervöser wurde ich. Die Vorstellung mein Pferd selber zu fahren, war für mich sehr aufregend. Ich hatte so Angst, vor allen Dingen, die eventuell schief laufen könnten, zumal Amy sich auch nicht darum reißt auf den Hänger zu gehen.

Wir kamen nach einer fast komplikationsfreien Fahrt dann endlich in Holland an. Bei einer kleinen Pause haben Lisa und ich sich in der Tür geirrt und waren auf dem Herrenklo. Die Pissoirs an der Wand haben mir gar nicht zu denken gegeben. Der Mann der sich dann ein wenig wie eine Diva aufgeführt hat, sollte in Erwägung ziehen, das nächste Mal vielleicht das Frauenklo aufzusuchen.

Nachdem Amy sich von der Fahrt erholt hatte, ging es dann endlich Richtung Meer. Auf dem höchsten Punkt der Düne, als ich das Meer erblicken konnte, hatte ich Tränen in den Augen: Ich hatte es geschafft!

Die detaillierten Tagesberichte zu unserem Wochenendurlaub kommen die nächsten Tage.

Ich kann euch aber nur sagen: Kämpft für eure Träume! Egal was alles dagegen spricht, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Die letzten Wochen hatte ich so viel Stress mit der Organisation, dann der Führerschein während meiner Bachelorphase und die Kosten für Führerschein und Anhängerkupplung. Dann noch ein Attest vom Amtstierarzt besorgen und einen Stallplatz buchen und einen Hänger leihen. Aber selbst wenn ich für die Reise ans Meer noch ein Stück vom Mond gebraucht hätte, dann wäre ich dort eben auch noch vorbeigeflogen.

Ich bin einfach echt stolz auf mich. Egal wie weit das Ziel entfernt war, ich habe es erreicht mit allen Anstrengungen. Es war eine tolle Zeit.

 

Besuch vom Butterfly-Sattelmobil-NRW

3. Oktober 2017 at 10:02

Schon länger habe ich mich mit dem Gedanken gespielt, nach einem neuen Sattel für uns zu schauen. Nach unserer Verletzungspause hat unser jetziger Sattel zunächst nicht mehr zu 100 % gepasst, sodass ich dies durch ein Gelpad ausgeglichen habe, bis Amy wieder vollständig trainiert war. Zwar passte er dann wieder, aber dennoch war ich irgendwie nicht vollkommen zufrieden. Ich bin immer mal wieder abwechselnd mit Dressursattel oder Vielseitigkeitssattel geritten und es gab Tage da hatte ich den Eindruck, dass Amy mit dem Dressursattel auch nicht ganz zufrieden ist. Da sie aber überwiegend doch recht ordentlich damit lief, habe ich das Sattelthema immer mal wieder in meinem Kopf thematisiert.

Natürlich schaut man sich ja auch mal um und entdeckt Dinge, die dann doch so verlockend sind, dass man sich damit näher beschäftigt. Ich hatte vor einiger Zeit schon von den Butterflysätteln gehört und fand das System der Sättel sehr ansprechend.

Nachdem ich viel darüber gelesen hatte, konnte ich mir gut vorstellen, dass so ein Sattel zu mir und Amy passen könnte. Ich denke nicht nur viele Hafibesitzer kennen das Problem, einen geeigneten Sattel zu finden. Amy hat keinen besonders langen Rücken, ist dafür aber recht rund gebaut und hat keinen groß ausgeprägten Widerrist.

Ich habe mir die verschiedenen Butterflymodelle angeschaut und mich hat besonders der Uta Gräf Sattel angesprochen. Bei diesem Modell ist es möglich Glitzersteine auf der Sattelrückseite zu platzieren. Ebenso gefiel mir aber auch das Modell Claudia.

Nicht jeder Sattel passt auf jeden Pferderücken! Auch wenn Butterflysättel flexibler und anpassungsfähiger sind als normale Sättel, ohne dass besondere Butterflysystem, kann man sich nicht einfach einen Sattel bestellen und davon ausgehen, dass dieser auch auf mein Pferd passt.

Nach einem super netten Telefonat mit der dt-saddlery haben wir zusammen geschaut, welcher Fachberater denn aus unserer Nähe kommt.

Am Donnerstag hatten wir dann also einen Termin bei Nicole und Klaus Spiekermann von Butterfly-Sattelmobil-NRW. Ich war schon mittags am Stall um Amy zu putzen, da der Amtstierarzt für das Gesundheitszeugnis für unseren Hollandurlaub kam. Anschließend bin ich zum Kofferpacken nach Hause gefahren und habe dort auf den Anruf des Sattelmobils gewartet. Wir hatten den Termin um 19 Uhr vereinbart, aber zur besseren Planung, sollte ich noch einen Anruf erhalten, dass ich die Zeit sinnvoll nutzen kann, falls sich der Termin verschiebt. Mein Telefon klingelte und der Termin wurde pünktlich für 19 Uhr bestätigt. Ich war von diesem Vorgehen begeistert, weil ich es in der Vergangenheit auch schon erlebt habe, dass ich bis zu 2 Stunden im Stall stand und auf den TA, Schmied oder Sattler gewartet habe.

Ein wenig aufgeregt ging es dann für mich abends in den Stall, um Amy dem Team vom Sattelmobil vorzustellen. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde, wurden mir auch nochmal die Besonderheiten des Butterflysystems vorgestellt und ein bisschen was zu den Sätteln erklärt. Zunächst wurde Amys Rücken abgetastet und untersucht, um Verspannungen und Problemstellen festzustellen. Als nächstes haben wir dann Sättel aufgelegt, um zu schauen, wie diese auf Amys Rücken liegen. Die zwei haben sich darüber unterhalten, welche Modelle in Frage kommen und ich musste bei den Namen lachen. Ja, ich kannte die Modellbezeichnungen, aber als Nicole meinte: Hol mir mal die Christine aus dem Auto, da musste ich schon sehr lachen. Der erste sah gar nicht so schlecht aus, allerdings waren 18 Zoll doch sehr grenzwertig in der Länge. Da ich so eine große Sitzfläche auch nicht benötige, haben wir uns dann einen Sattel in 17 Zoll auf Amy angeschaut, dieser lag direkt schön. Von hinten war es problemlos möglich zu erkennen, dass er viel Wirbelsäulenfreiheit hat und auch von der Länge war er natürlich ein ganzes Stück kürzer.

Diesen Sattel wollte ich dann natürlich sofort beim Reiten testen. Wir gingen in die Halle und ich muss sagen, dass ich ziemlich nervös war, weil ich ja nun beim Reiten beobachtet werden würde. Man kennt ja doch seine kleinen Baustellen und macht sich Gedanken, was das Sattlerteam wohl von einem denkt, wenn man wie Flodder auf dem Pferd sitzt.

Wir haben zusammen nachgegurtet und dann bin ich aufgestiegen und erstmal im Schritt losgeritten. Das Sitzgefühl war toll! Ich habe mich direkt wohl gefühlt und habe auch das Gefühl, dass ich sehr nah am Pferd sitze. Der Sattel hat vorne ja keine klassische Kammer insofern ist dort nichts. Das Nichts sorgt dafür, dass man einen freien Blick auf den Widerrist und die Schultern hat. Mich hat es total fasziniert, dass man einfach viel mehr vom Pferd und auch von den Bewegungen sieht.

Die ersten Runden habe ich nur nach unten geschaut, weil es sehr ungewohnt war, nicht auf Leder sondern auf Amys Rücken zu schauen. Natürlich kam ich auch nicht drum herum jedes Mal beim Vorbeireiten an einem Spiegel einen Blick dort rein zu werfen. Meine Selbstwahrnehmung hat mich nicht getäuscht, ich saß in dem Sattel tatsächlich grade. Ich neige ja nicht nur beim Reiten, sondern auch beim Laufen dazu die Schultern hängen zu lassen und wie ein Buckelwahl durch die Gegend zu schlurfen. In dem Sattel saß ich aber einfach ohne Anstrengung oder große Konzentration einfach viel schöner und aufrechter.

Nach dem Warmreiten habe ich die Zügel dann etwas aufgenommen und bin angetrabt. Für mich war es ein tolles Sitzgefühl, egal ob beim Leichtraben oder Aussitzen ich habe mich zu Hause gefühlt.

Amy lief total entspannt und streckte sich auch V/A. Ich hatte den Eindruck, dass Amy dieser Sattel auch gefällt. Ich kenne ja mein Prinzessinnenpony und wenn sie sich ohne meine Aufforderung so locker reiten lässt, dann ist sie definitiv zufrieden.

Ich habe mich dann noch länger mit Nicole und Klaus unterhalten. Es war ein wirklich netter Besuch und ich war begeistert von der tollen Beratung und dem Service. Besonders gut gefallen hat mir einfach, dass sie sich Zeit genommen haben und alles mit Ruhe angegangen sind. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie einfach nur schnell einen Sattel loswerden wollten, sondern sie haben sich viel Zeit genommen und genau geschaut, was zu uns passen würde.

Amy und ich haben sich nun also für den Butterfly Dressursattel entschieden.

Da es ja am nächsten Morgen ganz früh in den Urlaub ging, konnte ich den Sattel ja noch nicht weiter testen. Heute hat Amy einen Putz- und Beautytag nach der anstrengenden Reise und morgen freue ich mich schon auf unsere erste richtige Reiteinheit mit der Claudia. Bilder folgen selbstverständlich auch in der nächsten Zeit.

Homepage der dt-saddlery: http://dt-saddlery.de/

Homepage vom Sattelmobil: http://butterfly-sattelmobil-nrw.de/