„Nur ein Haflinger“

30. Juli 2017 at 07:31

Viele Menschen haben Vorurteile gegen Haflinger, auch wenn ich dies nicht so ganz nachvollziehen kann. Ich verstehe nicht, wieso man ein Pferd lediglich auf seine Rasse beschränkt und den eigenen Charakter bei der Betrachtung völlig außen vor lässt.

Haflinger sind fett!
Haflinger sind faul!
Haflinger sind langweilig!
Mit einem Haflinger kann man doch nichts anfangen!

Über die Jahre als stolze Haflingermama musste ich mir auch schon den einen oder anderen Spruch anhören. Hier habe ich mal einige für euch:

„Für einen Haflinger ist sie ja ganz hübsch.“ – Sie ist ein hübsches Pferd, was spielt da die Rasse bitte für eine Rolle?! Für eine doofe Kuh, hast du schöne Schuhe an.

„Der Sattel ist doch viel zu teuer für einen Haflinger.“ – Immerhin würde ich auch komplett ohne Ausrüstung ein besseres Bild auf dem Pferd abgeben als du.

„Geh mal mit dem Haflinger da weg, ich muss mit meinem Pferd durch.“ – Tschuldige, Haflinger sind leider so fett, dass du nicht vorbei passt.

Manchmal weiß ich gar nicht wie ich reagieren soll, wenn ich die Blicke von einigen Leuten entdecke. Mein Haflinger ist ein Pferd wie jedes andere. Wir können Dressurreiten, Springen, ins Gelände gehen oder eben einfach nur zusammen rumliegen. Mir ist es einfach egal, was andere über uns denken. Ich weiß was wir können und was wir schon zusammen erreicht haben. Es ist für mich nicht wichtig mich mit anderen zu Vergleichen.

Lass die Leute reden.

In den meisten Fällen ändern die Menschen ihre Meinung über den dicken Haflinger, wenn sie sehen, wie vielseitig sie doch sein können. Egal ob auf dem Dressurplatz oder beim Flug über ein Hinderniss, Amy ist immer voll dabei. Wir können stundenlang entspannt ausreiten gehen oder uns anderen Herausforderungen stellen.

Haflinger haben meistens ein sehr aufgeschlossenes Gemüt und sind tapfer und neugierig. Das es einige rassetypische Merkmale gibt, möchte ich auch gar nicht abstreiten. Großen Appetit werden wohl die meisten haben, was aber nicht bedeutet, dass jeder Haflinger gleich fett ist.

Der Haflinger kann eine sehr sportliche Figur haben und durchaus sehr flott und motiviert bei der Arbeit sein. Haflinger sind genauso für alle Dinge des Reitsports zu gebrauchen wie ein Warmblut.

Ich denke, man sollte einfach jedes Pferd nach seinem individuellen Charakter bewerten. Das ein Pferd mal faul oder bockig ist, kommt bei jeder Rasse vor. Das ein Pferd zu dick ist, muss nicht an der Rasse liegen, sondern ist oft der nicht optimalen Haltung geschuldet.

Wer viel Zeit und Arbeit in sein Pferd investiert findet einen Freund für Leben, wobei die Rasse einfach keine Rolle spielen sollte.

 

Sich selbst motivieren

25. Juli 2017 at 06:27

Kennt ihr das auch? Ihr müsst etwas unbedingt erledigen, habt aber mal so keine Lust? Ich sitze aktuell an meiner Bachelorarbeit und mir fällt es wirklich schwer mir die Zeit dafür zu nehmen.

Zuerst habe ich es ewig vor mir hergeschoben, mit der Begründung: Ach! Es ist ja noch eine ganze Menge Zeit bis zur Abgabe. Doch nun rückt diese immer näher und mir ist bewusst, dass ich mich nun wirklich aufraffen und dran setzen muss.

Aber dann ist das Wetter doch wieder viel zu schön, um sich an den Laptop zu setzen und schließlich ist ja morgen auch noch ein Tag. Naja, bei Regen habe ich aber dann auch keine Lust, weil es doch viel schöner ist, wenn man sich unter der Decke auf der Couch einrollt und etwas TV schaut. Das ist ja auch gar nicht schlimm, denn morgen ist ja auch noch ein Tag. Nach dem Aufstehen starte ich voll motiviert in den Tag, doch bis ich am frühen Abend zu Hause bin, war der Tag im Büro doch wieder stressiger als gedacht und vom Reiten bin ich auch müde. Was soll´s, wenn ich morgen an der Bachelorarbeit schreibe, dann kann ich mich ja heute ausruhen. Und dann ist man doch wieder auf einen Geburtstag eingeladen, muss unbedingt den Haushalt machen oder schläft einfach ein, obwohl man sich nur eben mal 5 Minuten hinsetzen möchte.

Jedenfalls bin ich ein Meister darin, alles bis zum Ende aufzuschieben. Jedes Mal, wenn ich einen Abend vor einer Klausur über meinen Unterlagen sitze, schwöre ich verzweifelt, dass ich garantiert das nächste Mal eher anfange. Nunja, um dann wiederum da zu sitzen und mir vorzunehmen, dass ich jetzt aber definitiv weiß, dass ich nächstes Mal ganz bestimmt eher anfange.

Nach den ganzen Jahren Schule, Ausbildung und Studium sollte man meinen, ich müsste doch irgendwann mal gelernt haben, dass alles viel entspannter ist, wenn man rechtzeitig anfängt. Fehlanzeige.

Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass es ja dann doch irgendwie immer noch funktioniert. So lange die Noten stimmen und die Hausarbeiten pünktlich abgegeben sind, fragt ja dann doch auch keiner, ob ich 5 Wochen vorher gelernt habe oder eben doch erst in der Nacht davor.

Mir fallen einfach immer unzählige Gründe ein, mich vor dem Lernen zu drücken und wenn ich letztlich das 10. Mal durch meine Facebook-Timeline scrolle und mir Outfits von Pferden anschaue. Doch wie schaffe ich es mich dann doch selbst zu motivieren?

Zeitdruck! Ich muss sagen, dass ich viel konzentrierter arbeiten kann, wenn ich es muss. Zugegeben, dies ist vielleicht nicht grade die beste Art von Zeitmanagement, aber sie ist definitiv wirkungsvoll. Aber wenn morgen eine Klausur ansteht, was bleibt einem da auch anderes übrig, als sich dann doch hin zu setzen?

Süßigkeiten! Mir hilft es oft, wenn ich mir etwas Leckeres kaufe und mir dann immer ein Stück Schokolade erlaube, sobald beispielsweise 2 Themenblöcke durchgearbeitet habe. Manchmal belohne ich dann auch schon mal das Aufschlagen eines Buches, aber so lange das Ergebnis stimmt, ist das denke ich auch ok.

Internet/TV Entzug! Um tatsächlich effektiv arbeiten zu können, lege ich mein Handy weg und schalte auch den TV aus. Hier setze ich mir aber auch direkt feste Entzugszeiten. Habe ich 5 Seiten geschrieben, so darf ich eben meine Whatsapp-Nachrichten beantworten.

Manchmal fehlt mir aber doch einfach meine meckernde Mama, die den Stecker vom TV zieht, mir verbietet mit meinem Playmobil Reiterhof zu spielen und mich mit dem Gesicht in meine Schulsachen drückt. Und wenn eine Freundin klingelt und fragt, ob ich zum Spielen rauskomme, diese einfach wieder wegschickt.

 

Produktvorstellung: Casco Mistrall 2

21. Juli 2017 at 06:01

Vor einigen Wochen ist mein neuer Helm eingezogen, der Mistrall 2 von Casco. Ich bin absolut zufrieden mit dem guten Stück. Nachdem ich vor vielen Jahren meinen ersten Reithelm bekommen hatte, einen ganz alten gebrauchten, welcher echt schrecklich war, durfte ich mir nach den ersten Reitanfängen einen neuen aussuchen. Meine Wahl fiel damals auf einen von Casco, fragt mich jetzt nicht welches Model dies war, auf sowas habe ich als Kind nämlich gar nicht geachtet. Der Helm war schwarz mit Samt überzogen und ihn hatte gefühlt fast jedes Kind. Wenn ich mal so zurücküberlege könnte es glatt ein Vorgängermodel von meinem jetzigen sein.

Nachdem ich dann zwei andere Helme hatte, ist nun wieder ein Casco-Helm in meinen Kleiderschrank eingezogen. Ich bevorzuge die Luftdurchlässigkeit des Helmes, weil er sehr leicht ist und viele Öffnungen hat. Bei meinem alten hatte ich sehr schnell angeklatschte Haare und habe immer sofort geschwitzt. Reiten ist Sport und natürlich schwitze ich auch immer noch, aber eben nicht mehr so stark am Kopf. Mein kleiner Dickschädel fühlt sich in dem Helm sehr wohl.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn es da nicht noch eine Besonderheit neben der Funktion gäbe:

Es ist möglich die beiden seitlichen Gummibänder durch andere zu ersetzen, was im Klartext heißt, der Helm lässt sich farblich meinem Outfit anpassen. Es gibt sämtliche Farbe, welche ganz beliebig ausgetauscht werden können. Egal ob rot, pink, blau oder grün, der Helm passt nun immer farblich zum Outfit ohne aufdringlich zu sein.

Auch wenn ich vermutlich mit einem komplett pinken, blauen und grünen Helm reiten würde, ist diese eine sehr dezente Lösung, wenn das eigene Outfit ein wenig Pepp bekommen soll.

Die Bänder lassen sich in Sekunden tauschen. Zunächst werden beide Enden aus den dafür vorgesehene Löchern gezogen und anschließend lässt sich das Band einfach herausnehmen. Die neue Farbe wird nun eingespannt und die Enden wieder in den Löchern verstaut und schon ist man fertig, der Helm leuchtet in einer neuen Farbe.

Wie ihr ja wisst, lieben wir bunte Outfits in allen erdenklichen Farben, unser Kleiderschrank erfüllt fast jeden Farbwunsch. Für mich ist der Helm eine wirklich tolle Möglichkeit meine Outfits zu vervollständigen.

Der Casco Mistrall 2 ist ein Helm der viele Möglichkeiten bietet.

Farbenfroh und Glitzer – meine Lieblingsstücke im Juli

18. Juli 2017 at 05:36

Wie dem einen oder anderen aufgefallen sein dürfte, bin ich ein Fan von außergewöhnlichem Zubehör, im Sinne von möglichst farbenfroh und am besten mit Glitzer. Seit ich Amy habe, schaue ich mir gerne die aktuellen Pferde- und Reitertrends an. Ich finde es schön aufzufallen und habe Freude an bunten Sachen.

Zum Glück steht Amy ja auch fast jede Farbe, sodass ich immer wieder etwas Schönes für uns beide zum Anziehen finde, natürlich auch gerne im Partnerlook.

Ich möchte euch nun meine heutige Top 5 für diesen Monat vorstellen:

1 Maritim-Halfterset von Krämer

Bei einem Besuch im Krämer-Store entdecke ich die tolle Maritim-Kollektion. Niedliche kleine Anker auf Schabracken, Halfter oder auf dem Putzzeug. Mir gefielen zwei Farbkombinationen sehr gut: grau und navy. Da grau aber in Kombination mit hellblau war und navy mit pink, ist ja nicht schwer zu erraten, für welche Farbe ich mich entschieden habe. Das Halfter ist an Nase und Genick gepolstert und einfach nur zuckersüß.

2 Casco Mistrall 2

Der coole Helm von Casco ist erst einmal schön luftdurchlässig, was ideal für den Sommer ist. Das absolute Highlight ist aber die Möglichkeit die Farbbänder am Helm ganz individuell zu tauschen und ihn so dem jeweiligen Outfit farblich anzupassen. Ein absolutes Must-Have. Es sind alle erdenklichen Farben erhältlich: Von pink, über blau und rot, bis hin zu einem schlichten schwarz.

3 Springstar T-Shirt

Passen zum Sommer sind neue Springstar T-Shirts herausgekommen. Da wir ja dieses Jahr einen sehr warmen Sommer haben, sind T-Shirts der ideale Begleiter im Stall. Der Stoff ist richtig weich und angenehm zu tragen und das Beste ist, dass das Logo auch noch glitzert.  Das T-Shirt hat eine tolle Passform und sieht sehr schick aus. Ja, eine Prinzessin trägt halt gerne Glitzer. Für warme Sommertage ist das T-Shirt ideal.

4 Gamaschen und Glocken im Kroko-Style von English Equestrian

Ich bin ein absoluter Fan von außergewöhnlichen und kreativen Outfits. Als ich den Kroko-Beinschutz entdeckt habe, wusste ich, dass dieser einziehen muss. Optisch ist sind Gamaschen und Glocken einfach der absolute Hingucker. Die Glocken haben einen sehr flauschigen Lammfellrand und die Gamaschen haben eine super Passform. Bei mittellangen Haflingerbeinen ist es ja manchmal schwer sich zwischen Ponygröße und Warmblut zu entscheiden, so ist es ideal, dass diese auch in Vollblut erhältlich sind.

5 Mähnenspray von Cavalor

Wenn Amy ihreMähne und den Schweif über Nacht mal wieder sehr zerzaust hat, dann hilft uns das coole Mähnenspray dabei, die Frisur wieder zu richten. Mit einem angenehmen Duft sind die Haare sofort wieder leicht kämmbar. Grade für lange Mähne sehr zu empfehlen.

Schaut doch auch nächsten Monat wieder bei „Farbenfroh und Glitzer – meine Lieblingsstücke“ vorbei.

Trailwettbewerb – Sommerfest 2017

17. Juli 2017 at 05:58

Vergangenen Samstag fand bei uns am Stall ein Sommerfest statt. Neben dem Essen stand auch ein Trailwettbewerb auf dem Programm. Für mich war sofort klar, da machen wir natürlich mit. Als ich aus dem Urlaub zurück war, habe ich mich natürlich sofort eingetragen und ab da war ich dann aufgeregt. Eigentlich hatte ich geplant die Tage davor noch mal zu üben und mir ein bisschen was aufzubauen, da ich nur 3 Tage hatte bin ich da dann doch nicht mehr zu gekommen.

Ich war am Samstag dann schon extra früh am Stall, weil ich es zu Hause nicht mehr ausgehalten habe. Auch wenn es ja nur um den Spaß ging, war ich nervös, zumal ich Angst hatte mich irgendwie zu blamieren. Ich bin ja schon mal ein kleiner Tollpatsch und vor den Augen des halben Stalls hinzufallen wäre ja schon uncool geworden.

Am Stall angekommen habe ich die Prinzessin von der Wiese geholt und sie dann hübsch gemacht. Ich habe sie passend zu meinem Outfit in rot und navy bandagiert. Dann ging es auch schon los und wir haben uns alle in der Halle versammelt. Zum Glück waren ein paar Paare vor uns dran, so konnte wir uns den Parcours erstmal anschauen.

Es gab einige Übungen und ich muss sagen, dass mir das „Rückwärts durch ein Stangen-L“ am schwierigsten für uns vorkam. Zuerst musste man aber durch einen Slalom und dann vorwärts durch das L. Rückwärts klappte in der Prüfung zum Glück auch auf Anhieb. Amy war zum Glück sehr motiviert und hatte Spaß an dem Ganzen, nur am Flatterbandvorhang hat sie kurz gezögert. Plane auf dem Boden und das Cavaletti hat sie im Grunde fast von selbst in Angriff genommen.

Im Ziel angekommen war ich sehr stolz auf die Maus. Wir mussten jetzt noch warten, bis alle anderen an der Reihe waren. Warten fand Amy sehr doof, sie wollte gerne beachtet werden. Auf einmal sehe ich aus den Augenwinkeln, wie sie sich einfach mal hinkniet. Ich musste schon ein bisschen lachen und hab sie dann natürlich direkt korrigiert und dazu ermahnt nicht den Clown zu spielen.

Bei der Siegerehrung dann die freudige Nachricht: Wir haben gewonnen!

Ja, Quatsch machen ist halt einfach unser Ding. Da Amy ja eh schon die ganze Zeit zeigen wollte, was sie kann, durfte sie dies dann auch noch kurz. Dann habe ich mich noch für eine Runde auf ihren Rücken geschwungen und bin den Parcours nochmal geritten, da die Prüfung geführt war und ich einfach mal sehen wollte, wie es denn von oben klappt. Kaum saß ich drauf ist Amy direkt auf das Flatterband zugelaufen, jetzt wollte sie unbedingt durch, warum auch immer sie in der Prüfung gezögert hat. Jedenfalls waren die Hindernisse auch von oben gar kein Problem.

Ich bin echt stolz auf meine Maus. Wir können zwar nichts super, aber dafür alles ein bisschen. Mir ist es einfach wichtig, dass ich neben dem Reiten auch bei anderen Dingen einfach ein zuverlässiges Pferd an meiner Seite habe.

Die Fressbreme – Weight Watchers für das Pferd

13. Juli 2017 at 05:53

Seit unserem Umzug in den neuen Stall, haben wir ein längeres Angebot an Weidezeit, welches wir auch gerne wahrnehmen. Leider ist das Pony sehr leichtfuttrig und ich besorgt um seine Gesundheit. Da sie einfach nicht aufhört zu essen, wenn sie die Möglichkeit hat, habe ich überlegt was wir tun können, um sie vor sich selbst zu schützen.

Ein dickes übergewichtiges Pferd zu haben wünscht sich schließlich keiner. Um sie vor Stoffwechselerkrankungen und Gelenkproblemen aufgrund von Übergewicht zu schützen, habe ich mich also dafür entschieden, dass sie auf nahrungsreichen Wiesen nur noch mit Fressbremse kommt.

Mir wäre es auch lieber, wenn sie einfach ohne alles draußen stehen könnte, aber ich denke es gibt einfach Pferde bei denen der Einsatz einer Fressbremse absolut sinnvoll ist.

Da ich keine Ahnung hatte, welche Fressbremse am besten zu uns passt, habe ich einfach eine im Internet bestellt. Diese war aus Nylon und für einige Tage ganz ok. Nach der Zeit hat sie sich allerdings im Bereich der Lippen aufgelöst und so kam es zu Scheuerstellen. Somit startete ich einen neuen Versuch und bestellte eine mit Gummiplatte auf dem Boden. Ich kann euch leider gar nicht sagen von welcher Marke sie ist. Mit dieser kam Amy im Grunde ganz gut klar. Mich hat nur gestört, dass der Teil am Maul relativ engmaschig ist und ich so das Gefühl hatte, dass sie so schlechter Luft bekommt.

Auf Facebook habe ich dann eine mögliche Lösung entdeckt. Die Sattlerei Würtz stellt selber ein Model her, welches mehr Platz zum Atmen lässt. Die Fressbremse ist aus hellem Leder. Rein optisch finde ich dies grade am Haflinger schöner, als eine schwarze Fressbremse. Das Schöne an der Fressbremse ist, dass alle Riemen individuell verstellt werden können. Somit lässt sich diese perfekt an den eigenen Pferdekopf anpassen. Im Gegensatz zu meiner alten, verfügt sie auch über einen Kehlriemen für bessere Haltbarkeit. Amy zieht sich die Fressbremse eigentlich nicht aus, aber ich denke für andere Pferde kann dies echt sehr vorteilhaft sein.

Da Amy nur mit Fressbremse und ohne Halfter auch die Wiese kommt, ist es schön, dass unten ein Ring zum Befestigen eines Stricks angebracht ist. Die Fressbremse sitzt sehr gut am Pferdekopf und ich habe bislang den Eindruck, dass Amy besser atmen kann. Aktuell stehen die Pferde allerdings auf einer abgefressenen Wiese, sodass ich von meiner Langzeiterfahrung erst Berichten kann, wenn sie wieder auf einer frischen Wiese stehen.

Die Fressbremse wirkt jedenfalls sehr stabil und ich finde Leder wesentlich angenehmer als Nylon. Das Pony wird erfolgreich vom dick werden abgehalten und kann trotzdem etwas fressen und trinken.

Wie Amy auf lange Sicht hin mit dieser Fressbremse klar kommt, werde ich in den nächsten Wochen noch berichten.

 

Das erste eigene Pferd – Wenn aus dem Wendyleben Verantwortung wächst

12. Juli 2017 at 05:49

Es steht ganz außer Frage, dass das eigene Pferd schon immer mein Kindheitstraum war. Der Tag des Pferdekaufs war nach all den Jahren des Wartens, ein unfassbar schönes und aufregendes Erlebnis. Dennoch ist das Leben als Pferdebesitzerin auch mit einigen Einschränkungen und vor allem mit einer großen Verantwortung verbunden.

Besonders vielen jungen Mädchen ist gar nicht bewusst wie viel Verantwortung ein Pferd bedeutet und wie viel Zeit man letztlich investieren muss. Ebenso wird vielen die finanzielle Gebundenheit zunächst gar nicht so bewusst.

Als kleines Mädchen habe ich mir mal eine Spardose angelegt, um mein ganzes Taschengeld zu sparen, weil ich meinen Eltern beweisen wollte, dass ich ein Pferd bezahlen kann. Heute muss ich ein wenig lachen, weil das Geld vermutlich nicht mal für eine schicke Schabracke gereicht hätte. Immer wieder haben mir meine Eltern gepredigt, dass ein Pferd einfach viel zu teuer ist, doch ich war da absolut beratungsresistent.

Sobald ich mein erstes Geld verdient habe, wusste ich, an einem Pferd führt früher oder später einfach kein Weg für mich vorbei. Es war eine gute Entscheidung.

Endlich konnte ich selbst für mich und mein Pferd entscheiden: Welche Outfits und Zubehör für das Pferd gekauft wird. Was wir an welchem Tag unternehmen, Ausreiten oder Springen ohne um Erlaubnis zu fragen. Die ganze Welt stand mir ab diesem Tag offen. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl in den Stall zu kommen und zu wissen, dass da einfach DEIN Pferd steht.

Dennoch hat die Sache mit der Freiheit einen Haken. Konnte ich mich vorher noch hinter der Entscheidung meiner Reitlehrerin oder der Besitzerin verstecken, so musste ich nun voll für die Konsequenzen meiner Handlungen einstehen. Läuft etwas schief, so habe ich dies ganz allein zu verantworten. Ich muss sagen man wächst mit seinen Aufgaben und mit der Zeit lernt man die Verantwortung zu tragen. Anfangs habe ich mir auch noch oft den Rat meiner Reitlehrerin eingeholt, doch mittlerweile treffe ich alle Entscheidungen rund ums Pferd sehr souverän. Dies heißt natürlich nicht, dass ich nie um Rat oder um Hilfe frage, aber ich habe einfach das Gefühl mich mittlerweile einfach auch auf meine Entscheidung verlassen zu können.

Nach dem Pferdekauf waren alle Aufgaben als Pferdebesitzer natürlich neu für mich. Den Schmied anrufen, Tierarzt verständigen, nach Impfungen schauen und solch grundlegende Aufgaben. Als Reitschülerin waren die Pferde immer geimpft und hatten gepflegte Hufe, wurde das Pferd krank hat sich der Besitzer schon drum gekümmert. Doch nun waren dies meine Aufgaben und ich muss sagen, der erste Anruf beim Tierarzt war definitiv kein schönes Erlebnis.

Es ist beim Pferdkauf im Grunde wie bei allem im Leben, mit den Rechten kommen eben auch die Pflichten!

Zudem kostet ein eigenes Pferd viel Geld und Zeit. Als Reitbeteiligung oder Reitschülerin waren meine Kosten fest kalkuliert, als Pferdebesitzerin muss man immer mit einer hohen Tierarztrechnung rechnen. Selbst wenn man das Glück hat, dass keine unvorgesehenen Komplikationen eintreten hat man jeden Monat einen großen Posten Fixkosten zu decken. Boxenmiete, Schmied, Impfen, ggf. Zusatzfutter, aber auch die Ausrüstung gehen ganz schön ins Geld. Wer jetzt sagt, die Ausrüstung schafft man nur einmal an, der soll mir sagen, er kann sich auf einer Messe oder bei einem Schnäppchen im Reitladen immer zusammenreißen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Neben der Tatsache, dass man finanziell stark gebunden ist und auch dadurch mal auf etwas verzichten muss (es sei denn man ist einfach ganz schrecklich reich) nimmt ein Pferd auch sehr viel Zeit in Anspruch.

Euch muss einfach bewusst sein, dass die volle Verantwortung das Pferd artgerecht zu bewegen nun bei euch liegt. 365 Tage im Jahr. Ja man geht gerne zu seinem Pferd, aber es werden auch Tage kommen, da muss man sich selbst in den Hintern treten um in den Stall zu kommen. Auch wenn es die Möglichkeit einer Reitbeteiligung gibt, dürft ihr nicht vergessen, dass diese abspringen kann und ihr dann wieder in der Pflicht seid, euch um das Pferd zu kümmern.

Ein eigenes Pferd zu haben ist wundervoll. Man hat seine Freiheiten und kann seine eigenen Entscheidungen treffen. Aber vergesst bitte einfach nicht, dass es nicht immer nur schön ist, die Verantwortung zu tragen und Entscheidungen treffen zu müssen. Bedenkt auch die finanziellen und zeitlichen Einschränkungen.

Ich möchte mein Pferd nicht missen, dennoch habe ich entschieden, dass es nach Amy kein neues Pferd geben wird. Die Lebensumstände ändern sich und man setzt mit dem Alter seine Prioritäten auch neu.

Sommerpause

11. Juli 2017 at 05:45

Nach meiner Sommerpause beginnt nun wieder der Alltag für mich. Den ersten Arbeitstag habe ich schon gemeistert. Ich hatte 3 entspannte Wochen frei, wovon ich 2 Wochen auf Lanzarote verbracht habe. Es war einfach mal schön abschalten zu können und die Sonne und das Essen zu genießen. Das Pony hat mir sehr gefehlt, aber es war auch mal schön für einige Zeit keinerlei Verpflichtungen zu haben.

Wir hatten ein tolles Hotel mit All-Inklusiv und das haben wir auch voll ausgenutzt. Für 3 Tage hatten wir einen Mietwagen, mit dem wir die Insel erkundet haben. Die restliche Zeit haben wir einfach mal entspannt.

Nun hat der Arbeitsalltag wieder begonnen und auch meine Bachelorarbeit wartet auf ihre Erstellung. Selbstverständlich gibt es auf dem Blog nun auch wieder regelmäßig was zu lesen und ich hoffe wir können euch viele tolle Bilder unserer Arbeit zeigen.

Liebe Grüße

Katja und Amy