Mein Weg zur Häubli Werkstatt

22. Februar 2018 at 05:44

Liebes Zauberpony Amy und Zauberpony Amys Mama 🙂  

ich erzähle euch mal wie ich zu meiner Häubli Werkstatt – Made with Love gekommen bin.  

Eines Tages hat ein Mädchen bei mir in der Reitstunde gesagt, sie überlegt sich ein Pferd zu kaufen. Gesagt, getan hat sie einige Anzeigen mitgebracht und wir haben drüber geschaut. Auf Ebay Kleinanzeigen geschaut, eine Anzeige hat mich sooo angesprungen, absichtlich habe ich sie übersehen, weil ich gewusst hab „mist da ist irgendwas, was mich absolut ankiekst.“ was heißt, ICH bin absolut verschossen in das erste Bild gewesen. Absoluter Super Gau weil meine Freundin ja ein Pferd sucht. Auf einmal schickt sie mir genau diese Anzeige und ich habe mich geschlagen gegeben. 

Einige Tage drauf sind wir ins tiefste Niederbayern gefahren und da stand sie. 

Braun, geputzt absolut niedlich, etwas verschreckt, für mich mit Sternchen umgeben wie in einem Comic, indem jemand den Jackpot gewinnt. Angebunden stand sie da, in ihrer vollen Pracht. 

Ich bin auf sie zu und wir haben gewusst wir gehören zusammen. STOP wir sind da weil meine Freundin ein Pferd will 😀 Blöd…. naja gesattelt sind wir auf die Wiese runter und sind sie Probegeritten. Es hat alles wunderbar geklappt. 

Für meine Freundin ist alles klar gewesen. Das wird ihr Pferd. Sie ist dann alleine noch einige male hingefahren bis sie zu ihr Heim durfte. Ich habe ganz schön drunter gelitten 🙁 zu wissen ich muss jetzt loslassen… 

Zuhause im Stall angekommen, habe ich irgendwann nach einiger Zeit beschlossen ich mach ihr Fliegenhauben, indem sie schon nicht mein Pferd sein kann beschenke ich sie 😉 

Und zack hatte sie schon ihre ersten 3 oder 4 Hauben am Kopf. 

Dann habe ich eine Facebookseite eröffnet und die Hauben sind immer schöner und besser geworden. 

In meiner Arbeit habe ich dann auch eine Pferdenärrische Kollegin gehabt, die hat mir so einige Aufträge erteilt und durch ihren Bekanntheitsgrad bin ich dann etwas mehr in die Munde gekommen. 

Sie hat sich über jede Haube so gefreut dass sie oftmals Tränen in den Augen hatte und das erfreut mich immer umso mehr, jemandem eine Freude zu machen. 

Nun gut, ihr Sohn ist Designer und der hat mir dann mein Logo gemacht. Das hat meine kleine „Firma“ abgerundet.  

Ich mache nicht ausschließlich die Häublis, ich versuche mich an allem was machbar ist, Katzen und Meerschweinhöhlen, Katzen und Hundeanzüge, Mützen stehen auch ganz vorne mit dran, im Sommer habe ich auch den ein oder anderen Bikini gehäkelt. 

Habe eine riesen Freude an sowas und Kosten tun meine Sachen nicht die Welt, weil ich mehr den Spaß an der Freude habe und das Hobbymäßig betreibe. Auch wenn die Sachen ausschauen wie wenn sie hunderte von Euro Kosten, es ist alles Handarbeit mit Liebe gemacht. Wir bewegen uns zwischen ab 18€ für Mützen bis 40€ die teuerste Bling Blingigste Haube für s Pferd. 

Ich liebe meine Arbeit.  

Eure Häubli Werkstatt – Made with Love 

 

Gastbeitrag: Theresas Testbericht Cavalor Dry Feet

5. Dezember 2017 at 22:39

Zusammen mit zauberponyamy hatten wir das große Glück, das „Dry Feet“ Spray von Cavalor testen zu dürfen. Ich hatte schon längere Zeit zuvor befürchtet, dass Amon Strahlfäule entwickelt, da er aufgrund der Umstellung auf Barhuf hinten die meiste Zeit Hufschuhe anhatte. Bei dem feuchten Wetter war es somit leider fast abzusehen…

Und so kam es auch, dass Amon Anfang November eine leichte Strahlfäule an beiden Hinterhufen entwickelte. Diese wurde dann zunächst ein einziges Mal mit einer Mischung unseres Tierarztes behandelt, um eine Ausbreitung der Strahlfäule gleich zu Beginn zu verhindern. (Leider weiß ich nicht genau was in dem Zeug vom Tierarzt drin ist…)

Nachdem ich die Hinterhufe einmal behandelt hatte, wurde die Strahlfäule deutlich besser, jedoch war der Huf noch immer recht feucht und ich wollte verhindern, dass die Strahlfäule doch wiederkommt. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, dass genau zur richtigen Zeit das „Dry Feet! von Cavalor bei und eintraf. Ich hatte zuvor noch nicht von diesem Spray gehört und hatte nur bei zauberponyamy davon gelesen und dachte mir dann sofort, dass wäre doch etwas für uns.

Erster Test:

„Dry Feet“ kommt in einer Sprühflasche, die eine super Größe hat, so dass sie sogar aufrecht in unserer Putzkiste gelagert werden kann. Beim ersten Test habe ich die Hufe zunächst mit dem Hufauskratzer sowie einer Wurzelbürste gereinigt und anschließend das Spray aufgesprüht. Amon fand das Geräusch zunächst noch etwas gruselig, aber ansonsten war das Aufbringen wirklich einfach.

Erste Ergebnisse:

Bereits nach wenigen Tagen hatte ich das Gefühl, dass die Hinterhufe insgesamt deutlich trockener waren. Zu dieser Zeit haben wir auch auf die Hufschuhe verzichtet, um den Bakterien keine Möglichkeit zu geben, in der lauschig warmen Umgebung des Hufschuhs regelrecht aufzublühen. 🙂 Trotz des feuchten Wetters und der nassen Weiden blieben die Hufe in einem wirklich guten Zustand und auch die Strahlfäule war innerhalb von ein paar Tagen vollständig verschwunden und kam bisher auch nicht wieder. Zunächst hatte ich die Befürchtung, das Spray würde ggf. die Hufe insgesamt stark austrocknen, dies war bei uns aber nicht der Fall.

Weitere Behandlung:

Um erneuter Strahlfäule vorzubeugen, benutze ich das Spray weiterhin ca. 1-2 Mal die Woche und trage jeweils 2 Sprühstöße pro Huf auf. Und bisher muss ich sagen, bin ich wirklich super zufrieden damit.

Bzgl. der Wirksamkeit des Sprays gegen akute Strahlfäule kann ich leider nichts sagen, da Amons Strahlfäule, als ich mit dem Test begonnen habe, bereits einmal anderweitig behandelt worden war. Was die Nachbehandlung und Vorbeugung angeht, kann ich jedoch sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Spray bin und es auch gut und gerne weiterempfehlen kann. Besonders bei Pferden, die regelmäßig Hufschuhe tragen und daher zu einem/einer weichen und feuchten Strahl/Sohle neigen, kann ich das Spray besonders zur Vorbeugung sehr empfehlen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Feedback einen Einblick in unsere Tests geben.

Grüße

Theresa

Gastbeitrag: Leonies Testbericht Cavalor Dry Feet

5. Dezember 2017 at 05:48

Hier mein Testbericht:

In den zwei Jahren, die ich mein Pferd nun besitze, hatte er einmal Strahlfäule. Diese war im Sommer 2016 und entstand dadurch, weil die Pferde immer durch eine große Pfütze mussten, um auf die Weide zu kommen. Ich habe die Strahlfäule damals mit Wasserstoffperoxid 3%ig behandelt, was leider nicht wirklich geholfen hat. Mein Hufschmied empfahl mir dann Zahnpasta, die aber auch nicht so richtig helfen wollte. Ich habe mir dann auf Empfehlung von anderen Reitern hin ein Produkt auf Amazon bestellt, welches so ähnlich wie das von Cavalor war. Das hat super geholfen und damit war die Strahlfäule innerhalb von ein, zwei Wochen komplett weg.

Seit diesem Sommer steht beim Pferd nun in Offenstallhaltung, weshalb es mit der Feuchtigkeit nun immer ein Problem sein wird. Der Boden ist schon seit Wochen nass und auch die Wiesen (oder was von noch übrig ist) sind überschwemmt oder matschig. Vorbeugend habe ich immer eine Strahlpflege von Krämer verwendet, die bisher auch gute Dienste geleistet hat. Seit dem einen Mal hat mein Pferd bisher keine Strahlfäule mehr gehabt, jedoch waren seine Hufe immer etwas weich. Ich habe vorher tatsächlich schon einmal von Cavalor gehört, aber von dem Spray wusste ich bis dato noch nichts. Ich habe mich auf den Produkttest gemeldet, weil Strahlfäule grausam ist – für Pferde und Reiter – und mein Pferd durch die neue Haltung nun noch anfälliger darauf sein könnte. Da ich sehr gerne etwas vorbeuge, ist Dry Feet also das perfekte Produkt für mich und mein Pferd.

Ich habe natürlich die Hoffnung, dass es mein Pferd durchgängig vor der Strahlfäule bewährt! Alternativ hatte ich nur das eine Produkt von Amazon, was dort leider nicht mehr erhältlich ist und ich es noch nirgendwo anders gefunden habe. Deswegen bin ich auch sehr froh, Dry Feet testen zu dürfen, weil es dem Produkt sehr ähnlich – wenn nicht sogar besser – ist. Von Zahnpasta oder Wasserstoffperoxid kann ich persönlich abraten, weil es bei uns nicht geholfen hat.

Ich habe das Spray ganz am Anfang – wie auf der Verpackung empfohlen wird – ca fünf Tage hintereinander aufgesprüht. Seitdem verwende ich es je nach Bedarf, meistens einmal die Woche, wenn nicht sogar zweimal. Kommt auch immer darauf an, wie nass der Paddock oder die Weide ist, also wie viel es geregnet hat. Vor dem Auftragen kratze ich die Hufe ganz normal aus und suche dafür meist einen etwas trockeneren Ort auf, was bei der Offenstallhaltung leider manchmal etwas problematisch sein kann. Da wir Selbstversorger sind, haben wir nur den Stall als trockenen Unterstand. Ich habe die Hufe also jedes Mal gründlich ausgekratzt und dann mit einer größeren Bürste sauber gemacht. Dann habe ich das Spray auf dem abgetrockneten Huf aufgetragen.

Mein erster Eindruck war eigentlich ganz gut, nur den Geruch finde ich ziemlich beißend. Der verfliegt zwar an der Luft recht schnell, wenn man aber über den Huf gebeugt steht und dann aufsprüht, war es teilweise etwas unangenehm den Geruch einzuatmen. Auf der Verpackung wird ja davon abgeraten, es einzuatmen, was aus dieser Position, wenn man über den Huf gebeugt ist, leider sehr schwierig zu verhindern ist. Aber das ist wirklich Kritik, die nichts mit dem Produkt und der Wirkung an sich zu tun hat, weshalb ich über sowas hinwegsehen kann. Das Aufsprühen klappte gut und auch ansonsten ließ sich die Flasche gut handhaben.

Mein Pferd zeigte nach den ersten paar Anwendungen noch keine großen Veränderungen, wahrscheinlich aber auch weil er ja fast durchgehend in der Nässe steht und somit das Spray etwas länger zum Wirken brauchte. Nach einer Woche wirkte der Huf aber schon deutlich trockener und fester! Und so blieb es bis heute auch. Der Strahl ist schön trocken und die Konsistenz der Hufe hat sich gut gefestigt.

Abschließend kann ich sagen: ich würde Cavalor Dry Feet auf jeden Fall weiterempfehlen, an jeden Reiter oder eher gesagt an jedes Pferd, was ab und zu oder sogar öfter unter Strahlfäule leidet! Ich bin zufrieden mit dem Spray und werde es mir deshalb wohl auch nochmal nachkaufen. Besonders jetzt seitdem ich Offenstaller bin, schätze ich ein solches Produkt auf jeden Fall sehr!

Liebe Grüße.

Leonie

Wenn man eine Pferdeverrückte auf Publikum loslässt

20. Oktober 2017 at 17:00

Als Katja mir von ihrem bevorstehenden Auftritt bei dem Jubiläum von Krämer erzählte, wusste ich sofort, dass es bis dahin viele anstrengende Mittagspausen geben wird. Denn wer Katja kennt, weiß, dass sie sich über jedes noch so kleine Detail den Kopf zerbricht und sich in alles reinsteigert. Und natürlich war es auch hier nicht anders. Also lag sie mir schon Wochen vor dem Auftritt in den Ohren: „Was ist, wenn ich alles falsch mache?“ und „Was ist wenn ich mich vor allen auf die Fresse packe?“. Es wurden also viele wichtige Themen erörtert: Mit oder ohne Kostüm? Mit oder ohne Pad? Musik oder keine Musik? Und natürlich machte sich die Pferdemama wie immer mehr Gedanken über Amys Outfit als über ihr eigenes.

Umso näher der Auftritt dann rückte, desto öfter wurde Katja zwischendurch unruhig und rutschte auch schon mal mit ihrem Hintern aufgeregt über den Stuhl, weil sie nicht still sitzen konnte. Tage vorher kam die Nervosität in Phasen, aber insgesamt blieb Katja doch relativ gelassen. Da bin ich definitiv schlimmeres gewohnt. Ich erinnere mich zum Beispiel an unser Examen letztes Jahr und die stundenlangen Telefonate.

Als ich dann hörte, dass Katja einen Tag vor dem Auftritt einen Abflug von Amy gemacht hat, dachte ich schon, dass es das jetzt gewesen ist und Katja einen völligen Nervenzusammenbruch erleidet. Allerdings war genau das Gegenteil der Fall. Sie sagte: “Was soll denn passieren? Wenn ich runter falle, mache ich halt vom Boden weiter.“ Genau diesen Optimismus liebe ich an ihr.

Wie sollte es auch anders sein, klingelte am großen Tag vormittags mein Handy und die Tonlage und Geschwindigkeit der „Worte“, die an meinem Ende ankamen ließen darauf schließen, dass sich die Gelassenheit verabschiedet hatte. Doch wie meistens ging es ihr, nachdem sie sich einmal kurz alles von der Seele geredet hatte, besser. Außerdem darf man bei so einem Ereignis auch nervös sein. Und da ist es auch zu verzeihen, dass ich ihrem Freund was zu essen mitbringen musste, da Katja glatt vergessen hatte ihn zu füttern. 😅

Bei Krämer angekommen, hatten Katja und Amy noch ein wenig Zeit und während das Pony sich noch einen kleinen Grassnack gönnte, sah man Frauchen leicht aufgekratzt zwischen Amy, Hänger, Auto und den umherstehenden Leuten hin und her laufen. Das Pony musste ja hübsch aussehen und Aufgaben mussten an die mit angereisten Helferlein verteilt werden. Denn wenn man Katja und Amy begleitet, hat man sich auch nützlich zu machen. In meinem Fall war es der Nachschub der Leckerlis und der Instagram Livestream.

Als der Auftritt dann begann musste man sich erstmal daran gewöhnen, dass ihre Stimme nur verzögert aus den Verstärkern kam. Das, zusammen mit der Schnappatmung (Katja hat in etwa die Kondition eines Butterbrotes) hörte sich zwischendurch schon etwas lustig an. Zum Glück hat sie zusätzlich nicht in ihrem Standardtempo gesprochen. Ansonsten wären wahrscheinlich nur Satzfetzen wie „Katja….Pony….Kunststücke“ bei den Zuschauern angekommen.

Was Katja und Amy bei ihrem Auftritt gezeigt haben, hat Katja ja schon berichtet. Deswegen sage ich an dieser Stelle nur so viel: Ich finde es immer wieder beeindruckend wie toll die beiden zusammen sind und was sie zusammen leisten. Vor ein paar Wochen war ich Katja und Amy das letzte Mal besuchen und ich muss sagen, hätte sich Amy bei Krämer so präsentiert, wie an diesem Tag, wäre das ein kurzes Vergnügen gewesen. Denn wie alle Frauen ist auch Amy manchmal emotionsflexibel (zickig sagt man nämlich nicht) und hat so gar keine Lust das zu machen, was Frauchen möchte. Aber beim Auftritt war Amy einfach klasse.

Zum Schluss durften dann ja noch alle Bilder mit Amy machen und mehrere Kinder wuselten um sie herum. In dem Moment dachte ich, wenn Amy jetzt einfach aufsteht, sehen wir gleich ein kleines Kind mit der Nase voran im Dreck liegen. Doch sie war ganz brav und hat es sogar genossen von allen Seiten getätschelt zu werden.

Katja und Amy sind ein großartiges Team und ich denke, dass es sich trotz der wochenlagen Aufregung auf jeden Fall gelohnt hat und ich hoffe, dass sie irgendwann noch einmal auftreten.

Liebe Grüße

Eure Aline 😘

Gastbeitrag: Beritt und Vertrauen ?!

5. Mai 2017 at 06:35

Der ein oder andere fragt sich jetzt vielleicht, was Beritt und Vertrauen miteinander zu tun haben und wer ich überhaupt bin und warum ich hier schreibe. Berechtigte Fragen. 

Katja hat mich gefragt: „Ach komm, schreib doch mal einen Gastbeitrag auf meinem Blog!“. Natürlich nahm ich das Angebot gerne an, aber ein Thema zu finden, was euch auch vielleicht interessiert, war ziemlich schwer. Also meinte Katja: „Schreib doch über Beritt“. 

Ok dachte ich mir, darüber kannste einen Haufen schreiben, weil du es ja jeden Tag machst, aber interessiert euch Zauberponys das denn? Also habe ich mich dazu entschlossen euch meine Gedanken darüber zu schreiben, was Vertrauen und Beritt miteinander zu tun haben. 

Kurz zu mir: Ich bin Carina, 21 Jahre alt, reite seit ca. 16 Jahren, kenne Katja fast mein ganzes Leben lang, reite derzeit 4-5 Pferde, reite Jungpferde ein und mache Beritt, und Amy kenne ich von klein auf.

Die meisten denken bei Vertrauen an Bodenarbeit, Halsring reiten oder Zirkuslektionen.

Aber wenn ein Pferdebesitzer sein Pferd in Beritt gibt, in fremde Hände, unter einem fremden Reiter, muss der Besitzer das aller größte Vertrauen in den Bereiter haben seinen Schatz von Pferd dort hinzubringen/reiten zu lassen. Ich kenne viele Pferdebesitzer die sagen „Es kommt mir kein anderer auf MEIN Pferd. Der wird nur von mir geritten.“ (Klar es gibt auch Ausnahmen!) Und da ich jeden Tag bis zu vier fremde Pferde reite (nein, ich mache das nicht beruflich), die nicht mir gehören, weiß ich es echt zu schätzen, dass die Besitzer mir blind ihr Pferd anvertrauen, mich damit alleine lassen, mich reiterlich alles machen lassen (sei es Springen, Dressur, Gelände oder Turnier). Sie vertrauen mir, dass ich ihr Pferd gut behandel, richtig reite und ausbilde und vor allem zuverlässig bin. 99% der Zeit bin ich mit den Pferden alleine, ohne die Besitzer. Nicht, weil den Besitzern ihr Pferd egal ist, sondern weil sie mir vertrauen und glauben, dass ich ihr Pferd reiterlich weiter bringen kann. 

Viele Reitbeteiligungen (auch wenn diese jetzt nicht unter Beritt für mich fallen) oder jegliche Fremdreiter sollten sich darüber mal bewusst werden, was ihnen da für ein Vertrauen entgegen gebracht wird. Pferde sind wie die Kinder für manche Menschen. Vorallem viele RB’s sollten sich dies einmal vor Augen führen, wenn sie sich über die Besitzer aufregen oder wie sie mit dem „fremden“ Pferd umgehen. Ihnen wird da ein Pferd anvertraut, was für andere die Welt bedeutet.

Ich weiß, dass viele Pferdebesitzer auch sehr schlechte Erfahrungen mit Beritt gemacht haben und ihr Pferd danach, nach Ihrer Aussage „kaputt geritten“ ist. Klar das kann in Einzelfällen stimmen. Aber oft muss der Pferdebesitzer sich echt an die eigene Nase fassen. Das ist leider so. 

Natürlich muss das Pferd seinem Menschen/Besitzer auch vertrauen, dass er/sie in gute Hände gibt. 

Ich weiß auch von Katja, dass sie nicht jeden einfach unbedacht auf ihre Amy lässt, einfach weil es ihr Baby ist. Total verständlich. 

Im Prinzip hat alles im Reitsport in der Pferde-Mensch + Mensch-Mensch-Beziehung mit Vertrauen zu tun. 

Das Pferd vertraut auch darauf, dass der Mensch jeden Tag kommt und das Futter bringt und das es nach dem Reiten wieder auf die Wiese geht und es nach einem Turnier immer wieder nach Hause geht. 

Man kann dies aus vielen Sichtweisen beleuchtet. Ich könnte auch noch lange über RB’s schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. 

Ich hoffe, dass es für euch wenigstens ein bisschen interessant und informativ war?!