Verladetraining mit Luuk Teunissen

14. November 2018 at 06:03

Am vergangenen Samstag ging es für Amy und mich zum Krämer Megastore in Leverkusen/Leichlingen. Wir hatten dort einen kleinen Auftritt und bei dem Amy sehr fein mitgemacht hat. Als ich vor 3 Wochen das Prospekt vom Jubiläumstag im Briefkasten hatte, habe ich das Programm durchgeschaut, um zu sehen, wer noch alles an dem Tag dort ist. Direkt vor mir las ich einen bekannten Namen: Luuk Teunissen.

Im Programmhaft war eine Trainingseinheit ausgeschrieben, für die man sich bewerben konnte. Verladetraining? Na perfekt, wenn das mal nicht unsere Baustelle ist. Zunächst wollte ich ihm gar nicht schreiben, weil ich dachte, wir werden bestimmt eh nicht ausgewählt. Dann habe ich mich aber doch dazu entschlossen, denn ich fand die Vorstellung ihm Amy in die Hand drücken zu dürfen schon ziemlich toll.

Als mich dann die Nachricht erreicht hat, dass wir zum Live-Training mit Luuk Teunissen kommen dürfen, hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Jetzt war ich natürlich nicht nur aufgeregt vor meinem Auftritt, sondern vielmehr vor dem Verladetraining. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was er wohl zu uns sagt und wie die Einheit verlaufen wird.

Am Samstagmorgen haben wir uns dann auf den Weg zu Krämer gemacht. Es hat gefühlt den ganzen Tag geregnet und ich hatte schon etwas bedenken, dass der Tag abgesagt werden könnte. Aber wir Reiter sind ja schließlich nicht aus Zucker. Mit Regenjacke bewaffnet kamen wir vor Ort an und Amy durfte erstmal etwas grasen. Damit sie nicht schon vorher aussah wie ein begossener Pudel, hatte ich extra eine Regendecke eingepackt. Nunja, spätestens nach 2 Minuten auf dem Platz, war sie dann eh nass.

Jedenfalls waren wir recht früh dran und ich bin ein wenig aufgeregt durch die Gegend gehüpft bis Luuk endlich da war. Das Training konnte beginnen…

Zusammen mit meinen Freundinnen standen wir unter Regenschirmen am Rand und haben zugesehen. Ich habe Ronya mit Filmen beauftragt, damit ich mir das ganze Training später noch einmal ansehen kann. Ich war schon recht aufgeregt, wie alles klappt wird, denn ich kenne ja mein Pony.

Nach wenigen Minuten war abzusehen, dass die Einheit ein Fortschritt für uns sein würde. Natürlich löst man so ein Problem nicht in 5 Minuten, aber Luuk hat mir neue Ansätze gezeigt. Ich fand den gesamten Aufbau des Trainings toll. Er hat auch jeden seiner Schritte erklärt und das Publikum mitgenommen. Für mich war es natürlich etwas Besonderes, denn ich konnte ihn bei der Arbeit mit meinem Pferd beobachten. Wenn man Trainern generell zuschaut, kann man zwar viel lernen, aber wenn man die Arbeit am eigenen Pferd sieht, dann ist es doch nochmal etwas anderes.

Luuk war nicht der erste Trainer, den ich mit Amy habe am Verladen arbeiten sehen. Umso positiver war ich über die Art begeistert. Er hat so unglaublich ruhig und logisch mit Amy gearbeitet, dass ich mir selbst fast doof vorkam. Nunja, in der Regel liegen die Probleme der Pferde ja meistens am Besitzer. Ich würde mich ja generell auch nicht als Vollkatastophe im Umgang mit Amy bezeichnen, aber was das Verladen angeht, da stehen wir auf Kriegsfuß.

Zunächst hat er ohne Trennwand im Hänger gearbeitet und diese dann nach und nach bis auf die normale Position verstellt. Amy hat sich gut auf das Training eingelassen, da habe ich wie gesagt schon ganz andere Dinge gesehen. Was mir auch gut gefallen hat war, dass er mich zum Ende der Einheit mit einbezogen hat.

Für mich war es etwas ganz neues im Hänger zustehen und mein Pony zu mir herein holen zu können, ohne einen Schritt zu machen. Dies ist auch einer der Punkte an denen ich arbeiten muss, mich beim Verladen nicht von Amy bewegen zu lassen. Wenn sie mal rausrennt, muss ich auf jeden Fall stehen bleiben und ihr nicht folgen.

Zusammenfassend habe ich aber selten einen so netten und wahnsinnig sympathischen Menschen getroffen. Er hat ein tolles Training mit Amy absolviert und ich glaube es war nicht nur für mich als Besitzerin sehr informativ und hilfreich.

Danke Luuk, für deine Hilfe!

Amy und ich werden natürlich weiter am Verladen übern, in der Hoffnung, dass wir es eines Tage immer ganz ohne Stress schaffen, in den Hänger einzusteigen. Ich habe Amy schon damit gedroht, dass ich sie sonst bei Luuk aussetze 🙂

Unser Auftritt im Krämer Megastore Neukirchen-Vlyn

30. Oktober 2018 at 05:45

Am vergangenen Wochenende haben Amy und ich sich, wie auch schon im vergangenen Jahr, auf den Weg nach Neukirchen-Vlyn zum Jubiläum des dortigen Krämer Megastores gemacht. Die ganze Woche über war ich eigentlich nicht nervös, da mir die Atmosphäre im letzten Jahr so gut gefallen hat. Als dann aber am Samstagmorgen der Wecker geklingelt hat, war ich doch ein wenig aufgeregt.

Zum Glück wurden wir auf unserem Ausflug wieder von lieben Helferlein begleitet, sodass ich die Nervosität schnell ablegen konnte. Ich war mir bezüglich unserer kleinen Vorführung gar nicht sicher, was ich zeigen wollte. Da der Boden letztes Jahr so tief war, habe ich mich gegen das Reiten entschieden. Wir hatten geplant einfach ein paar Zirkuslektionen zu zeigen und ich wollte auch einige Elemente für Schrecktraining zeigen.

Leider konnte ich meine pinke Plane nicht finden, also haben wir improvisiert und den kleinen Handstaubsauger und Mamas schicken Regenschirm in unser Programm eingebaut. Ein Glück, dass meine Eltern immer etwas Nützliches im Kofferraum aufbewahren.

Nachdem tollen Verladetraining davor die Tage, war ich sehr optimistisch, dass wir hierbei keine Probleme haben werden. Da hat mir das Pony aber einen Strich durch die Rechnung gemacht: Schon auf dem Hinweg mussten wir eine gute Viertelstunde diskutieren.

Vor Ort war Amy aber gut drauf. Nicht 100%-ig konzentriert wie zu Hause, aber sie hat toll mitgemacht. Ich konnte alle Lektionen abfragen und sie blieb sogar richtig entspannt liegen, während ich vorgetragen habe. Es war toll auf seinem liegenden Pferd zu sitzen, während man dem Publikum etwas berichtet hat.

Besonders schön war das Ende, denn da kamen alle kleinen Fans zu uns und durften einmal auf einem liegenden Pferd sitzen. Jedes Kind hat Amy ein Leckerli gegeben und durfte sie dann streicheln und kuscheln. Amy ist da schon eine ziemliche Diva und genießt es absolut im Mittelpunkt zu stehen.

Am 10. November werden wir zu einem weiteren Jubiläum fahren und zwar nach Leichlingen/Leverkusen. Für den Auftritt da habe ich mir vorgenommen, etwas über das Leben als Blogger zu erzählen. Natürlich darf auch hier Amy wieder zeigen, was sie kann.

Nach unserem Auftritt durfte Amy noch im Paddock chillen, während wir eine Runde im Laden shoppen waren. Lange habe ich sie mir gewünscht, jetzt ist sie eingezogen: Eine bordeauxfarbene Reithose. Ich habe bereits eine gefütterte Winterreithose, wollte aber noch eine normale.

Amy sollte eine neue Abschwitzdecke bekommen, welche es leider nicht in ihrer Größe gab. Dem Internet sei Dank, habe ich sie aber nun doch bekommen und Amy ist zufrieden.

Wir freuen uns sehr auf das nächste Jubiläum 🙂

Samstag geht es zum Krämerjubiläum

15. Oktober 2018 at 05:30

Nach unserem Auftritt beim Krämer Jubiläum in Neukirchen-Vlyn letztes Jahre, wurde ich gefragt, ob wir nicht auch in diesem Jahr wieder Interesse hätten, dass Jubiläum zu besuchen. Natürlich hatten wir Lust und so habe ich auch für dieses Jahr zugesagt. Wir werden am Samstag den 20.10.18 um 12.00 Uhr einen kleinen Auftritt haben.

Es hat uns im letzten Jahr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass Samstag das Wetter mitspielt und wir wieder ein tolles Jubiläum erleben dürfen. Neben dem Auftritt freue ich mich selbstverständlich auch sehr auf das Shoppen. Auf meiner Wunschliste steht eine Reithose in Bordeaux, aber mal sehen, was am Ende im Einkaufswagen landet.

Da ich seit dem Turnier kein Verladetraining mehr gemacht habe, steht dies für morgen auf dem Programm. Gestern habe ich nochmal ein wenig mit Amy geübt und überlegt, was wir zeigen wollen.

Mir ist es in erster Linie wichtig, dass wir Spaß haben und auch den einen oder anderen von euch wieder persönlich kennen lernen. Ich mag Meet and Greets ohne Pony gar nicht so gerne, denn schließlich ist Amy der Star.

Jedenfalls bin ich schon ein wenig aufgeregt, freue mich aber zugleich auch sehr auf den Tag.

 

Einhorn – Ahoi!

2. Oktober 2018 at 05:10

Diesen Winter hatte es ja nach den recht schneelosen Jahren davor endlich mal wieder richtig geschneit. Nachdem ich den 2. Tag im Schneesturm zum Stall gefahren bin, dachte ich, dass es sich dieses Jahr endlich lohnen könnte, nach einem Skijöring-Set zu schauen, damit ich mit dem Pony Schlittenfahren kann. Ich hatte den Plan schon vor einiger Zeit gefasst, aber da die Winter wenig schneereich waren, habe ich den Gedanken verworfen.

Bei der Suche im Internet bin ich dann auf die Firma Sieltec gestoßen. Dort kann man sich das Skijöring-Set in seiner Wunschfarbe bestellen und ich fand es sah sehr vielversprechend aus. Zunächst wollte ich es komplett in pink nehmen, dachte dann aber doch, das das Geschirr vielleicht etwas schlichter ausfallen sollte.

Nach wenigen Tagen erreichte uns das Skijöring-Set und ich wartetete gespannt auf den nächsten Schnee. Nunja, Wochen vergingen und der Frühling brach an, ohne dass wir noch mal Schnee bekommen haben. Ich war etwas enttäuscht und habe das Geschirr in den Keller gestellt, mit dem Planes mit Inlinern zu testen, sobald es richtig warm ist.

Irgendwann habe ich dann aber im Internet ein Video gesehen, wo sich jemand mit einem Flamingo durchs Wasser ziehen lässt. Mir war klar: Wir machen das einfach mit einem Einhorn!

Mittlerweile waren wir einmal in einem See unterwegs und waren jetzt auch ein Wochenende am Meer. Es macht einfach riesig Spaß sich vom Pferd durch das Wasser ziehen zu lassen.

Natürlich haben wir nicht einfach das Geschirr angelegt und uns mit dem Einhorn ziehen lassen, wir haben das Pony vorher dran gewöhnt. Amy kennt ja schon die Langzügelarbeit und die damit verbundenen Hilfen. Dennoch ist es ja etwas anderes, wenn plötzlich ein Gegenstand gezogen werden muss.

Zunächst habe ich das Geschirr erstmal auf die richtige Größe eingestellt. Das Skijöring-Set ist stufenlos verstellbar und somit gut anzupassen. Um die Größe zu verstellen muss man lediglich das die Seilspitze aus dem Seilende ziehen und an der passenden Stelle wieder reinstecken. Das Set besteht aus holen Seilen und somit lässt sich die Seilspitze in das Hauptseil schieben und verstauen. Gesichert wird die gewählte Einstellung durch einen Ring, welchen man über die verbundene Stelle schiebt.

Nachdem das Geschirr auf Amys Größe eingestellt war, sind wir zunächst auf den Platz gegangen und haben einige Runden gedreht, ohne das hinten etwas dran hängt. Anschließend habe ich eine Dualgasse am Ende der Halteseile befestigt, da diese leicht ist, aber dennoch Geräusche macht. Zunächst hat Amy 2-mal skeptisch nach hinten geschaut, aber nach gutem Zuspruch, hat sie den Gegenstand sicher über den Platz gezogen. Anschließend habe ich das Ganze mit mehr Gewicht und auf anderen Untergründen getestet. Nun waren wir bereit für die Fahrt mit dem Einhorn.

Zunächst habe ich Amy das Einhorn vorgestellt und nach kurzem Beschnuppern konnte die Fahrt dann losgehen. Wir nutzen das Skijöring-Set nur zum Ziehen, damit meine ich, dass ich sie nicht von hinten steure, sondern eine zweite Person das Pferd lenkt. Da man sich auf dem Einhorn mit beiden Händen an den Zugseilen festhalten muss, wäre es koordinativ schwierig auch noch das Pferd zu lenken. Möglich ist das sicher auch, aber ich fand es schöner, wenn sich die Person auf dem Einhorn allein aufs Plantschen konzentrieren kann.

Nach einigen Runden im Schritt haben wir auch den Trab dazu genommen. Es hat wirklich super viel Spaß gemacht. Das Sieltec Skijöring-Set ist also nicht nur zum Skijöring zu gebrauchen. Wir hoffen dennoch auf einen Winter mit Schnee, damit wir auch noch Schlitten fahren können.

Ich freue mich sehr über das Set und kann es sehr empfehlen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt auf alle Fälle und für lustige Unternehmungen wie Schlittenfahren, Inliner fahren oder mit dem Einhorn durchs Wasser zu düsen ist alles möglich.

Das Skijöring-Set gibt es in vielen Größen und Farben und es ist vom Prinzip her leicht zu verstellen. An der Brust ist das Seil durch ein dickes Schaumstoffpolster angenehm weich. Das Polster ist sehr stabil, sodass sich der Druck gut verteilt.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug hinterm Pony.

 

Unser 2. Turnier

26. September 2018 at 15:59

Wie ihr ja wisst, sind wir für gewöhnlich nicht auf Turnieren unterwegs gewesen, was unter anderem auch daran lag, dass wir bis Anfang diesen Jahres nicht mobil waren. Seit es uns möglich ist, gemeinsame Ausflüge zu machen, habe ich auch mit dem Gedanken gespielt mal wieder ein Turnier zu besuchen. Auf Facebook habe ich dann das Gebisslose Turnier entdeckt und dachte, dass das doch das richtige für uns ist.

Nach der Nennung war ich ziemlich aufgeregt und konnte es kaum erwarten. Bei der Planung habe ich mir vor allem Gedanken zu unserem Outfit gemacht. Da es wir ja gebisslos starten mussten, habe ich zunächst überlegt, ob wir mit Sidepull oder Halsring an den Start gehen. Da wir 2 Geländespringen starten wollten, entschied ich mich für das Sidepull. Dank Epplejeck hat Amy eine tolle weiße Schabracke bekommen.

Die Schabracke hat eine schicke Bordüre in Navy, mit Silber. Die silberne Kordel glitzert sogar ganz dezent. Die Schabracke sieht richtig edel aus und ist ideal als Turnierschabracke geeignet. Ich habe sie aber bis zum Abend vor der Prüfung extra in der Folie gelassen, damit sie auch blos nicht dreckig wird. Weiß und Katja passt ja bekanntlich nicht ganz so gut zusammen, da ich ein kleiner Fleckenteufel bin. Es ist aber in diesem Fall alles gut gelaufen und wir konnten mit strahlend weißer Schabracke an den Start gehen.

Das schöne an der Schabracke ist auch der Klett an dem Gurtriemen, da man sie so sehr schnell wechseln kann. Bei festen Gurtstrippen ist das immer so ein Gefummel mit dem Sattelgurt. Die Schabracke hat ideal unter unserem Sattel gelegen und ist auch in Bewegung nicht verrutsch.

Hier geht´s zur Schabracke: Hier klicken!

Natürlich sollte aber nicht nur das Pony gut aussehen, auch für mich musste ein angemessenes Outfit her. Da Amys Equizaum pink ist, gefiel mir der Gedanke, dass auch mein Turniershirt pink sein sollte. Bei Lovequestrian bin ich dann schnell fündig geworden und so hatte ich schon mal das erste Detail meines neuen Turnieroutfits. Anschließend habe ich mich dann auf die Suche nach einem schönen Jackett und einer weißen Reithose gemacht.

Ich habe mich auf der Homepage von Epplejeck umgeschaut und mir ist ein Jacket direkt ins Auge gestochen: Das Epplejeck Crystal. Glitzer hat auf mich eben einfach eine anziehende Wirkung und so habe ich mir die Bilder von dem Jackett angeschaut und mich verliebt. Zunächst habe ich mit dem Gedanken gespielt das Jackett in Navy zu wählen, aber letzten Endes habe ich mich doch für den Standard in Schwarz entschieden. Navy gefiel mir wirklich gut, aber schwarz ist eben doch noch leichter mit allem zu kombinieren.

Beim Auspacken war ich positiv von dem Gewicht des Jacketts überrascht. Von meinem Business-Hosenanzug bin ich schwereres Material gewöhnt und finde den Stoff des Crystal Jacketts wirklich angenehm leicht. Grade in Bezug auf die Beweglichkeit auf dem Pferd und mit der Tatsache, dass einem beim Reiten schnell warm wird, ist das Jackett sehr gut. Beim Anprobieren habe ich direkt festgestellt, dass es angenehm zu tragen ist und viel Bewegungsfreiheit bietet, was sich beim späteren Test auf dem Pferd auch bestätigt hat. Trotz warmen Sommertag konnte man es gut in dem Jackett aushalten.

Ich habe es Größe M bestellt und es sitzt prima, normal trage ich ebenfalls 38/M in meiner Kleidung, insofern lässt sich sagen, dass es normal ausfällt. Vor Jahren hatte ich einige Jacketts an, welche alle sehr sackig waren, dieses hat aber einen tollen sportlichen Schnitt. Es ist tailliert geschnitten und sieht wirklich gut aus.

Der Stoff lässt sich übrigens auch gut reinigen. Amy hat nach dem ersten Start ihre Nase an meinem Ärmel geschubbert und die kleinen Flecken ließen sich ganz einfach mit einem feuchten Lappen abwischen.

Das Besondere an dem Crystal Jackett sind aber selbstverständlich die Details! Ohne das das Glitzer übermäßig hervorsticht, ist es in vielen Details wieder zu finden. Angefangen bei den Knöpfen, über die Taschen, den Kragen bis hin zur Rückseite ist alles liebevoll verziert. Die Köpfe selbst sind mit kleinen Glitzersteinen verziert und so funkelt es schon, wenn man das Jackett schließt. Außerdem sind die Taschen mit einer Reihe kleiner Steine abgesetzt. Besonders gut gefällt mir aber auch der verzierte Kragen. Die Steine dort kann man sowohl von vorne, als auch von hinten bestaunen. Auf dem Rücken ist ein silbernes Band angebracht, welches ein wirklich stimmiges Highlight auf der Rückseite ist.

Mir gefällt das Jackett optisch einfach richtig gut, weil es etwas Besonderes ist, ohne das die Highlights zu aufdringlich sind. Es war einfach ein schönes Gefühl im kompletten Turnieroutfit neben meinem Pony zu stehen.

Hier geht´s zum Jackett: Hier klicken!

Natürlich durfte auch eine passende weiße Reithose zur Vervollständigung meines Outfits nicht fehlen. Hier habe ich mich für die Reithose Epplejeck Andria entschieden.

An der linken Gesäßtasche ist ein kleines Krönchen aufgestickt und ich dachte, dass dies zu mir und meiner Pony Prinzessin passt. Die nähte der sonst weißen Reithose sind in einem Grauton gehalten und ich mir hat es einfach gut gefallen, dass die Nähte so etwas abgesetzt sind.

Die Passform der Hose ist ebenfalls gut, ich besitze ja seit meinem Shoppingbesuch im Epplejeck-Store bereits eine Epplejeck Reithose und bin auch bei diesem Modell vom Schnitt und der Passform überzeugt. Sowohl Vor- als auch Nachteil ist der recht dünne Stoff der Hose. Zum Reiten ist er perfekt, die Hose ist wie eine zweite Haut. Aufgrund der hellen Farbe sollte man allerdings bei der Auswahl der Unterwäsche ein wenig auf die Farbwahl achten. Wenn der pinke Slip nicht durchschimmern soll, dann ist es besser auf eine helle Farbe zurück zu greifen. Dieses Problem hat man aber bei weißen Hosen generell.

Das Model Andria ist eine Vollbesatzreithose mit Grip. Ich bin ja ein großer Fan von Gripreithosen und komme damit super zu recht. Man hat tollen Halt im Satttel, grade wenn man auch mal etwas unpassend zum Sprung kommt.

Jedenfalls konnte rein optisch bei dem Turnier nicht viel schief gehen.

Hier geht´s zur Reithose: Hier klicken!

Die erste Prüfung, das Mini-Geländespringen lief leider katastrophal. Amy war durch die örtlichen Gegebenheiten sehr verunsichert, so kamen wir mehr schlecht als recht im Ziel an. Ich war froh, dass wir das Ziel dennoch erreicht haben und ich Amy die nötige Sicherheit geben konnte. Auch wenn wir über die ersten Hindernisse aus dem Stand geklettert sind. Als Feedback von der Richterin gab es dafür ein „großes Daumen hoch“. Sie war positiv angetan von meiner Art, mit Amy umzugehen. Nicht alle wären verständnisvoll gewesen und wären so auf das Pferd eingegangen und hätten sich eben die Zeit und die Geduld genommen. Die Richterin hat da wohl schon ganz andere Szenen gesehen. Das Feedback hat mich stolz gemacht, dennoch war ich natürlich etwas enttäuscht. Wäre Amy eine normale Runde gegangen, hätten wir nämlich gute Chancen gehabt.

Im E-Gelände sah die Welt dann ganz anders aus, denn das Pony hatte ja jetzt verstanden, was wir vorhatten. Amy lief eine tolle Runde und wir konnten uns den 6. Platz mit einer 7,8 sichern.

So konnten wir unseren Ausflug zum Turnier mit einer Schleife beenden.

 

Vorbereitungen für unser 2. Turnier

30. August 2018 at 16:07

Wie ihr ja alle wisst sind gehören wir ja eher zur „Ich flodder mit meinem Pony durch´s Leben“ – Fraktion. Ich habe nichts gegen Menschen die ihre Pferde auf Turnieren vorstellen, aber für mich ist Reiten mein entspanntes Hobby zum Ausgleich und da habe ich einfach keine Lust auf Leistungsdruck.

2014 waren wir dann einmal auf einem Turnier unterwegs und hatten auch eigentlich viel Spaß. Leider war ich dann aufgrund einer Veränderung im Privaten nicht mehr mobil, insofern habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet. Seit ich nun Ende letzten Jahres meinen Führerschein gemacht habe, wollte ich dann doch nochmal Turnierluft schnuppern. Dies scheitert aber leider daran, dass ich in keinem Verein bin und einen Beitritt für mal 1-2 Turniere im Jahr nicht einsehe. Ebenso den ganzen Papierkram bei der FN, Jahresturnierlizenz beantragen und das Pony eintragen lassen. Im Endeffekt sind das eine Menge kosten um nur 1-2 Turniere zu gehen.

Somit waren wir dieses Jahr lieber zu Trainingsstunden oder einem Lehrgang unterwegs. Ohne Stress, Leistungsdruck oder dem ganzen bürokratischen Feldweg. Nun hatte ich aber ein gebissloses Turnier in NRW entdeckt und mir überlegt, dass dies das richtige für uns ist. Keine Bürokratie und zudem eine so hoffe ich, Veranstaltung ohne überehrgeizige Eltern mit ihren Kindern auf Bonzenpferden, mit unfairem Umgang den Pferde gegenüber in manchen Ecken.

Eigentlich wollte ich eine E oder A Dressur gehen, aber die Prüfungen sind leider samstags und da ich nur am Sonntag Zeit habe, musste ich um planen. Mit einem Grinsen stellte ich fest, dass sonntags früh 2 Geländespringen angeboten werden, welche ich nun auch genannt habe.

Ich bin nun wahnsinnig aufgeregt und habe ja eigentlich auch gar keine Ahnung vom Turnierleben. Begleitet werde ich von Ronya, die nur leider vom Reitsport allgemein keine Ahnung hat. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schon hinbekommen.

Ich muss noch googlen, mit welcher Hand man grüßt und wie ich am besten die Mähne eingeflochten bekomme. Außerdem fehlen mir auch noch Kopfnummern, so viel zu bedenken und noch so wenig Zeit zum Vorbereiten.

Letzten Sonntag sind wir nochmal zum Training auf einen Geländeplatz gefahren und Amy hatte richtig Spaß. Keine Verweigerung, kein Vorbeirennen! Die Genrealprobe lief sehr gut, vielleicht doch eher zu gut?! Na mal abwarten und Tee trinken, ich werde euch in der Story auf Instagram mitnehmen und anschließend berichten.

Der Wecker wird um 5 klingeln und dann werden wir mal sehen, wie kooperativ sich mein Pony zeigt. Ich glaube wenn sie Bock hat, wird es super. Sollte sie aber eine Ziege sein, dann wird es grade gebisslos doch eine Herausforderung, weil Amy ihren Dickkopf gerne durchsetzen möchte.

Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich auf den Ausflug.

 

Holland 2018

13. August 2018 at 17:50

Letztes Jahr hatte ich mir ja eigentlich vorgenommen dieses Jahr 2-mal ans Meer zu fahren. Leider war Anfang des Jahres nie gutes Wetter, wenn ich Zeit gehabt hätte und so sind wir aber jetzt doch wenigstens zum Jahresende ans Meer gefahren.

Ich habe mich vorher schon so auf unseren Ausflug gefreut und am Freitag haben sich Finia, Aline, Ronya und ich dann endlich auf den Weg gemacht. Nachdem wir jetzt 7 Wochen gutes Wetter hatten, war ausgerechnet jetzt an unserem auserwählten Wochenende schlechtes Wetter angesagt.

Freitag

Nach der Ankunft haben wir dann aber doch ein paar Sonnenstrahlen gehabt und erstmal unser Lager errichtet. Eigentlich war ich ja auch sehr skeptisch was Zelten angeht, da mir ein Hotel oder ein Ferienhaus lieber gewesen wäre, aber im Endeffekt hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war ein wenig wie Abenteuerurlaub und ich habe die Zeit wirklich sehr genossen.

Nachdem wir dann die Zelte aufgebaut hatten, ging es in die Stadt zum Pizza essen. Wir saßen schön im Lokal, haben geplaudert und uns dann anschließend auf den Weg zum Strand gemacht. Leider darf das Pferd ja in der Saison erst nach 19 Uhr an den Strand und so waren wir Mädels nur mit Alines Hund am Meer spazieren. Nach einer kurzen Pause waren Ronya und ich dann spontan schwimmen und das Wasser war tatsächlich ganz angenehm. Schlimmer war allerdings der Wind, als wir aus dem Wasser wieder heraus kamen. Nachdem wir dann auf dem Campingplatz gechillt haben, zogen immer mehr Wolken auf und die ersten Regentropfen fielen.

Da es sehr stürmisch war, hatte ich überlegt Amy einfach nur in der Halle zu bewegen, aber da ich so gerne ans Meer wollte, sind wir doch im Regen losgestiefelt. Amy war den ersten Teil vom Weg sehr aufgeregt und ich hatte kurz überlegt umzudrehen, weil mir eh kalt war. Aber wir sind ja schließlich nicht aus Zucker und so sind wir weiter gewandert. Am Strand angekommen war es immerhin dann trocken, dafür aber sehr windig. Die anderen beiden wollten nicht mit ins Wasser, aber Ronya und ich haben uns Amy geschnappt und sind plantschen gegangen. Es ist einfach so schön am Meer zu sein.

Am Campingplatz zurück, sind wir schnell unter die Dusche gehüpft und dann sind wir Abendessen gegangen. Anschließend stand die erste Nacht im Zelt an und ich bin vom Regengeplätscher eingeschlafen. Erstaunlicherweise habe ich auch bis um 6 Uhr durchgeschlafen.

Samstag

Zum Sonnenaufgang haben wir uns wieder mit Pony auf den Weg ans Meer gemacht. Wir wollten schließlich Einhorn fahren. Zunächst haben wir ein paar ordentliche Fotos gemacht und anschließen im Wasser mit dem Einhorn gespielt. Durch die Wellen hat das ganze leider nicht funktioniert, das es sehr windig war und dem Pony das dann nicht so geheuer war. Zum Glück haben wir einen tollen Pril gefunden, wo wir dann Quatsch machen konnten.

Zu Mittagsind wir faulen Kinder dann mit dem Auto zum Strand gefahren und haben das Schlauchboot mitgenommen. Es hat echt viel Spaß gemacht damit auf dem Meer zu spielen. Eigentlich wollten wir alle trocken ins Boot hüpfen, damit es nicht kalt wird. Leider wurden wir direkt von einer Welle angegriffen und waren nach 1 Minute alle nass. Da das Meer aber eine angenehme Temperatur hatte, war es im Wasser eh angenehmer als draußen.

Zurück am Camping Platz war es dann immer abwechselnd sehr sonnig mit gefühlten 30 Grad und dann wolkig mit nur 19 Grad. Wir haben uns gefühlt alle 5 Minuten den Pulli an und dann wieder ausgezogen. Was ein Aprilwetter!

Samstagabend folgte dann eine richtig tolle Zeit mit Pony am Strand. Wir haben zusätzlich noch Besuch von einer Fotografin bekommen und hatten ein kleines Shooting geplant. Zunächst hatte ich etwas bedenken, weil noch ein 2. Model teilnehmen sollte und ich Angst hatte, dass Amy unruhig ist wenn wir warten müssen. Oder das Amy an dem anderen Pferd kleben könnte. Amy war aber absolut tiefenentspannt und hat den ganzen Abend gechillt und war beim Shooting selbst voll dabei. Es hat absolut alles geklappt, was ich mit erhofft hatte. Ich war so stolz aus sie. Als sie zum Schluss am Strand saß, haben viele Spaziergänger zugeschaut und ich sie saß einfach ganz stolz da und wusste genau, dass sie grade der absolute Mittelpunkt ist.

Das einzige was Amy nicht gerne macht ist durch Wasser galoppieren oder im Wasser steigen, da ist sie irgendwie etwas unsicher. Was das Galoppieren angeht, vielleicht auch einfach nur faul, weil es anstrengend ist 🙂 Wir haben dann auch kurz frei fangen gespielt, wobei Amy total gut mitgemacht hat. Nachdem ich sie durchs Wasser hab traben lassen, war sie kurz etwas zickig und ist Richtung Dünen zu Aline gelaufen. Aber dann kam sie brav zurück und wir haben noch ein wenig gespielt. Amy hat sich echt sehr vorbildlich benommen. Es war nur schade, dass wir keinen schönen Sonnenuntergang hatten, weil es dann sehr wolkig wurde. Aber lieber so, als ein zickiges Pony im tollen Sonnenuntergang. Außerdem bin ich Hin- und Rückweg allein zum Strand geritten, damit die anderen mit dem Auto fahren konnten. Auch wenn Amy sehr aufgeregt war, hat sie das ganz fein gemeistert. Normal hat sie es am liebsten, wenn ihre Herde dabei ist. Als Herde reicht einfach jemand der zu Fuß dabei ist, aber wir waren diesmal tapfer ganz alleine unterwegs.

Sonntag

Sonntag war es leider wieder bewölkt, sodass wir keine Sonnenaufgangsbilder machen konnten, dafür bin ich aber noch etwas am Strand geritten.

Leider stand dann schon wieder das Packen an und die Reise nach Hause begann. Nachdem Amy am Hinweg nach 2 Minuten auf dem Hänger stand, hatten wir am Rückweg wieder unser Theater. Ich bin da echt nicht zuversichtlich, dass wir da jemals keine Probleme mehr mit haben werden. Für diese und nächste Woche darf ich das Auto behalten und wir üben weiter.

Nichts desto trotz war es ein total tolles Wochenende, wo ich einfach mal abschalten konnte. Ich bin einfach so froh, dass ich den Führerschein letztes Jahr gemacht habe!

Danke Mädels! Danke Pony!

Warm, wärmer, Sommer 2018

1. August 2018 at 05:20

Ja, zugegeben! Den ganzen Winter habe ich mich immer über die Kälte beschwert und mich auf wärmere Tage gefreut. Jetzt ist es allerdings schon so lange warm, dass ich doch tatsächlich wieder etwas zu meckern habe. Ich glaube damals in den Sommerferien hätte ich mich sehr über solche Temperaturen gefreut und wäre einfach jeden Tag ins Freibad gegangen, aber bei 33 Grad im Büro sitzen macht doch echt weniger Spaß.

Am liebsten würde ich bei den Temperaturen einfach nur faul rumliegen oder im Wasser plantschen, aber das geht ja leider nicht. Damit der Sommer für unsere Pferde erträglicher wird, haben wir uns dazu entschieden sie aktuell immer nachts rauszustellen, sodass sie tagsüber im Stall bleiben können.

Leider ist die Wiese ja nun auch keine Wiese mehr, sondern karge Steppe. Auf der einen Seite finde ich das gut, weil ich so nicht darauf achten muss, ob mein Pony zu viel isst. Auf der anderen Seite brauchen die Pflanzen dringend mal wieder Regen.

Amy hat trotzdem eine kleine Plauze bekommen, weil ich es bei dem Wetter nicht über das Herz bringe unser normales Bewegungspensum durchzuziehen. Letzten Montag bin ich tapfer geritten, Dienstag waren wir nur spazieren und dann haben wir doch glatt Mittwoch, Donnerstag und Freitag nichts getan. Ein wenig putzen oder auf dem Platz kuscheln war machbar, mehr aber auch nicht.

Zum Glück war es dann Samstag- und Sonntagabend etwas erträglicher und so bin ich dann fleißig geritten. Das schlimme an der Sache ist, dass Amy gerne etwas tun möchte. Sie war kein bisschen faul, sondern total motiviert bei der Sache, obwohl mir eigentlich viel zu warm war. Komisches Pony!

Am liebsten würde ich mir das Pony schnappen und an einen See oder das Meer auswandern. Immerhin wissen wir jetzt wo eine etwas tiefere Stelle in unserem Bach ist. Wir waren jetzt schon ein paar Mal dort plantschen und es ist wenigsten eine kleine Abkühlung.

Ich hoffe, dass es die nächsten Tage mal etwas kühler wird, mit 20 Grad wäre ich voll zufrieden.

Cavallo Cup 2018

11. Juli 2018 at 16:34

Wie schnell die letzten Wochen dann doch vergangen sind, denn am Samstag war es soweit und Amy und ich durften auf der Cavallo Academy auftreten. Schon am Freitag habe ich die Pony Prinzessin nach Mönchengladbach gebracht, damit wir uns die Gegebenheiten vor Ort schon einmal anschauen konnten.

Verladen lief absolut komplikationslos und ich konnte sie einfach reinschicken. Zufrieden und mit einem fetten Grinsen habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Dass ich ganz alleine war hat mich kaum gestört, natürlich war ich aber sehr aufgeregt, was uns erwartet. Den Weg habe ich mir extra vorher schon 5-mal auf Google-Maps angeschaut und unterstützt durch Auto- und Handynavy sind wir schnell dort angekommen.

Auf dem Hinweg habe ich auch schon mit Vanessa telefoniert, wir wollten uns nämlich am Abend für ein kleines Fotoshooting am Schloss treffen. Nach unserer Ankunft habe ich Amy erstmal ihre Box gezeigt und dann ging es für mich zur kleinen Begrüßungsrunde. Anschließend haben wir Amy dann das Gelände gezeigt und ein paar schöne Fotos gemacht. Ich war wirklich sehr froh, dass Marla und Vanessa noch gekommen sind und ich somit nicht ganz alleine war.

Beim Spaziergang über das Gelände hatten wir dann leider einen kleinen Unfall. Vanessa lief hinter Amy, als sich plötzlich die Kamera aus dem Tragegurt löste und auf den Boden fiel. Es gab einen lauten Knall und die Kamera berührte Amy am Hinterbein. Amy schoss los und trat nach hinten aus. Für diese Reaktion kann ich ihr absolut keinen Vorwurf machen, nur leider traf sie mich an der Hüfte. Ich bin wie im Film echt ein kleines Stück nach hinten geflogen und auf dem Boden gelandet. Zum Glück hat sie Vanessas Kopf nicht getroffen, die sich nach der Kamera gebückt hatte. Wir waren mit einer kleinen Gruppe unterwegs und so hatte ich zum Glück Hilfe und jemanden, der auf mein Pony aufgepasst hat. Ich wurde in 20 Jahre Pferdeerfahrung noch nie wirklich getreten, aber irgendwann ist wohl immer das erste Mal. Das ich mir mal bei lustigen Sachen, wie rückwärst über eine Wiese galoppieren wehtun könnten, habe ich immer im Hinterkopf. Aber das etwas beim ganz normalen Führen schief geht, nun ja, damit rechnet man doch eher weniger. Jedenfalls hätte man das ganze kaum verhindern können und jetzt begleitet mich eben ein blauer Fleck. Hätte auch alles schlimmer kommen können und mit einer Schmerztablette morgens, humple ich jetzt auch nicht mehr.

Leider konnten wir so nicht viele Bilder an dem Abend machen, aber es war schön eine alte Freundin wieder zu sehen. An dem Abend war ich ziemlich müde und geschafft, aber eben auch aufgeregt, was uns am Samstag noch erwartet.

Die Pflichtaufgabe

Schon am Freitag haben wir im Rahmen der Begrüßungsrunde erfahren, was uns in der Pflichtaufgabe erwartet. Beim ersten Blick auf den Plan fiel mir die letzte Station, nämlich das Verladen sofort ins Auge. Unsere persönlich größte Baustelle war Teil der Pflichtaufgabe. Mein Plan war es ja, nach dem Shooting nochmal auf dem großen Platz Teile aus der Kür zu üben und danach nochmal eine kleine Einheit Verladen in fremder Umgebung einzubauen. Leider kam der Unfall dazwischen und so habe ich das nicht machen können. Bei den anderen Aufgaben hatte ich nur bei dem „seitlich über eine Stange“ kleine Bedenken, da dies vom Boden aus bei uns auch manchmal im Chaos endet. Nach Sichtung der Aufgabe habe ich noch überlegt, ob ich führe oder reite, aber da es hieß, man darf sich zwischendurch nicht um entscheiden, wollte ich die Aufgabe führen. In den Hänger reiten wäre nämlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, wobei das seitlich über die Stange geritten für uns besser gewesen wäre.

Die Pflichtaufgabe bestand aus folgenden Elementen:

  1. Halten, winken und 3 Schritte zurück
  2. Flatterplane
  3. Cavaletti
  4. Seitlich über die Stange
  5. Chaosplane
  6. Verladen

Wir waren als dritte Starter dran und ich habe davor versucht schon einen Blick auf die anderen Kandidaten zu werfen, aber ich musste mein Pferd bändigen. Mit Pferd in der Menge war das Zuschauen nicht ganz so leicht und im Grunde halt uns das auch nicht weiter. Als wir an der Reihe waren, war Amy natürlich sehr aufgeregt von der gesamten Kulisse. Sie war aber absolut händelbar und total bei mir. Wir konnten alle Stationen im Rahmen der aktuellen Situation gut bewältigen und wir standen sogar schon ein ganzes Stück im Hänger, als leider die Zeit von 3 Minuten vorbei war. Ich war sehr zufrieden mit uns. Natürlich wäre es mit einem entspannten Pferd leichter gewesen, aber die Situation so anzunehmen und es gut umzusetzen, das war eben die Herausforderung. Von der Jury haben wir positives Feedback bekommen und konnten uns dann erstmal wieder entspannen.

Den restlichen Tag waren wir in den Shoppingzelten stöbern, haben gegessen und das Programm angeschaut. Gegen Mittag haben wir mit Amy noch einen Spaziergang gemacht und ein paar Bilder geschossen. Die Lokation in Wickrath ist wirklich wunderschön.

Die Kür

Das Finale rückte immer näher und ich muss sagen, dass ich vor der Kür schon gar nicht mehr so aufgeregt war, weil der ganze Tag in der Sonne unglaublich anstrengend war. Schon zu Hause habe ich gesagt, dass es ganz von Amy abhängt, wie gut unsere Kür klappt. Wenn sie einen guten Tag hat, dann wird es prima und wenn nicht, dann haben wir es vermutlich schwer. Ich kenne ja mein Pony und Amy war einfach nicht ganz so entspannt, wie es nötig gewesen wäre. Einen Teil musste ich aufgrund des Unfalls streichen und zwei Punkte habe ich direkt weggelassen, weil ich wusste, dass die Umstände nicht passen. Der geplante Rest lief dann leider auch nicht ganz so wie geplant, aber das macht auch nichts. Für den ersten richtigen Auftritt war Amy fein. Da von oben ablegen aufgrund der Ablenkung nicht klappte bin ich schnell abgestiegen und habe es von unten gemacht. In dem Moment wo sie lag, entspannte sie sich und ich schöpfte Hoffnung. Leider sprang sie beim Klatschen dann direkt auf. Mein Traum war es ja, dass sie wenigstens Sitzt und ich um sie rumhüpfen kann. Während das zu Hause gar kein Thema ist, konnten wir dies dort nicht zeigen. Wir erreichten den 4. Platz.

Das Motto war aber schließlich: Mein Kumpel Pferd. Amy ist auch grade deshalb meine Freundin, weil ich ihr Schwächen kenne und akzeptiere und mich nicht nur mit ihren Stärken zur Schau stellen möchte. Schließlich akzeptiert sie mich auch trotz meiner Fehler. Es war so eine schöne Erfahrung und hat uns beiden Spaß gemacht. Mit etwas Routine wird sie auch Situationen vor großem Publikum sicher meistern. Meinen Hängerführerschein habe ich ja auch noch kein Jahr und jetzt wo wir mobil sind, da werde ich ihr die große weiter Welt vorstellen.

Es war ein tolles Erlebnis!

Das erste Verladetraining allein

8. Juli 2018 at 15:07

Nachdem wir nun 2-mal beim Verladetraining von einem Trainer unterstützt wurden, bekamen wir die Erlaubnis nun auch allein weiter zu üben. Da ich mir ja zunächst erstmal das Auto von meinem Papa leihen musste, konnte ich den Tag ein wenig vor mir herschieben.

Ich muss zugeben, ich hatte echt Bammel davor, alleine zu üben. Was ist wenn es nicht klappt? Was wenn ich den bisherigen Fortschritt irgendwie wieder kaputt mache? Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf und so habe ich den Übungstag einfach ein wenig hinausgezögert. Da am Wochenende aber der Cavallo Cup anstand, musste ich mich meiner Angst stellen.

Trotz des warmen Wetters habe ich also all meinen Mut zusammen genommen und bin losgezogen, den Hänger ankuppeln. Dazu vielleicht auch noch ein paar Worte: Mit Hänger fahren macht mir echt immer weniger aus, ich bin was das angeht schon selbstbewusster geworden und habe den Hänger alleine geholt und auch ganz alleine wieder geparkt. Das war schon schön zu sehen, dass die Welt davon nicht unter geht, wenn ich alles alleine machen muss.

Für das Verladetraining habe ich extra gute 2 Stunden eingeplant. Falls es nicht gut klappen sollte, könnte ich so ja einfach vor dem Hänger stehen und ganz viel Ruhe ausstrahlen. Ich holte also mein Pferd und war schon auf dem Weg zum Hänger wieder sichtlich nervös. Da ich keinen Bodenarbeitsstick besitze war ich zunächst unschlüssig, ob ich ein Seil an meine Gerte binde oder einfach die Longierpitsche nehme. Ich entschied mich für die Longierpitsche und ein normales Halfter mit Strick, die Longe hatte ich aber vorsichtshalber auch dabei. Bislang hatten wir zum Üben immer ein Knotenhalfter mit Bodenarbeitsseil, aber meins konnte ich nicht finden.

Amy schnaubte einmal, war aber dann recht ruhig, als wir vor dem Hänger standen. Ich traute mich gar nicht zu versuchen sie reinzuschicken, weil ich mir wieder Gedanken gemacht habe, was passieren könnte. Dann atmete ich einmal tief durch und gab das Signal.

Zunächst schickte ich Amy nur halb in den Hänger, ich hatte mir vorgenommen mir ein Ziel zu setzen und dieses mit Ruhe zu erreichen. Amy folgte meiner Aufforderung sofort und war weitestgehend entspannt. Anschließend schickte ich sie dann 5-6-mal ganz auf den Hänger und siehe da: Es klappte!

Ich war so unheimlich stolz auf uns, wir machen tatsächlich Fortschritte. Ich konnte die Einheit nach ca. 8 Minuten erfolgreich beenden.

In den nächsten Wochen üben wir weiter, denn sie soll ja immer länger entspannt auf dem Hänger stehen bleiben. Außerdem ist mein Traum ja, dass ich sie komplett von unten alleine hinaufschicken kann.

Da ich aber auch immer auf Rückschritte gefasst bin, schauen wir mal, wie sich unsere Baustelle so entwickelt. Dass es Dienstag so gut geklappt hat, hätte ich nie erwartet.