Skiunfall Teil 1, wenn eine Sekunde deine Träume zerstört

21. März 2019 at 11:08

Es ist wohl auch mal an der Zeit ganz ausführlich von unserem diesjährigen Skiurlaub zu erzählen. Ich war die Woche davor schon mit einem Männerschnupfen gesegnet und auf der Hinfahrt mussten wir wegen einer Straßensperrung einen 2 Stunden Umweg in Kauf nehmen. Man könnte ja fast meinen, dass der ganze Urlaub eh schon unter einem schlechten Stern gestanden hat. Unsere Unterkunft war aber sehr nett und wir hatten jeden Abend ein 5-Gänge-Menü gebucht. Normalerweise wäre ich davon nicht mal satt gewesen, aber wegen der Erkältung habe ich kaum was runter bekommen. Der erste Skitag war leider auch dann nicht ganz so schön, weil es nur geschneit hat und man den Weg auf der Piste nur erraten konnte. Aber ein Blick auf der Wetterbericht kündigte Besserung an: Ab Montag die ganze Woche nur Sonnenschein!

Als wir morgens aufgestanden sind war tatsächlich traumhaftes Wetter und wir sind gut gelaunt auf den Berg gegondelt. Tja und dann kam es mal wieder anders als geplant. Keine 50 Meter auf der Piste habe ich mir dann beim Versuch auszuweichen das Knie verdreht.

Ich habe während des Fallens schon gewusst, dass es definitiv richtig doof gelaufen ist. Es hat ein richtig ekliges Geräusch gemacht und ich lag im Schnee. Mein Knie tat weh und ich habe erstmal geweint. Mir war sofort klar, dass das Reiten mit Amy auf der Equitana in Gefahr ist. Irgendwie wiß ich auch gar nicht genau, warum ich geweint habe. Zum einen weil mein Knie weh tat und zum anderen weil ich wusste, dass der Urlaub gelaufen war und auch meine Pläne für dieses Jahr in Gefahr waren.

Einige nette Leute haben mir sofort ihre Hilfe angeboten und eine Frau hat mir erstmal den 2. Ski abgemacht, dass ich mich so hinrollen konnte, dass die Schmerzen besser auszuhalten waren. Dann saß ich da, umringt von ein paar Leuten mitten auf der Piste. Es war so schrecklich für mich, weil ich gerne der harte Kerl bin. Wir haben die Leute dann weg geschickt, schließlich wollte ich ja tapfer sein. Leider stellte ich schnell fest, dass irgendwas anders ist und mein Knie wohl keine Lust hatte, noch bis ins Tal zu fahren.

Die 2 Jungs von der Pistenrettung haben mich dann auf einer Liege ins Tal gezogen. Mir war das so unglaublich unangenehm. Vielleicht wäre die ganze Situation ohne pinke Hasenohren auf meinem Helm ein wenig angenehmer gewesen. Im Tal angekommen haben mich natürlich alle Menschen angestarrt und ich wollte einfach nur von der Trage hüpfen und weglaufen. Ich wollte auch nicht, dass sie einen Krankenwagen rufen und bin schnell auf eine Bank gehumpelt und habe auf Basti gewartet.

Wir sind dann zunächst zur Dorfärztin gefahren, aber ihr Blick auf mein Knie sah weniger positiv aus und sie schickte uns ins Krankenhaus.

Dort mussten wir sehr lange warten und mir tat es leid, dass ich unseren Urlaub ruiniert hatte. Auf dem Röntgen hat man natürlich nichts gesehen und ich bekam eine Schiene und Krücken und sollte das Bein schonen und zu Hause einen MRT Termin machen. Eigentlich wollte ich ja auch gar nicht früher abreisen, aber mein Bein tat weh und ich hatte schlechte Laune und so sind wir dann früher abgereist.

Zu dem Zeitpunkt kannte ich die Diagnose nicht und hatte dementsprechend noch Hoffnung, dass alles halb so wild ist….

Amy beim Friseur

6. Februar 2019 at 16:32

Lange habe ich mich gegen den Gedanken gewehrt, dass ich Amy schere. Vor einigen Jahren habe ich mal ganz coole Schermuster im Internet gesehen und überlebt, ob ich meinem Pony nicht auch mal eine nette Frisur verpasse. Da ich aber absolut kein Freund vom Scheren bin, habe ich mich bislang immer dagegen entschieden. Meine Angst irgendetwas kaputt zu machen, bzw. das mein Pony später friert war immer zu groß. Außerdem habe ich bei vielen Leute gesehen, dass sie ihr Pferd scheren, weil es schick aussieht. Grade aber bei diesen Leuten war es absolut nicht notwendig.

Ich bin auch jetzt noch der Meinung, dass sich die Natur etwas bei Winterfell gedacht hat und man wirklich gut Abwegen sollte, ob es denn sein muss. Natürlich kann man das Training in einem gewissen Grad anpassen oder Lösungen wie späteres Umdecken finden, aber nun sind auch wir an einem Punkt, wo ich einfach nicht drum herum komme, Amy zum Friseur zu schicken.

Amy schwitzt bei richtiger Arbeit schon sehr stark und trocknet langsam. In der Regel versuche ich das Training durch Schrittpausen zu entspannen, langes Trockenreiten ist auch selbstverständlich. Nun ist es aber so, dass wir 1-2-mal die Woche zum Auswärtstraining fahren, wo die Haupteinheit nun mal einfach anstrengend für das Pony ist. Da wird nach dem Training dann noch eine Hängerfahrt vor uns haben, ist es einfach doof, wenn sie ganz nass ist.

Nun habe ich wirklich lange drüber nachgedacht und komme zu dem Entschluss, dass Amy einen neuen Haarschnitt braucht. Neben meiner Seite der Abneigung gegen das Scheren, hat meine andere Seite sich natürlich gefreut und ich habe angefangen nach einem geeignet Schermuster zu suchen.

Geplant habe ich zunächst möglich wenig Fell wegzunehmen und bei Bedarf die Fläche zu vergrößern. Wichtig ist mir aber, dass Sattel- und Gurtlage bestehen bleiben, um Druckstellen zu vermeiden. Nun hatte ich einige Ideen für die Umsetzung, aber da ich um mein Feingefühl weiß, durfte das Schermuster natürlich nicht zu anspruchsvoll sein.

Nachdem ich meine Ideen für ein Schermuster zusammengetragen hatte, musste ich mich mit der Thematik der richtigen Schermaschine beschäftigen. Zunächst habe ich mir auf der Homepage von „horizont“ umgesehen, um einen Überblick über verschieden Produkte zu erhalten.

Das Unternehmen bietet viele verschiedene Produkte rund um Tierhaltung und den Reitsport an. Durch die übersichtliche Darstellung bin ich schnell fündig geworden und konnte die Funktionen und Leistungsfähigkeit einzelner Schermaschinen in Erfahrung bringen.

„horizont“ hat Produkte für verschiedene Ansprüche und unterschiedliche Budgets. Für mich war bei der Suche nach der für uns am besten geeigneten Schermaschine schnell klar, dass es nicht unbedingt das High-End Produkt werden muss. 

Für Amy hatte ich keine Vollschur vorgesehen, insofern sollte uns ja ein Produkt in einer niedrigeren Preisklasse ausreichen. Zunächst habe ich zwischen einer kleineren und einer mittleren Schermaschine geschwankt, da ich etwas unsicher war, welche meinen Ansprüchen am ehesten gerecht werden würde.

Ich entschied mich dafür ein Beratungsgespräch mit dem Team von „horizont“ in Anspruch zu nehmen. Die Beratung war super, nachdem ich meine Wünsche geäußert habe, wurden mit mir zusammen die Vor- und Nachteile der verschieden Schermaschinen abgewogen, sodass ich mich am Ende für die mittelklassige Maschine „Star“ von der Firma Wahl entschieden habe.

Ich möchte an dieser Stelle schon mal vorwegnehmen, das ich mit der Beratung sehr zufrieden bin und die richtige Schermaschine für uns finden konnte. Da bei mir auch eine Unsicherheit  herrschte, ob ich meine Detailideen für die Schur umsetzen kann, wurde mir Vorgeschlagen doch hierfür einfach einen kleinen Trimmer dazu zunehmen. Zunächst hatte ich ja überlegt meinem Freund den Nasenhaartrimmer zu klauen, aber dank der guten Beratung des Teams von „horizont“ habe ich gesehen, dass es solch ein Produkt auch für direkt für Tiere gibt.

Nachdem nun meine Entscheidung für eine Bestellung gefallen war, gab ich diese auf. In letzter Zeit habe ich auf manche Einkäufe sehr lange warten müssen, nicht aber bei dieser Bestellung.  Mein Paket kam sehr schnell bei mir an. Montag bestellt und Mittwoch kam dann das Paket an.

Nun stand noch die Frage im Raum: Was wird Amy zu der Schermaschine wohl sagen?!

Die Wahl der Schermaschine „Star“ und auch der „Pico“ fiel natürlich auf die Farbe Pink. Ich denke, dies benötigt keiner weiteren Erläuterung. Für das Prinzessinnenteam kommt natürlich nur solch eine schicke  Farbe in Betracht.

Nach dem Öffnen des Pakets habe ich die Schermaschine und den kleinen Trimmer erstmal genau inspiziert und angeschaut. Die Ware war extra in Luftpolsterfolie verpackt, sodass sie auf dem Transport gut geschützt ist. Nachdem ich mit der Luftpolsterfolie gespielt habe, ging es dann am Folgetag in den Stall.

Zunächst habe ich Amy erstmal den kleinen Trimmer gezeigt, dann die Schermaschine. So lange die Geräte ausgeschaltet waren, fand Amy sie zwar merkwürdig, aber nicht weiter schlimm.

Als ich dann den Trimmer eingeschaltet habe, hat sie große Augen gemacht. Frontal auf das Pony zu gehen, hat nicht so gut geklappt, da sie dann rückwärts gegangen ist. Als ich allerdings von der Seite auf sie zugekommen bin, war das ganze Thema kein Problem. Amy war wirklich brav, ganz so brav hätte ich sie gar nicht erwartet.

Am Samstag stand dann der Termin zum Scheren fest. Zunächst haben wir mit der Schermaschine „Star“ die großen Flächen an Hals und Po geschoren. Die Schermaschine war super leicht zu bedienen. Zunächst muss man etwas Öl auf das Scherblatt machen und sie einmal kurz einschalten, damit es sich gut verteilt. Dann konnte die Arbeit auch schon beginnen und die Schermaschine hat sich ihren Weg durch Amys dickes Fell gesucht. Es hat mir unglaublich Spaß gemacht, denn Scheren ist eine Arbeit, bei der man direkt ein Ergebnis sieht. Ich war fasziniert, wie einfach das Ganze von statten ging. Schermaschine ansetzen, gegen die Wuchsrichtung ohne großen Druck oder Krafteinsatz nach oben streichen, weg war das dicke Winterfell.

Aufgrund der dicke von Amys Fell hatte ich zunächst die Befürchtung, die Schermaschine könnte der Fellmasse nicht gewachsen sein, aber die ging durch den Pelz wie durch Butter. Die großen Flächen waren innerhalb weniger Minuten fertig.

Ursprünglich wollte ich nach einem Model ohne Kabel schauen. Nun hat die „Star“ eine permanente Stromversorgung und es hat mich gar nicht beeinträchtigt. Das Kabel ist sehr lang und flexibel und mit Gummi überzogen. Wir haben kein Verlängerungskabel benötigt und kamen super an jede Stelle des Pferdes. Beim Austausch mit einer anderen Einstellerin habe ich erfahren, dass ihre akkubetriebene Schermaschine sehr viel schneller warm wird, als meine mit permanenter Stromversorgung. Insofern denke ich, dass wir hier keine falsche Entscheidung getroffen haben. Ist im Stall natürlich kein Stromanschluss vorhanden, wird man hier auf eine mit Akkubetrieb zurückgreifen müssen.

Amy ist auch einmal auf das Kabel drauf getreten, was dem Kabel aber nichts ausgemacht hat. Natürlich sollte dies vermieden werden, aber grade bei Tieren kann es immer mal passieren, dass sie auf ein Kabel drauf treten.

Da dies unsere erste Schur war, habe ich vorher im Internet nachgelesen, worauf man alles achten muss. Ich hatte bedenken, dass das Scherblatt schnell heiß werden könnte und habe regelmäßig gefühlt wie warm es wurde. Wir haben ja nur eine Teilschur umgesetzt und hier sind wir ohne größere Pausen zum Abkühlen ausgekommen. Es hat die 1-2 minütige Beratungszeit, wo genau wir noch etwas wegscheren wollen ausgereicht, dass das Scherblatt wieder angenehm kalt war. Ich vermute, dass man auch bei einer Vollschur keine sehr langen Pausen machen muss, dass der Kopf der Schermaschine gut belüftet ist und dafür sorgt, dass sich das Scherblatt nicht zu sehr aufheizt.

Das eigentliche Scheren war absolut unkompliziert. Die Maschine liegt gut in der Hand und lässt sich problemlos durch das Fell manövrieren. Für den Feinschliff hat sich die große Schermaschine natürlich nicht so gut geeignet, hier haben wir den Trimmer „Pico“ zur Hand genommen.

Nachdem ich vor einigen Wochen ein Pummeleinhorn auf einem anderen Pferdepopo gesehen hatte, wollte ich auch eins aus Amys. Netter weise, hat sich die Besitzerin angeboten uns bei der Detailschur zu helfen. Nachdem das Scheren der großen Flächen so super schnell ging und wir damit in ca. 15 Minuten fertig gewesen sind, hat die Arbeit an dem Detail auf dem Po mehrere Stunden gedauert. Amy hat eben sehr dickes Fell und das Pummeleinhorn viele Details.

Für die nächsten Jahre habe ich schon beschlossen, dass wir dort etwas Einfacheres als Highlight wählen, wie z.B. ein Herz. Der Trimmer hat sich aber bei der kleinen Detailarbeit sehr bewährt, denn es ist auch möglich kleine Figuren zu rasieren. Der Trimmer ist federleicht, sodass er sich ganz flexibel einsetzen lässt. Der Trimmer eignet sich besonders für alle engen und schwerer zu erreichenden Stellen, wie Ohren oder eben feinere Muster. Bei Amys dickem Fell hatte er manchmal etwas Mühe, sich seinen Weg zu bahnen, aber da er recht klein ist und die Fellmenge sehr groß, ist dies auch verständlich.

Nachdem wir fertig waren, mussten Schermaschine und Trimmer noch gereinigt werden. Hierzu ist es nur notwendig die Haare mit einem kleinen Pinsel abzubürsten.

Mit dem Ergebnis am Ende war ich sehr zufrieden. Amy hat nun weniger Fell und die darauffolgende Trainingseinheit hat den Erfolg bestätigt. Amy hat deutlich weniger geschwitzt und ist somit auch schneller trocken gewesen.

Die Pferdewaage war da

10. Dezember 2018 at 14:46

Am Samstag hatten wir Besuch von der Pferdewaage. Es war Amys 3. Mal auf der Waage und ich war gespannt, wie viel sie dieses Jahr wohl wiegen wird. Leider hatten wir am alten Stall nie die Möglichkeit das Pferd einmal zu wiegen, da kein Interesse bestand und für nur ein Tier, hat es sich einfach nicht gelohnt. Nun bin ich aber froh, dass die Waage jetzt einmal im Jahr zum Stall kommt. Ich finde es sehr interessant zu wissen, wie viel mein Pferd wiegt.

Das Gewicht ist grade bei der Gabe von Medikamenten oder der Wurmkur relevant. Im ersten Jahr hatte Amy 499 kg gewogen und ich fand es lustig, dass sie noch grade so unter den 500 kg geblieben war. Im letzten Jahr kam Amy auf 479 kg, was mich ein wenig gewundert hat. Wir achten ja grundsätzlich immer auf die Ernährung. Neben Heu bekommt Amy eigentlich nur morgens und abends eine Hand voll Kraftfutter, damit sie nicht zuschauen muss, wenn die anderen gefüttert werden. Dies wird durch eine kleine Portion Faser Light Müsli ggf. mal mit einem Möhrchen nach der Arbeit ergänzt. Amy steht nur auf Einstreu und die ersten Wochen auf der Wiese verbringt Amy immer mit Fressbremse.

In der Regel wird sie außerdem täglich bewegt. Natürlich wird sie nicht jeden Tag nur geritten, sondern auch mal longiert oder Bodenarbeit gemacht. Grundsätzlich bin ich mit ihrer Figur auch sehr zufrieden. Aufgrund ihrer Leichtfuttrigkeit müssen wir nur immer ein Auge drauf haben.

Nun hatte ich die letzten Wochen das Gefühl, dass Amy sehr gut aussieht, doch je näher der Samstag rückte, desto pummeliger kam mir das Pony vor. Auch wenn es nur eine Zahl ist, war ich schon gespannt, was die Waage sagt.

Amy wiegt aktuell 506 kg! Ein wenig geschockt war ich schon, schließlich haben wir die 500 kg geknackt. Dennoch ist es ja wie beim Menschen, das Gewicht allein sagt ja nicht alles aus. So lange Amys Anteil an Muskeln überwiegt und sie keine Fettpolster hat, ist die Zahl auf der Waage ja zweitrangig.

 

Verladetraining mit Luuk Teunissen

14. November 2018 at 06:03

Am vergangenen Samstag ging es für Amy und mich zum Krämer Megastore in Leverkusen/Leichlingen. Wir hatten dort einen kleinen Auftritt und bei dem Amy sehr fein mitgemacht hat. Als ich vor 3 Wochen das Prospekt vom Jubiläumstag im Briefkasten hatte, habe ich das Programm durchgeschaut, um zu sehen, wer noch alles an dem Tag dort ist. Direkt vor mir las ich einen bekannten Namen: Luuk Teunissen.

Im Programmhaft war eine Trainingseinheit ausgeschrieben, für die man sich bewerben konnte. Verladetraining? Na perfekt, wenn das mal nicht unsere Baustelle ist. Zunächst wollte ich ihm gar nicht schreiben, weil ich dachte, wir werden bestimmt eh nicht ausgewählt. Dann habe ich mich aber doch dazu entschlossen, denn ich fand die Vorstellung ihm Amy in die Hand drücken zu dürfen schon ziemlich toll.

Als mich dann die Nachricht erreicht hat, dass wir zum Live-Training mit Luuk Teunissen kommen dürfen, hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Jetzt war ich natürlich nicht nur aufgeregt vor meinem Auftritt, sondern vielmehr vor dem Verladetraining. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was er wohl zu uns sagt und wie die Einheit verlaufen wird.

Am Samstagmorgen haben wir uns dann auf den Weg zu Krämer gemacht. Es hat gefühlt den ganzen Tag geregnet und ich hatte schon etwas bedenken, dass der Tag abgesagt werden könnte. Aber wir Reiter sind ja schließlich nicht aus Zucker. Mit Regenjacke bewaffnet kamen wir vor Ort an und Amy durfte erstmal etwas grasen. Damit sie nicht schon vorher aussah wie ein begossener Pudel, hatte ich extra eine Regendecke eingepackt. Nunja, spätestens nach 2 Minuten auf dem Platz, war sie dann eh nass.

Jedenfalls waren wir recht früh dran und ich bin ein wenig aufgeregt durch die Gegend gehüpft bis Luuk endlich da war. Das Training konnte beginnen…

Zusammen mit meinen Freundinnen standen wir unter Regenschirmen am Rand und haben zugesehen. Ich habe Ronya mit Filmen beauftragt, damit ich mir das ganze Training später noch einmal ansehen kann. Ich war schon recht aufgeregt, wie alles klappt wird, denn ich kenne ja mein Pony.

Nach wenigen Minuten war abzusehen, dass die Einheit ein Fortschritt für uns sein würde. Natürlich löst man so ein Problem nicht in 5 Minuten, aber Luuk hat mir neue Ansätze gezeigt. Ich fand den gesamten Aufbau des Trainings toll. Er hat auch jeden seiner Schritte erklärt und das Publikum mitgenommen. Für mich war es natürlich etwas Besonderes, denn ich konnte ihn bei der Arbeit mit meinem Pferd beobachten. Wenn man Trainern generell zuschaut, kann man zwar viel lernen, aber wenn man die Arbeit am eigenen Pferd sieht, dann ist es doch nochmal etwas anderes.

Luuk war nicht der erste Trainer, den ich mit Amy habe am Verladen arbeiten sehen. Umso positiver war ich über die Art begeistert. Er hat so unglaublich ruhig und logisch mit Amy gearbeitet, dass ich mir selbst fast doof vorkam. Nunja, in der Regel liegen die Probleme der Pferde ja meistens am Besitzer. Ich würde mich ja generell auch nicht als Vollkatastophe im Umgang mit Amy bezeichnen, aber was das Verladen angeht, da stehen wir auf Kriegsfuß.

Zunächst hat er ohne Trennwand im Hänger gearbeitet und diese dann nach und nach bis auf die normale Position verstellt. Amy hat sich gut auf das Training eingelassen, da habe ich wie gesagt schon ganz andere Dinge gesehen. Was mir auch gut gefallen hat war, dass er mich zum Ende der Einheit mit einbezogen hat.

Für mich war es etwas ganz neues im Hänger zustehen und mein Pony zu mir herein holen zu können, ohne einen Schritt zu machen. Dies ist auch einer der Punkte an denen ich arbeiten muss, mich beim Verladen nicht von Amy bewegen zu lassen. Wenn sie mal rausrennt, muss ich auf jeden Fall stehen bleiben und ihr nicht folgen.

Zusammenfassend habe ich aber selten einen so netten und wahnsinnig sympathischen Menschen getroffen. Er hat ein tolles Training mit Amy absolviert und ich glaube es war nicht nur für mich als Besitzerin sehr informativ und hilfreich.

Danke Luuk, für deine Hilfe!

Amy und ich werden natürlich weiter am Verladen übern, in der Hoffnung, dass wir es eines Tage immer ganz ohne Stress schaffen, in den Hänger einzusteigen. Ich habe Amy schon damit gedroht, dass ich sie sonst bei Luuk aussetze 🙂

Unser Auftritt im Krämer Megastore Neukirchen-Vlyn

30. Oktober 2018 at 05:45

Am vergangenen Wochenende haben Amy und ich sich, wie auch schon im vergangenen Jahr, auf den Weg nach Neukirchen-Vlyn zum Jubiläum des dortigen Krämer Megastores gemacht. Die ganze Woche über war ich eigentlich nicht nervös, da mir die Atmosphäre im letzten Jahr so gut gefallen hat. Als dann aber am Samstagmorgen der Wecker geklingelt hat, war ich doch ein wenig aufgeregt.

Zum Glück wurden wir auf unserem Ausflug wieder von lieben Helferlein begleitet, sodass ich die Nervosität schnell ablegen konnte. Ich war mir bezüglich unserer kleinen Vorführung gar nicht sicher, was ich zeigen wollte. Da der Boden letztes Jahr so tief war, habe ich mich gegen das Reiten entschieden. Wir hatten geplant einfach ein paar Zirkuslektionen zu zeigen und ich wollte auch einige Elemente für Schrecktraining zeigen.

Leider konnte ich meine pinke Plane nicht finden, also haben wir improvisiert und den kleinen Handstaubsauger und Mamas schicken Regenschirm in unser Programm eingebaut. Ein Glück, dass meine Eltern immer etwas Nützliches im Kofferraum aufbewahren.

Nachdem tollen Verladetraining davor die Tage, war ich sehr optimistisch, dass wir hierbei keine Probleme haben werden. Da hat mir das Pony aber einen Strich durch die Rechnung gemacht: Schon auf dem Hinweg mussten wir eine gute Viertelstunde diskutieren.

Vor Ort war Amy aber gut drauf. Nicht 100%-ig konzentriert wie zu Hause, aber sie hat toll mitgemacht. Ich konnte alle Lektionen abfragen und sie blieb sogar richtig entspannt liegen, während ich vorgetragen habe. Es war toll auf seinem liegenden Pferd zu sitzen, während man dem Publikum etwas berichtet hat.

Besonders schön war das Ende, denn da kamen alle kleinen Fans zu uns und durften einmal auf einem liegenden Pferd sitzen. Jedes Kind hat Amy ein Leckerli gegeben und durfte sie dann streicheln und kuscheln. Amy ist da schon eine ziemliche Diva und genießt es absolut im Mittelpunkt zu stehen.

Am 10. November werden wir zu einem weiteren Jubiläum fahren und zwar nach Leichlingen/Leverkusen. Für den Auftritt da habe ich mir vorgenommen, etwas über das Leben als Blogger zu erzählen. Natürlich darf auch hier Amy wieder zeigen, was sie kann.

Nach unserem Auftritt durfte Amy noch im Paddock chillen, während wir eine Runde im Laden shoppen waren. Lange habe ich sie mir gewünscht, jetzt ist sie eingezogen: Eine bordeauxfarbene Reithose. Ich habe bereits eine gefütterte Winterreithose, wollte aber noch eine normale.

Amy sollte eine neue Abschwitzdecke bekommen, welche es leider nicht in ihrer Größe gab. Dem Internet sei Dank, habe ich sie aber nun doch bekommen und Amy ist zufrieden.

Wir freuen uns sehr auf das nächste Jubiläum 🙂

Samstag geht es zum Krämerjubiläum

15. Oktober 2018 at 05:30

Nach unserem Auftritt beim Krämer Jubiläum in Neukirchen-Vlyn letztes Jahre, wurde ich gefragt, ob wir nicht auch in diesem Jahr wieder Interesse hätten, dass Jubiläum zu besuchen. Natürlich hatten wir Lust und so habe ich auch für dieses Jahr zugesagt. Wir werden am Samstag den 20.10.18 um 12.00 Uhr einen kleinen Auftritt haben.

Es hat uns im letzten Jahr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass Samstag das Wetter mitspielt und wir wieder ein tolles Jubiläum erleben dürfen. Neben dem Auftritt freue ich mich selbstverständlich auch sehr auf das Shoppen. Auf meiner Wunschliste steht eine Reithose in Bordeaux, aber mal sehen, was am Ende im Einkaufswagen landet.

Da ich seit dem Turnier kein Verladetraining mehr gemacht habe, steht dies für morgen auf dem Programm. Gestern habe ich nochmal ein wenig mit Amy geübt und überlegt, was wir zeigen wollen.

Mir ist es in erster Linie wichtig, dass wir Spaß haben und auch den einen oder anderen von euch wieder persönlich kennen lernen. Ich mag Meet and Greets ohne Pony gar nicht so gerne, denn schließlich ist Amy der Star.

Jedenfalls bin ich schon ein wenig aufgeregt, freue mich aber zugleich auch sehr auf den Tag.

 

Einhorn – Ahoi!

2. Oktober 2018 at 05:10

Diesen Winter hatte es ja nach den recht schneelosen Jahren davor endlich mal wieder richtig geschneit. Nachdem ich den 2. Tag im Schneesturm zum Stall gefahren bin, dachte ich, dass es sich dieses Jahr endlich lohnen könnte, nach einem Skijöring-Set zu schauen, damit ich mit dem Pony Schlittenfahren kann. Ich hatte den Plan schon vor einiger Zeit gefasst, aber da die Winter wenig schneereich waren, habe ich den Gedanken verworfen.

Bei der Suche im Internet bin ich dann auf die Firma Sieltec gestoßen. Dort kann man sich das Skijöring-Set in seiner Wunschfarbe bestellen und ich fand es sah sehr vielversprechend aus. Zunächst wollte ich es komplett in pink nehmen, dachte dann aber doch, das das Geschirr vielleicht etwas schlichter ausfallen sollte.

Nach wenigen Tagen erreichte uns das Skijöring-Set und ich wartetete gespannt auf den nächsten Schnee. Nunja, Wochen vergingen und der Frühling brach an, ohne dass wir noch mal Schnee bekommen haben. Ich war etwas enttäuscht und habe das Geschirr in den Keller gestellt, mit dem Planes mit Inlinern zu testen, sobald es richtig warm ist.

Irgendwann habe ich dann aber im Internet ein Video gesehen, wo sich jemand mit einem Flamingo durchs Wasser ziehen lässt. Mir war klar: Wir machen das einfach mit einem Einhorn!

Mittlerweile waren wir einmal in einem See unterwegs und waren jetzt auch ein Wochenende am Meer. Es macht einfach riesig Spaß sich vom Pferd durch das Wasser ziehen zu lassen.

Natürlich haben wir nicht einfach das Geschirr angelegt und uns mit dem Einhorn ziehen lassen, wir haben das Pony vorher dran gewöhnt. Amy kennt ja schon die Langzügelarbeit und die damit verbundenen Hilfen. Dennoch ist es ja etwas anderes, wenn plötzlich ein Gegenstand gezogen werden muss.

Zunächst habe ich das Geschirr erstmal auf die richtige Größe eingestellt. Das Skijöring-Set ist stufenlos verstellbar und somit gut anzupassen. Um die Größe zu verstellen muss man lediglich das die Seilspitze aus dem Seilende ziehen und an der passenden Stelle wieder reinstecken. Das Set besteht aus holen Seilen und somit lässt sich die Seilspitze in das Hauptseil schieben und verstauen. Gesichert wird die gewählte Einstellung durch einen Ring, welchen man über die verbundene Stelle schiebt.

Nachdem das Geschirr auf Amys Größe eingestellt war, sind wir zunächst auf den Platz gegangen und haben einige Runden gedreht, ohne das hinten etwas dran hängt. Anschließend habe ich eine Dualgasse am Ende der Halteseile befestigt, da diese leicht ist, aber dennoch Geräusche macht. Zunächst hat Amy 2-mal skeptisch nach hinten geschaut, aber nach gutem Zuspruch, hat sie den Gegenstand sicher über den Platz gezogen. Anschließend habe ich das Ganze mit mehr Gewicht und auf anderen Untergründen getestet. Nun waren wir bereit für die Fahrt mit dem Einhorn.

Zunächst habe ich Amy das Einhorn vorgestellt und nach kurzem Beschnuppern konnte die Fahrt dann losgehen. Wir nutzen das Skijöring-Set nur zum Ziehen, damit meine ich, dass ich sie nicht von hinten steure, sondern eine zweite Person das Pferd lenkt. Da man sich auf dem Einhorn mit beiden Händen an den Zugseilen festhalten muss, wäre es koordinativ schwierig auch noch das Pferd zu lenken. Möglich ist das sicher auch, aber ich fand es schöner, wenn sich die Person auf dem Einhorn allein aufs Plantschen konzentrieren kann.

Nach einigen Runden im Schritt haben wir auch den Trab dazu genommen. Es hat wirklich super viel Spaß gemacht. Das Sieltec Skijöring-Set ist also nicht nur zum Skijöring zu gebrauchen. Wir hoffen dennoch auf einen Winter mit Schnee, damit wir auch noch Schlitten fahren können.

Ich freue mich sehr über das Set und kann es sehr empfehlen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt auf alle Fälle und für lustige Unternehmungen wie Schlittenfahren, Inliner fahren oder mit dem Einhorn durchs Wasser zu düsen ist alles möglich.

Das Skijöring-Set gibt es in vielen Größen und Farben und es ist vom Prinzip her leicht zu verstellen. An der Brust ist das Seil durch ein dickes Schaumstoffpolster angenehm weich. Das Polster ist sehr stabil, sodass sich der Druck gut verteilt.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug hinterm Pony.

 

Unser 2. Turnier

26. September 2018 at 15:59

Wie ihr ja wisst, sind wir für gewöhnlich nicht auf Turnieren unterwegs gewesen, was unter anderem auch daran lag, dass wir bis Anfang diesen Jahres nicht mobil waren. Seit es uns möglich ist, gemeinsame Ausflüge zu machen, habe ich auch mit dem Gedanken gespielt mal wieder ein Turnier zu besuchen. Auf Facebook habe ich dann das Gebisslose Turnier entdeckt und dachte, dass das doch das richtige für uns ist.

Nach der Nennung war ich ziemlich aufgeregt und konnte es kaum erwarten. Bei der Planung habe ich mir vor allem Gedanken zu unserem Outfit gemacht. Da es wir ja gebisslos starten mussten, habe ich zunächst überlegt, ob wir mit Sidepull oder Halsring an den Start gehen. Da wir 2 Geländespringen starten wollten, entschied ich mich für das Sidepull. Dank Epplejeck hat Amy eine tolle weiße Schabracke bekommen.

Die Schabracke hat eine schicke Bordüre in Navy, mit Silber. Die silberne Kordel glitzert sogar ganz dezent. Die Schabracke sieht richtig edel aus und ist ideal als Turnierschabracke geeignet. Ich habe sie aber bis zum Abend vor der Prüfung extra in der Folie gelassen, damit sie auch blos nicht dreckig wird. Weiß und Katja passt ja bekanntlich nicht ganz so gut zusammen, da ich ein kleiner Fleckenteufel bin. Es ist aber in diesem Fall alles gut gelaufen und wir konnten mit strahlend weißer Schabracke an den Start gehen.

Das schöne an der Schabracke ist auch der Klett an dem Gurtriemen, da man sie so sehr schnell wechseln kann. Bei festen Gurtstrippen ist das immer so ein Gefummel mit dem Sattelgurt. Die Schabracke hat ideal unter unserem Sattel gelegen und ist auch in Bewegung nicht verrutsch.

Hier geht´s zur Schabracke: Hier klicken!

Natürlich sollte aber nicht nur das Pony gut aussehen, auch für mich musste ein angemessenes Outfit her. Da Amys Equizaum pink ist, gefiel mir der Gedanke, dass auch mein Turniershirt pink sein sollte. Bei Lovequestrian bin ich dann schnell fündig geworden und so hatte ich schon mal das erste Detail meines neuen Turnieroutfits. Anschließend habe ich mich dann auf die Suche nach einem schönen Jackett und einer weißen Reithose gemacht.

Ich habe mich auf der Homepage von Epplejeck umgeschaut und mir ist ein Jacket direkt ins Auge gestochen: Das Epplejeck Crystal. Glitzer hat auf mich eben einfach eine anziehende Wirkung und so habe ich mir die Bilder von dem Jackett angeschaut und mich verliebt. Zunächst habe ich mit dem Gedanken gespielt das Jackett in Navy zu wählen, aber letzten Endes habe ich mich doch für den Standard in Schwarz entschieden. Navy gefiel mir wirklich gut, aber schwarz ist eben doch noch leichter mit allem zu kombinieren.

Beim Auspacken war ich positiv von dem Gewicht des Jacketts überrascht. Von meinem Business-Hosenanzug bin ich schwereres Material gewöhnt und finde den Stoff des Crystal Jacketts wirklich angenehm leicht. Grade in Bezug auf die Beweglichkeit auf dem Pferd und mit der Tatsache, dass einem beim Reiten schnell warm wird, ist das Jackett sehr gut. Beim Anprobieren habe ich direkt festgestellt, dass es angenehm zu tragen ist und viel Bewegungsfreiheit bietet, was sich beim späteren Test auf dem Pferd auch bestätigt hat. Trotz warmen Sommertag konnte man es gut in dem Jackett aushalten.

Ich habe es Größe M bestellt und es sitzt prima, normal trage ich ebenfalls 38/M in meiner Kleidung, insofern lässt sich sagen, dass es normal ausfällt. Vor Jahren hatte ich einige Jacketts an, welche alle sehr sackig waren, dieses hat aber einen tollen sportlichen Schnitt. Es ist tailliert geschnitten und sieht wirklich gut aus.

Der Stoff lässt sich übrigens auch gut reinigen. Amy hat nach dem ersten Start ihre Nase an meinem Ärmel geschubbert und die kleinen Flecken ließen sich ganz einfach mit einem feuchten Lappen abwischen.

Das Besondere an dem Crystal Jackett sind aber selbstverständlich die Details! Ohne das das Glitzer übermäßig hervorsticht, ist es in vielen Details wieder zu finden. Angefangen bei den Knöpfen, über die Taschen, den Kragen bis hin zur Rückseite ist alles liebevoll verziert. Die Köpfe selbst sind mit kleinen Glitzersteinen verziert und so funkelt es schon, wenn man das Jackett schließt. Außerdem sind die Taschen mit einer Reihe kleiner Steine abgesetzt. Besonders gut gefällt mir aber auch der verzierte Kragen. Die Steine dort kann man sowohl von vorne, als auch von hinten bestaunen. Auf dem Rücken ist ein silbernes Band angebracht, welches ein wirklich stimmiges Highlight auf der Rückseite ist.

Mir gefällt das Jackett optisch einfach richtig gut, weil es etwas Besonderes ist, ohne das die Highlights zu aufdringlich sind. Es war einfach ein schönes Gefühl im kompletten Turnieroutfit neben meinem Pony zu stehen.

Hier geht´s zum Jackett: Hier klicken!

Natürlich durfte auch eine passende weiße Reithose zur Vervollständigung meines Outfits nicht fehlen. Hier habe ich mich für die Reithose Epplejeck Andria entschieden.

An der linken Gesäßtasche ist ein kleines Krönchen aufgestickt und ich dachte, dass dies zu mir und meiner Pony Prinzessin passt. Die nähte der sonst weißen Reithose sind in einem Grauton gehalten und ich mir hat es einfach gut gefallen, dass die Nähte so etwas abgesetzt sind.

Die Passform der Hose ist ebenfalls gut, ich besitze ja seit meinem Shoppingbesuch im Epplejeck-Store bereits eine Epplejeck Reithose und bin auch bei diesem Modell vom Schnitt und der Passform überzeugt. Sowohl Vor- als auch Nachteil ist der recht dünne Stoff der Hose. Zum Reiten ist er perfekt, die Hose ist wie eine zweite Haut. Aufgrund der hellen Farbe sollte man allerdings bei der Auswahl der Unterwäsche ein wenig auf die Farbwahl achten. Wenn der pinke Slip nicht durchschimmern soll, dann ist es besser auf eine helle Farbe zurück zu greifen. Dieses Problem hat man aber bei weißen Hosen generell.

Das Model Andria ist eine Vollbesatzreithose mit Grip. Ich bin ja ein großer Fan von Gripreithosen und komme damit super zu recht. Man hat tollen Halt im Satttel, grade wenn man auch mal etwas unpassend zum Sprung kommt.

Jedenfalls konnte rein optisch bei dem Turnier nicht viel schief gehen.

Hier geht´s zur Reithose: Hier klicken!

Die erste Prüfung, das Mini-Geländespringen lief leider katastrophal. Amy war durch die örtlichen Gegebenheiten sehr verunsichert, so kamen wir mehr schlecht als recht im Ziel an. Ich war froh, dass wir das Ziel dennoch erreicht haben und ich Amy die nötige Sicherheit geben konnte. Auch wenn wir über die ersten Hindernisse aus dem Stand geklettert sind. Als Feedback von der Richterin gab es dafür ein „großes Daumen hoch“. Sie war positiv angetan von meiner Art, mit Amy umzugehen. Nicht alle wären verständnisvoll gewesen und wären so auf das Pferd eingegangen und hätten sich eben die Zeit und die Geduld genommen. Die Richterin hat da wohl schon ganz andere Szenen gesehen. Das Feedback hat mich stolz gemacht, dennoch war ich natürlich etwas enttäuscht. Wäre Amy eine normale Runde gegangen, hätten wir nämlich gute Chancen gehabt.

Im E-Gelände sah die Welt dann ganz anders aus, denn das Pony hatte ja jetzt verstanden, was wir vorhatten. Amy lief eine tolle Runde und wir konnten uns den 6. Platz mit einer 7,8 sichern.

So konnten wir unseren Ausflug zum Turnier mit einer Schleife beenden.

 

Vorbereitungen für unser 2. Turnier

30. August 2018 at 16:07

Wie ihr ja alle wisst sind gehören wir ja eher zur „Ich flodder mit meinem Pony durch´s Leben“ – Fraktion. Ich habe nichts gegen Menschen die ihre Pferde auf Turnieren vorstellen, aber für mich ist Reiten mein entspanntes Hobby zum Ausgleich und da habe ich einfach keine Lust auf Leistungsdruck.

2014 waren wir dann einmal auf einem Turnier unterwegs und hatten auch eigentlich viel Spaß. Leider war ich dann aufgrund einer Veränderung im Privaten nicht mehr mobil, insofern habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet. Seit ich nun Ende letzten Jahres meinen Führerschein gemacht habe, wollte ich dann doch nochmal Turnierluft schnuppern. Dies scheitert aber leider daran, dass ich in keinem Verein bin und einen Beitritt für mal 1-2 Turniere im Jahr nicht einsehe. Ebenso den ganzen Papierkram bei der FN, Jahresturnierlizenz beantragen und das Pony eintragen lassen. Im Endeffekt sind das eine Menge kosten um nur 1-2 Turniere zu gehen.

Somit waren wir dieses Jahr lieber zu Trainingsstunden oder einem Lehrgang unterwegs. Ohne Stress, Leistungsdruck oder dem ganzen bürokratischen Feldweg. Nun hatte ich aber ein gebissloses Turnier in NRW entdeckt und mir überlegt, dass dies das richtige für uns ist. Keine Bürokratie und zudem eine so hoffe ich, Veranstaltung ohne überehrgeizige Eltern mit ihren Kindern auf Bonzenpferden, mit unfairem Umgang den Pferde gegenüber in manchen Ecken.

Eigentlich wollte ich eine E oder A Dressur gehen, aber die Prüfungen sind leider samstags und da ich nur am Sonntag Zeit habe, musste ich um planen. Mit einem Grinsen stellte ich fest, dass sonntags früh 2 Geländespringen angeboten werden, welche ich nun auch genannt habe.

Ich bin nun wahnsinnig aufgeregt und habe ja eigentlich auch gar keine Ahnung vom Turnierleben. Begleitet werde ich von Ronya, die nur leider vom Reitsport allgemein keine Ahnung hat. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schon hinbekommen.

Ich muss noch googlen, mit welcher Hand man grüßt und wie ich am besten die Mähne eingeflochten bekomme. Außerdem fehlen mir auch noch Kopfnummern, so viel zu bedenken und noch so wenig Zeit zum Vorbereiten.

Letzten Sonntag sind wir nochmal zum Training auf einen Geländeplatz gefahren und Amy hatte richtig Spaß. Keine Verweigerung, kein Vorbeirennen! Die Genrealprobe lief sehr gut, vielleicht doch eher zu gut?! Na mal abwarten und Tee trinken, ich werde euch in der Story auf Instagram mitnehmen und anschließend berichten.

Der Wecker wird um 5 klingeln und dann werden wir mal sehen, wie kooperativ sich mein Pony zeigt. Ich glaube wenn sie Bock hat, wird es super. Sollte sie aber eine Ziege sein, dann wird es grade gebisslos doch eine Herausforderung, weil Amy ihren Dickkopf gerne durchsetzen möchte.

Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich auf den Ausflug.

 

Holland 2018

13. August 2018 at 17:50

Letztes Jahr hatte ich mir ja eigentlich vorgenommen dieses Jahr 2-mal ans Meer zu fahren. Leider war Anfang des Jahres nie gutes Wetter, wenn ich Zeit gehabt hätte und so sind wir aber jetzt doch wenigstens zum Jahresende ans Meer gefahren.

Ich habe mich vorher schon so auf unseren Ausflug gefreut und am Freitag haben sich Finia, Aline, Ronya und ich dann endlich auf den Weg gemacht. Nachdem wir jetzt 7 Wochen gutes Wetter hatten, war ausgerechnet jetzt an unserem auserwählten Wochenende schlechtes Wetter angesagt.

Freitag

Nach der Ankunft haben wir dann aber doch ein paar Sonnenstrahlen gehabt und erstmal unser Lager errichtet. Eigentlich war ich ja auch sehr skeptisch was Zelten angeht, da mir ein Hotel oder ein Ferienhaus lieber gewesen wäre, aber im Endeffekt hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war ein wenig wie Abenteuerurlaub und ich habe die Zeit wirklich sehr genossen.

Nachdem wir dann die Zelte aufgebaut hatten, ging es in die Stadt zum Pizza essen. Wir saßen schön im Lokal, haben geplaudert und uns dann anschließend auf den Weg zum Strand gemacht. Leider darf das Pferd ja in der Saison erst nach 19 Uhr an den Strand und so waren wir Mädels nur mit Alines Hund am Meer spazieren. Nach einer kurzen Pause waren Ronya und ich dann spontan schwimmen und das Wasser war tatsächlich ganz angenehm. Schlimmer war allerdings der Wind, als wir aus dem Wasser wieder heraus kamen. Nachdem wir dann auf dem Campingplatz gechillt haben, zogen immer mehr Wolken auf und die ersten Regentropfen fielen.

Da es sehr stürmisch war, hatte ich überlegt Amy einfach nur in der Halle zu bewegen, aber da ich so gerne ans Meer wollte, sind wir doch im Regen losgestiefelt. Amy war den ersten Teil vom Weg sehr aufgeregt und ich hatte kurz überlegt umzudrehen, weil mir eh kalt war. Aber wir sind ja schließlich nicht aus Zucker und so sind wir weiter gewandert. Am Strand angekommen war es immerhin dann trocken, dafür aber sehr windig. Die anderen beiden wollten nicht mit ins Wasser, aber Ronya und ich haben uns Amy geschnappt und sind plantschen gegangen. Es ist einfach so schön am Meer zu sein.

Am Campingplatz zurück, sind wir schnell unter die Dusche gehüpft und dann sind wir Abendessen gegangen. Anschließend stand die erste Nacht im Zelt an und ich bin vom Regengeplätscher eingeschlafen. Erstaunlicherweise habe ich auch bis um 6 Uhr durchgeschlafen.

Samstag

Zum Sonnenaufgang haben wir uns wieder mit Pony auf den Weg ans Meer gemacht. Wir wollten schließlich Einhorn fahren. Zunächst haben wir ein paar ordentliche Fotos gemacht und anschließen im Wasser mit dem Einhorn gespielt. Durch die Wellen hat das ganze leider nicht funktioniert, das es sehr windig war und dem Pony das dann nicht so geheuer war. Zum Glück haben wir einen tollen Pril gefunden, wo wir dann Quatsch machen konnten.

Zu Mittagsind wir faulen Kinder dann mit dem Auto zum Strand gefahren und haben das Schlauchboot mitgenommen. Es hat echt viel Spaß gemacht damit auf dem Meer zu spielen. Eigentlich wollten wir alle trocken ins Boot hüpfen, damit es nicht kalt wird. Leider wurden wir direkt von einer Welle angegriffen und waren nach 1 Minute alle nass. Da das Meer aber eine angenehme Temperatur hatte, war es im Wasser eh angenehmer als draußen.

Zurück am Camping Platz war es dann immer abwechselnd sehr sonnig mit gefühlten 30 Grad und dann wolkig mit nur 19 Grad. Wir haben uns gefühlt alle 5 Minuten den Pulli an und dann wieder ausgezogen. Was ein Aprilwetter!

Samstagabend folgte dann eine richtig tolle Zeit mit Pony am Strand. Wir haben zusätzlich noch Besuch von einer Fotografin bekommen und hatten ein kleines Shooting geplant. Zunächst hatte ich etwas bedenken, weil noch ein 2. Model teilnehmen sollte und ich Angst hatte, dass Amy unruhig ist wenn wir warten müssen. Oder das Amy an dem anderen Pferd kleben könnte. Amy war aber absolut tiefenentspannt und hat den ganzen Abend gechillt und war beim Shooting selbst voll dabei. Es hat absolut alles geklappt, was ich mit erhofft hatte. Ich war so stolz aus sie. Als sie zum Schluss am Strand saß, haben viele Spaziergänger zugeschaut und ich sie saß einfach ganz stolz da und wusste genau, dass sie grade der absolute Mittelpunkt ist.

Das einzige was Amy nicht gerne macht ist durch Wasser galoppieren oder im Wasser steigen, da ist sie irgendwie etwas unsicher. Was das Galoppieren angeht, vielleicht auch einfach nur faul, weil es anstrengend ist 🙂 Wir haben dann auch kurz frei fangen gespielt, wobei Amy total gut mitgemacht hat. Nachdem ich sie durchs Wasser hab traben lassen, war sie kurz etwas zickig und ist Richtung Dünen zu Aline gelaufen. Aber dann kam sie brav zurück und wir haben noch ein wenig gespielt. Amy hat sich echt sehr vorbildlich benommen. Es war nur schade, dass wir keinen schönen Sonnenuntergang hatten, weil es dann sehr wolkig wurde. Aber lieber so, als ein zickiges Pony im tollen Sonnenuntergang. Außerdem bin ich Hin- und Rückweg allein zum Strand geritten, damit die anderen mit dem Auto fahren konnten. Auch wenn Amy sehr aufgeregt war, hat sie das ganz fein gemeistert. Normal hat sie es am liebsten, wenn ihre Herde dabei ist. Als Herde reicht einfach jemand der zu Fuß dabei ist, aber wir waren diesmal tapfer ganz alleine unterwegs.

Sonntag

Sonntag war es leider wieder bewölkt, sodass wir keine Sonnenaufgangsbilder machen konnten, dafür bin ich aber noch etwas am Strand geritten.

Leider stand dann schon wieder das Packen an und die Reise nach Hause begann. Nachdem Amy am Hinweg nach 2 Minuten auf dem Hänger stand, hatten wir am Rückweg wieder unser Theater. Ich bin da echt nicht zuversichtlich, dass wir da jemals keine Probleme mehr mit haben werden. Für diese und nächste Woche darf ich das Auto behalten und wir üben weiter.

Nichts desto trotz war es ein total tolles Wochenende, wo ich einfach mal abschalten konnte. Ich bin einfach so froh, dass ich den Führerschein letztes Jahr gemacht habe!

Danke Mädels! Danke Pony!